Rückblicke

11. April 2019: Tagestour nach Grieth, zum Aalschokker und Kloster Kamp

Text folgt.

Grieth am Rhein
Panoramaaufnahme von Grieth am Rhein. Fotografiert von der Rheinfähre. (Foto: Günter Gymnich)
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Grieth am Rhein ist ein Ortsteil der Stadt Kalkar. Der Ortsname leitet sich ab
von Gritt, was Kies bedeutet. Um 1540 wurde Grieth Mitglied der Hanse.
In der Vergangenheit war die Fischerei der wichtigste Erwerbszweig.

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Mit der Rheinfähre fahren wir zum Aalschokker "Grieth". Er wird noch aktiv
genutzt. Leider war der Fischer Rudi Hell nicht anwesend. Er fängt die
Fische für wissenschaftliche Untersuchungen. Schokker war ein niederländischer Schifftyp.
Schokker hieß die auschwenkbare Vorrichtung für die Schleppnetze.
Der Schiffstyp hat seinen Namen von der niederländischen Insel Shokland.

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Kloster Kamp ist eine ehemalige Abtei. Gegründet 1123 von Zisterziensern.
Die ehemalige Abteikirche (fertiggestellt um 1700) ist heute Pfarrkirche.

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Sehr sehenswert ist der unterhalb des Klosters gelegene Terassen- bzw. Barockgarten.

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Die mitreisenden Damen hatten viel Spaß mit den vom BRH geschenkten Schirmen.

April 2019: Grüße aus Ägypten bei aktiver Verbandsarbeit

Die Reimers in Ägypten
Aus dem „Dana Beach Resort“ in Hurghada sandten uns BRH-Grüße vom Verbandstag des Seniorenverbands Martha und Klaus Reimer sowie Sonja Offerzier (von re), Ehemann Armin Offerzier stand hinter der Kamera.

(Ägypten) Wir freuen uns immer wieder darüber, ein kleines Bildchen und liebe Urlaubsgrüße unserer BRH-Senioren aus aller Welt im Briefkasten zu finden. Dafür muss es schon längst nicht mehr die Super-Aufnahme sein. Es genügt uns, wenn wir an kilometerlangen weißen Sandstränden und frischen Meeresbrisen teilhaben können und Salz auf der Haut spüren.

So wie diesmal Grüße aus Ägypten von BRH-Mitglied Klaus Reimer kamen und dazu ein Bericht vom „4. BRH-Jahrestreffen in Hurghada“, u.a. mit den Lommersumer Sonja und Armin Offerzier, natürlich auch BRH Mitglied. „Nix mit Langeweile pur“, berichten die Reimers. Jeden Tag Animation und abends Livemusik bis 23 Uhr. Zwar keine Pyramiden, dafür aber - wer will – kann zum Kamele-Reiten antreten.

Das Hotel ist super eingerichtet, alles behindertengerecht. Senioren sind in der Überzahl, zu 80% Stammkunden. Ein Gefühl der Unsicherheit kann man vergessen. Die BRH-Versammlung in Hurghada: „Es sicherer als bei uns, haben die letzten Jahre zu diesem Thema nichts gehört!“ Und wie kommt man nach Ägypten? Ganz einfach: Von allen deutschen Flughäfen!

Wer jetzt Geschmack an Urlaubsgrüße bekommen hat: Haben auch Sie solch ein Urlaubserlebnis? Dann berichten Sie uns, über www.brh-euskirchen.de.

