Rückblicke

11.-14.12.2018: Berlinfahrt auf Einladung von MdB Markus Herbrand

Euskirchen/Berlin. MdB Markus Herbrand (FDP) hatte eine Gruppe von rund 50 Personen zu einer Besucherfahrt für politisch interessierte Bürger nach Berlin eingeladen. Dazu gehörten auch Gerd Weinand und Alex Halm vom BRH KV Euskirchen mit ihren Partnerinnen.

An vier Tagen erwartete die Teilnehmer ein anspruchsvolles Programm:

  • Besuch des 'Tränenpalastes'
  • Informationsgespräch im Bundesministerium der Finanzen
  • Besuch des Dokumentationszentrums 'Topographie des Terrors'
  • Zwei Stadtrundfahrten durch die Bundeshauptstadt - an politischen Gesichtspunkten orientiert
  • Informationsgespräch und Führung in der Gedenkstätte Hohenschönhausen
  • Informationsgespräch und Führung im Stasi-Museum Berlin
  • Besichtigung des Plenarsaals, Gespräch mit MdB Markus Herbrand, Gruppenfoto und Besuch der Kuppel des Reichstagsgebäudes

Über die Tage hatte die Gruppe einen kompetenten, engagierten und humorvollen Stadtführer an ihrer Seite, der informativ und kurzweilig die Gruppe durch Berlin lotste.

Das Informationsgespräch im Bundesministerium der Finanzen war aus mehreren Gründen spannend und interessant. Das Gebäude, errichtet zu Zeiten des Nationalsozialismus, diente bis heute verschiedensten Zwecken und Dienstherrn. Allein die Geschichte dieses Hauses sprengt die Zeit eines Informationsgesprächs. Umso aktueller waren dann Fragen aus dem Teilnehmerkreis zum Thema Steuerbetrug durch Cum Cum und Cum Ex und Cum-Fake-Manipulationen.

Beeindruckend waren "Tränenpalast (Ausreisehalle der früheren Grenzübergangsstelle Bahnhof Friedrichstraße) und das Dokumentationszentrum "Topographie des Terrors".

Ebenso eindrucksvoll und zugleich bedrückend waren dann mit anschaulichen Einblicken das ehemalige Untersuchungsgefängnisses der DDR in Hohenschönhausen. Ebenso nachhaltig wirkte der Besuch des Stasi-Museums. Niemand der DDR-Bürger konnte sich der Allgegenwart der Spitzel des Staats- und Parteiapparates entziehen.

Konzentriert lauschte die Gruppe den Ausführungen von Referent Michael Bradler über die Stasi und zugleich über seine eigene spannende Geschichte. Als einst Ausreisewilliger hat er seine ganz speziellen Erfahrungen, die er in einem Buch gemeinsam mit Michael Rothe zusammengefasst hat.

Bildergalerie: Alex HALM -
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Anregend und informativ gestaltete sich am letzten Tag der Besuch des Reichstagsgebäudes mit Gelegenheit, einer Debatte des Deutschen Bundestages beizuwohnen. Leider bekam die Gruppe das Ende der Debatte des Gesetzes zur Weiterentwicklung der Qualität und zur Teilhabe in der Kindertagesbetreuung nicht mehr mit. Das Informationsgespräch mit MdB Markus Herbrand mit anschließendem Gruppenfoto und Besuch der Kuppel des Reichstagsgebäudes standen an. Herbrand präsentierte sich als sympathischer und gut informierter Abgeordneter des hiesigen Wahlkreises.

Gerd Weinand und Alex Halm waren sich einig: "Eine sehr interessante Reise. Nicht nur die Einblicke in die politische Vergangenheit der einst geteilten Stadt mit ihren bedrückenden Aspekten des Umgangs mit Menschen- und Freiheitsrechten, sondern auch die hautnahen Eindrücke im Bundestag und der Austausch mit MdB Markus Herbrand machten den Besuch zu einem persönlichen Gewinn.

Die Bildergalerie ist keine systematische Zusammenfassung der Besuchsreise, enthält aber Impressionen von den Zielen der Reise und der Stadt, die immer eine Reise wert ist. Einige Motive sind in der programmfreien Zeit fotografiert.

7. Dezember 2018: Wiesbaden und Montabaur - eine Weihnachtsfahrt -

Textbeitrag folgt.

Die Reisegruppe 'Wiesbaden' - Weihnachtsfahrt - Foto: Volker Lohmeyer
Die Reisegruppe 'Wiesbaden' - Weihnachtsfahrt - Foto: Volker Lohmeyer

Bildergalerie: Günter GYMNICH -
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Bildergalerie: Bernd KOHERR -
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26.11.2018: PHANTASIALAND - der Dauerbrenner für Liebhaber -

Ho, ho, ho……im "Phantasia" weihnachtete es!