27.03.2019: Hamm: Sri-Kamadchi-Ampal, Maximilianpark, Schmetterlingshaus

Senioren und das komplexe Religionengefüge des Hinduismus

(Hamm) Morgens um Sieben war die Welt noch kühl in Euskirchen, als sich über 60 mutige ältere Menschen im Ruhestand am Treffpunkt „Dalmacija“ versammelten, um mit einem Doppeldecker-Bus einer süd-indischen Welt entgegen zu fahren. Vier Stunden später durfte man sich in Hamm „auf (die) Socken“ machen, um in dem am 7. Juli 2002 im Stadtteil Uentrop eingeweihten Hindu-Tempel etwas von der Denk- und Lebensweise Südindiens zu erfahren. Wörtlich: Schuhe aus und auf der Bodenheizung in Bewegung bleiben. Mehrere große – nur von Hindu-Priestern - begehbare „Schreine“ waren wie kleine Tempel in eine großen Halle gebaut – von indischen Tempelbauern aus Sandsteinmörtel. Allesamt bis unter die Hallendecke reich und bunt dekoriert – so wie auch die Turmgebilde außerhalb der „Tempelhalle“. Sehr überzeugend erläuterten die Führerinnen den geteilten Gruppen das hierfür geltende hinduistische Weltbild. Faszinierend!

Blick Richtung Düsseldorf von der Feleher Brücke
Blick Richtung Düsseldorf von der Feleher Brücke (Foto: Günter Gymnich)

Tourleiterin Karin Olschewski hatte es dann wieder - wie sie sagte: In letzter Minute! - geschafft, in der Nähe ein Mittagessen für die große Gruppe zu gewährleisten. Anschließend war es nicht weit, eine weitere Attraktion der Stadt Hamm kennenzulernen, den Maxi(milian)park: Ein Freizeitpark, der seit der Landesgartenschau 1984 auf dem Gelände der stillgelegten Zeche Maximilian (im wahrsten Sinne der Worte) sowohl kunstvoll wie auch herausragend errichtet und bestückt wurde.

Wahrzeichen ist der Glaselefant, eine rund 40 m hohe begehbare Plastik, die von der Höhe und Begehbarkeit imposant ist, bei Dämmerung in den Abendstunden je nach Beleuchtung jedoch erst ihre besondere „Ausstrahlung“ zur Geltung bringt. Auch die Parkanlage wirkte aufgrund der Jahreszeit insgesamt noch etwas „spröde“. Strahlend wirkten dagegen die wunderschönen Schmetterlinge im parkeigenen Schmetterlingshaus. Wer dieses gefunden und den geringen zusätzlichen Eintritt bezahlt hatte wurde „eindrucksvoll“ belohnt.

Fazit für Berichterstatter Peter Goldschmidt: „Hamm war für einige Teilnehmer zuvor völlig unbekannt. Mit Dank für einen schönen Tag haben alle dazu gelernt ... und freuen sich auf die nächste Fahrt.“ Dem schließt sich gerne Terilnehmerin Elke Jahr an, die Busfahrt nach Hamm habe ihr gut gefallen. „Obwohl wir über 60 Teilnehmer waren, klappte die Organisation sehr gut. Die Führung in dem Tempel fand in zwei Gruppen statt, so dass man den Erklärungen gut folgen konnte!“ Natürlich müsse man sich nun zu Hause noch etwas mehr mit dem Gehörten und Gesehenen befassen. Und zum Maximilianpark ihr Kommentar: „Da wir Glück mit dem Wetter hatten, konnte man auch den anschließenden Besuch im Maximilianpark genießen.“ Die farbenprächtigen Fotos von dieser Tagestour brachten uns Peter Goldschmidt und Günter Gymnich mit.

Bildergalerie: Peter GOLDSCHMIDT -
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Sri Kamadschi Ampel Tempel
Der Tempel steht seit 1997 in Hamm-Uentrop. Einen Vorgänger gab es schon seit 1989. 
Die Geschichte des Tempels ist eng mit der Flucht von zehntausenden Tamilen
aus Sri Lanka Anfang der 80iger Jahre verbunden. Er ist der größte Tempel dieser Art in Europa.
Finanziert wurde er durch Spenden und Kredite der Gläubigen (Text: Günter Gymnich).

Bildergalerie: Sri Kamadschi Ampel Tempel von Günter Gymnich -
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Maximilianpark
Auf dem Gelände der ehemaligen Zeche Maximilian entand ein wirklich sehenswerter Park, der Maximilanpark. Wahrzeichen der Stadt ist im Parkgelände der "Gläserne Elefant". Ausgangspunkt für den Park war die Landesesgartenschau von 1984. Besonders erwähnenswert ist das ungewöhnlich große und vielfältige "Kinderspielland" (Text: Günter Gymnich).

Bildergalerie: Maximilianpark von Günter Gymnich -
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Bildergalerie : Schmetterlingshaus im Maximilianpark von Günter Gymnich -
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März 2019: Mal eben den Sprung nach Lissabon wagen!

Gruß aus Lissabon
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(Euskirchen) Von Zeit zu Zeit blicken wir zu europäische Stationen, wo sich unsere Senioren außerhalb der deutschen Grenzen hin und wieder aufhalten. Wir berichten auch regelmäßig über Nachrichten aus dem hohen Norden Europas, aber auch aus dem Süden, wo immer wieder mal ein Domizil für einen Kurzurlaub aufgeschlagen wurde.

So kamen diesmal interessante Urlaubsgrüße aus Lissabon, wohin es BRH-Mitglied Georg Scholl für wenige Tage verschlagen hatte. Genauer gesagt aus Cascais, nahe bei Estoril, was Schönheit mit Ruhe direkt am Atlantik vereint. (Foto).

Und das ging in einem Zeitraffer so: „Die Idee kam über ein Angebot aus dem Internet, Flug, 4-Sterne Hotel in der Altstadt, mit Super-Frühstück, 200 m bis U-Bahn, 3 Nächte!“

Hin zum Flughafen Köln und im Parkhaus den im Internet reservierten Parkplatz zugewiesen bekommen. Man fand das Hotel Brown's Central ok - sauber, alles funktioniert, bequeme Betten, mit Bonuskarte 10% für deren Bistro um die Ecke rum. In Lissabon am Flughafen raus und in die Metro, dort am Schalter eine grüne Auflade-Fahrkarte für alle Verkehrsmittel der Stadt (U-Bahn, Bus, Tram, Lifte und Fähren) abholen.

Dann folgen zwar nur wenige, aber interessante Tage: Lissabon ist sehr hügelig - auf sieben Hügeln gebaut und manchmal recht beschwerlich für Senioren. Also besser immer per Tram oder U-Bahn...oder Fahrstühle (Elevador), die die Hügel auch erklimmen. Überall kann man Elektro-Roller mieten, damit fahren und sie an einem beliebigen Platz einfach stehen lassen. Oft gibt es geführte Umsonst-Touren - junge oder älter Leute, die einem für einen geringen Obolus herumführen und erzählen und ein Trinkgeld erwarten.

Wer jetzt Geschmack auf eine solche Tour bekommen hat: Georg Scholl ist gerne bereit, Fragen unter scholl.georg@arcor.de zu beantworten. Haben auch Sie solch ein Urlaubserlebnis? Dann berichten Sie uns, über www.brh-euskirchen.de.

13.03.2019: St. Ursula (Goldene Kammer) und Brauhaus ('Schreckenskammer')

Die BRH Senioren auf den Spuren von elftausend Jungfrauen und Hermelinschwänzen

(Euskirchen) Mit der Deutschen Bahn und nach einem knapp zehnminütigen Fußweg war das Ziel erreicht: Die Seniorengruppe des BRH stand mit Tourenleiter Volker Lohmeyer vor dem Portal der Kirche St. Ursula in Köln. Schon erwartet von den Gästeführern Dr. Ute Fendel und Dr. Wolfgang Till Busse, die dann auch in zwei gleich großen Teilgruppen gegenläufig fast zwei Stunden lang die Besonderheiten der Basilika St. Ursula erklärten.

Ursulalegende (Foto: Volker Lohmeyer)
Ursulalegende (Quelle: https://thema.erzbistum-koeln.de/heilige/heilige-ursula/Legende/)
Mit einem Klick auf das Bild gelangt man direkt auf die Seite des Erzbistums.

Aus dieser Begegnung sind die lebendigen Erzählungen und Erklärungen des „kölschen Mädchens“ von Dr. Fendel hervorzuheben, weil sie mit gut verständlich „kölscher Sproch“ ihre Teilgruppe über den gesamten Zeitraum so zu fesseln wusste, dass die Zeit wie im Fluge verging. Ohne Zweifel war dann die „Goldene Kammer“ mit den „Knochenbildern“ und der Fülle der dort ausgestellten Reliquien, bestehend aus Schädeln und allen denkbaren Skeletteilen, das Highlight. Aber auch die Erläuterungen und Hintergründe der Entstehung der Ursulalegende und dem Bezug zur Kölner Geschichte wurden verständlich erklärt.