(Brühl) Ho, ho, ho……im "Phantasia" weihnachtete es! Und so wandelten unsere Senioren mit Tourleiter Volker Lohmeyer wieder einmal durch den Freizeitpark, dabei waren die Shows ein absolutes Muss. Alles wurde wieder zu einem wirklich außergewöhnlichen Ereignis, von dem der Tourleiter diesmal auch phantastische Fotos vom Weihnachtsraum mitbrachte.

Auch für die eingeschweißten Stammbesucher des BRH ist solch ein Besuch jedes Mal aufs Neue etwas ganz besonderes. Also überzeugte die Stippvisite auch diesmal wieder mit phantastischen Show-Highlights! Für die meisten ein erlebnisreicher Tag voller unvergesslicher Momente, mit einer garantierten Wohlfühlgarantie.

Ein besonderes Plus: Tourleiter Lohmeyer konnte die Rückfahrtzeit um eine Stunde nach hinten verlegen, es wurde also 19 Uhr. Lohmeyer: "Diese Stunde mehr bei Dunkelheit im phantastisch beleuchteten "Phantasialand" konnte für beeindruckende Lichtshows gut genutzt werden!"

Zumindest für die Besuche im Winter soll nun bei Wiederholungen eine spätere Rückfahrt, möglichst zur Parkschließung um 20 Uhr, angestrebt werden, damit die große Show ab 19.30 Uhr mit Abschlussfeuerwerk auch noch "mitgenommen" werden kann.

Wer noch keinen BRH-Besuch im "Phantasialand" erlebt hat, sollte sich das mal vormerken und dieses Erlebnis in der Saison 2019 auf keinen Fall entgehen lassen.

Bildergalerie: Volker LOHMEYER -
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12.11.2018: Besuch im Landtag NRW

Die BRH'ler im Landtag NRW (Foto: Hans Burggraf)

BRH im Landtag: Das war ein höchstinteressanter Tag.

(Düsseldorf) „Das war ein höchstinteressanter Tag“, meint Annegret Hilger und spricht den BRH-Besuch des Landtags NRW an. Mit fast hundert Senioren hatte sich Tourleiterin Karin Olschewski zu einem Besuch von Düsseldorf aufgemacht. Die gleiche Beurteilung zum schönen Tag vertritt auch Peter Goldschmidt, der von einer (wieder) erlebnis- und lehrreichen Fahrt spricht. „Bei der insbesondere die Architektur des Landtags NRW faszinierte!“

Sein Bericht geht dann weiter: Überzeugend waren die eindrucksvoll präsentierten Informationen des "Kölschen Verwaltungsmitarbeiters", dem nicht nur sein Arbeitsplatz am Herzen liegt, sondern der es verstand, die Arbeitsweise der von uns allen gewählten Mitglieder des Landtags zu erläutern und zugleich für Demokratie und 'Wählen gehen' warb. Das habe auch beim anschließenden Fernblick vom Rheinturm auf Landtag und (seine Geburts-)Stadt nachgewirkt.

Bildergalerie: Bernd KOHERR -
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Der Berichterstatter im Landtag war übrigens Thomas Schneider vom NRW Besuchsdienst, ein 1. FC Köln-Fan. Aber fair, denn auf Hinweis von Euskirchener Senioren, man setze auch auf die Borussia aus Dortmund, rückte er dann später im Parlament auch einmal die Dortmunder ins rechte Licht. Und manches wurde deutlich: Der Bau und die Sitzordnung ist rund. Der Grund, so Schneider: „Man will sich anschauen können!“

 Kleine Bildergalerie: Hans Burggraf -
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Doch lassen wir Peter Goldschmidt weiter berichten: Die Eindringlichkeit der Appelle „Zum Beispiel Wählen gehen!“ war für die Mitglieder der Teilnehmergruppe vielleicht nicht so zwingend erforderlich, aber wer weiß das schon. Im Kopf blieb aber der mahnende Satz: „Auch wenn man nicht wählen geht, stiehlt man sich nicht aus der Verantwortung raus!“ Und dann war da noch die Gesprächsrunde in einem der Fraktionssäle. Goldschmidt bilanziert hierzu kritisch: „...bei dem das Mitglied des Landtags (mich) weniger stark überzeugen konnte. Ein Mitglied einer Nicht-Regierungs-Partei kann nicht erfüllte Erwartungen der Wähler weder rechtfertigen noch Lösungen oder Änderungen beklagenswerter Zustände versprechen.“

Bildergalerie: Peter GOLDSCHMIDT -
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Einen Seitenhieb an den Besuchsdienst gab es dennoch: „Schade, dass die im Fraktionssaal bereitgestellten Getränkeflaschen - samt Flaschenöffner und Gläsern - nicht für unsere durstige Reisegruppe vorgehalten wurden.“ Dafür gab's dann aber eine knappe Stunde später ja noch Kaffee und Kuchen...