Dazu gehört die Info, dass es sich eigentlich um „11 Tropfen“ im Kölner Wappen handelt, die die elf Jungfrauen symbolisieren, welches auch die offizielle und aktuelle Interpretation durch die Stadt Köln ist. Ursprünglich waren es aber „Hermelinschwänze“, die das Machtzeichen des englischen Königs darstellten. „Geschichte und Geschichten entwickeln sich halt“, wusste Dr. Fendel diese Umdeutung zu erklären. Im gleichen Tenor ist zu sehen, dass aus den „elf Jungfrauen“ im Laufe der Zeit gleich „elftausend Jungfrauen“ wurden. Denn - wie sollte man sonst die mehreren Tausend Schädel und zugehörige Knochen an der Fundstelle, wo heute die Kirche St. Ursula zum Gedenken errichtet wurde, erklären?

Noch erwähnenswert: Auf der Nonnenempore befindet sich heute die Schatzkammer. Die im Brüstungsbereich aufgestellten Heiligenbüsten weisen eine Besonderheit auf, nämlich Köpfe mit zwei Gesichtern. Ein Gesicht ist für die Gläubigen vom Kirchenraum aus und ein Gesicht ist für die Nonnen auf der Empore sichtbar.

Um viele interessante und wirklich wissenswerte Informationen, aber auch um vielfach einmalige Eindrücke reicher verließ die BRH Gruppe die Kirche, um ohne Ausnahme auf der anderen Straßenseite das Traditionsbrauhaus „Schreckenskammer“ (über 555 Jahre Brau- und Schanktradition an dieser Stelle) aufzusuchen. Dort ließ man dann bei leckerem „Schreckenskammerkölsch“ den Nachmittag ausklingen. „Nicht nur das Kölsch, sondern auch das servierte Essen sah nicht nur sehr gut aus, sondern schmeckte auch lecker“, berichteten die Teilnehmer.

Zur Namensgebung dieser kölschen „Schreckenskammer“ gibt es übrigens auch mehrere Geschichten. Eine weiß, dass sich an der Kirche St. Ursula früher der Hinrichtungsplatz der Stadt Köln befand. Die zum Tode verurteilten Straftäter wurden zu Fuß vom damals nahegelegenen Stadtgefängnis „Klingelpütz“ zur Hinrichtungsstätte geführt. Der Weg führte am Brauhaus vorbei, wo den Verurteilten die Henkersmahlzeit gewährt wurde. Aus diesem Zusammenhang heraus entwickelte sich dann der Name „Schreckenskammer“.

St. Ursula ist eine der zwölf romanischen Basiliken in Köln. Gewidmet ist sie der heiligen Jungfrau  Ursula und ihren Gefährtinnen. Die in der Kirche aufgehängten Bildtafeln aus dem 15. Jahrhundert erzählen die Geschichte der Hl. Ursula. Die Legende besagt, dass es sich um eine englische Königstochter handelte, die in Köln von Hunnenkönig Etzel ermordet wurde, weil sie ihn nicht heiraten wollte. Mit Ihr starben auch die 10 Gefährtinnen. (Text: Günter Gymnich)

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Auf der Westempore haben früher die Damen des ehemaligen adligen Kanonissinenstiftes gebetet.
Heute befindet sich hier die Schatzkammer. (Text: Günter Gymnich)

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Ein besonderer Raum ist die sogenannte "Goldene Kammer", gestiftet im Jahre 1643.
Die Decken sind vollflächig mit Knochen belegt. In den Wandnischen und auf den Regalen
befinden sich zahlreiche Reliquien und kunstvoll dekorierte Schädel. (Text: Günter Gymnich)

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Zum Ausklang sind wir Gäste im Brauhaus "Schreckenskammer".

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