Die Fotos vom BRH-Tag im Landtag brachten uns Peter Goldschmidt, Werner Koherr und Heinz Reul mit.

Bildergalerie: Heinz REUL -
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6. Nov. 2018: In Köln unterwegs (Ford Werke, Deutzer Brauhaus, Kölntriangle

Aus langen Edelstahlrollen zum neuen Ford Fiesta

(Köln) Dort, wo heute der Ford Fiesta in der aktuellen Version gebaut wird, waren mit Tourleiter Volker Lohmeyer über 30 technikinteressierte Senioren unterwegs, um – nach Überwindung des Werkstores von Ford - als erste Station im Rahmen des 'Tagesprogramms in die automobile Gegenwart' zunächst einmal etwas zu den Anfängen zu erfahren, als einst Henry Ford das Fließband erfand und der bekannte Konrad Adenauer das Gelände der heutigen Europazentrale von Ford in Köln für eine Reichsmark je qm verkaufte.

Die BRH-Gruppe auf Exkursion in Köln
Foto: Volker Lohmeyer

Dann wurde es schlichtweg "faszinierend". Mit einem kleinen Werkszug ging es durch die Produktionshallen des Ford Fiest. Sehr anschaulich wurden die zum Teil sehr gut einsehbaren Produktionsschritte erklärt. Es war schon beeindruckend, wie aus den bis zu 3 km langen Edelstahlrollen (Coils) in mehreren Schritten durch immens große Maschinen die benötigten Fahrzeugteile gestanzt und geformt wurden.

Daraus entstand dann in der nächsten Halle mithilfe nie müde werdender Roboter und auch immer noch nicht vollständig ersetzbarer Menschen die Rohkarosse. Keinen der Euskirchener Senioren hat die Präzision und Geschwindigkeit der gesamten Produktion kalt gelassen. Es war einfach fesselnd, live dabei zu sein und die Entstehung eines aktuell modernen Pkws mitzuerleben.

Bildergalerie: Volker LOHMEYER -
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Teilnehmerin Ingeborg Schmitz traf es auf den Punkt: "Als technisch interessierte Frau war ich von den Produktionsabläufen, welche in den meisten Fällen von Robotern vollzogen wurden, fasziniert." Die einzelnen Abläufe - angefangen mit der Blechstanze bis zum fertigen Fiesta - seien auch für einen Laien sehr verständlich gewesen. So sah es auch Heinz Reul: "Es war ein toller Tag, mit viel Wissen kehrten wir wieder nach Euskirchen zurück!"

Im Deutzer Brauhaus konnten später die Eindrücke der Werksbesichtigung bei einem leckeren Kölsch ausgetauscht werden, bevor es dann zum LVR Hochhaus - auch als Kölschtriangel bekannt - ging. Rauf auf die 28. Etage, um bei bestem Wetter mit guter Fernsicht von der Besichtigungsplattform einen Rundumblick auf Köln und Umgebung zu genießen.

Bildergalerie: Bernd KOHERR -
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Achtung Ankündigung: Eines hatten fast alle während der Heimfahrt gemeinsam, die Vorfreude auf Teil 3 der BRH Automobil Trilogie, wenn Tourleiter Lohmeyer Ende 2019 dann zur automobilen Zukunft einlädt. Das sollte man sich vormerken.

Die Fotos der Ford-Tour brachten uns übrigens Heinz Reul, Volker Lohmeyer, und Bernd Koherr mit.

Bildergalerie: Heinz REUL -
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Oktober 2018: Der alte 'Otto Bismarck' hat seinen neuen festen Platz gefunden

Euskirchen/Minden. „Ende gut, alles gut!“, müsste man sagen. Der gute 'alte Bismarck’ aus Euskirchen, ein Ölgemälde im alten Original-Rahmen und von einem unbekannten Künstler geschaffen, hat seinen festen Platz gefunden. Seit einigen Tagen hängt nun Otto von Bismarck - mit Blickrichtung zur Besucherschar - im Bismarck-Gedenkraum bei Minden, in unmittelbarer Nachbarschaft mit weiteren Portraits gleichen Namens.

Das ist der Schlusspunkt einer Geschichte, über die wir berichten wollen. Der Seniorenverband BRH Euskirchen freut sich mit Inge Franzen, Volker Lohmeyer und Birgit Monien-Lohmeyer sowie dem Vorsitzenden des 'Bismarckbund an der Porta Westfalica e.V.' Hans Münstermann. Für ihn ist der neue Bismarck eine Bereicherung. „Für mich etwas ganz Besonderes“, bringt er in knappen Worten aber mit einem breiten Lächeln im Gesicht die Schaffung des neuen Domizils auf den Punkt.

Die Geschichte beginnt mit einem ersten Programmpunkt der dreitägigen Sommertour 2018 des BRH ins Weserbergland. Mit Volker Lohmeyer war die Gruppe auf dem Jakobsberg (Porta Westfalica) und bestiegt auch den Fernsehturm. Nun wird dieser Fernsehturm vom dortigen ‚Bismarckbund’ betrieben. Deshalb, weil einst an der Stelle des Fernsehturmes ein sogenannter Bismarckturm stand. Hausherr ist hier Vorsitzender Münstermann, dessen Verein in den Räumlichkeiten unterhalb des Fernsehturmes auch einen kleinen Ausstellungsraum zum Thema ’Bismarck’ betreibt.

BRH-Vorstand Volker Lohmeyer (re) vollzog die versprochene Spendenübergarde
des ’alten Otto Bismarck’ an den Vereinsvorsitzenden Hans Münstermann.

Der Besuch der Euskirchener Gruppe in der Ausstellung war für BRH-Mitglied Inge Franzen ein Anstoß der besonderen Art. Ist sie doch zu dieser Zeit - geerbt von den Schwiegereltern - stolze Besitzerin eines Original-Ölgemäldes, welches ein Bismarck-Portrait zeigt. Da sie keine Verwendung mehr dafür hatte, fragte sie noch vor Ort bei dem Mitglied des Bismarckbundes, Ferdinand Bremehr, nach, ob der ’Bismarckbund’ Interesse an dem Gemälde habe. Dieser hatte und so wurde eine Übergabe des Bildes als Spende von Inge Franzen an den 'Bismarckbund an der Porta Westfalica e.V.' noch an Ort und Stelle vereinbart.

Der alte ’Otto aus Euskirchen’ im Gedenkraum
des 'Bismarkbund' an seinen festen Platz

Die ’Überführung’ des Geschenks vollzogen nun Birgit Monien-Lohmeyer und Volker Lohmeyer auf einer weiteren Privatfahrt nach Minden persönlich. Dazu wurde die Übergabe des Bildes an den Vorsitzenden Münstermann und Mitglied Bremehr natürlich in einem würdigen Rahmen durchgeführt und zudem fotografisch dokumentiert.

Und sofort fand das Ölgemälde aus Euskirchen auch einen würdigen Platz in der Ausstellung, neben anderen schon dort vorhandenen Portraits. Nicht ohne das Versprechen von Münstermann, dass noch ein anerkennendes Dankschreiben an die Spenderin folgen wird. Zuhause hat Spenderin Franzen nun statt Bismarck einen weißen Fleck an der Wand. Das trübt aber die Freude über den gelungene Geschenkvorgang nicht. Es sprudelte aus ihr so heraus: „Der wird einfach überstrichen!“

24. Oktober 2018: Besuch der Grafschafter Krautfabrik in Meckenheim

Was, das gibt es immer noch?

Rübenkraut aus der Grafschafter Krautfabrik in Meckenheim

(Meckenheim) "Was, das gibt es immer noch?" Diesem Hinweis gingen die Euskirchener Senioren nach, als sie eine Krautfabrik besuchten. Und keiner schimpfte: "Bleib mir weg mit Rübenkraut, davon haben wir im Krieg genug gegessen!"

Es ist also wieder so weit: In der Grafschafter Krautfabrik in Meckenheim bei Bonn werden nun bis Weihnachten Zuckerrüben in Brotaufstrich verwandelt - und im gelben Becher verschickt. Für Tourleiter Volker Lohmeyer ein guter Grund, wieder einmal mit einer Besuchergruppe anzuklopfen.

Hier wird Zuckerrübensirup aus dem Saft von Zuckerrüben gewonnen, gleichmäßig dunkelbraun, zähflüssig und letztlich ohne Verwendung von Zusatzstoffen durch Eindicken von Rübensaft. Wenn man nicht wüsste, dass diese teerartige Masse essbar ist - man würde sie vielleicht als Wagenschmiere verwenden. Wer aber hier um Bonn aufgewachsen ist, hat das Rübenkraut im Blut. Und früher insbesondere in schlechten Zeiten regelmäßig auf dem Frühstücksbrot.

Gleichwohl gibt es das Produkt Rübenkraut heute noch, meistens gleichgesetzt mit dem gelben Pappbecher der Grafschafter Krautfabrik. Ein Becher, der mittlerweile Kultstatus hat. Während der Erntezeit herrscht in der Rübenkrautfabrik Hochbetrieb. "Kampagne" nennen sie hier diese hundert Tage im Herbst, an denen gut 55 000 Tonnen Zuckerrüben angeliefert und zu 13 000 Tonnen Sirup verarbeitet werden.

Teilnehmer Dagmar und Peter Goldschmidt waren dabei und berichten: „Vielfarbige Äpfel brachten Farbe auf den Hof der früheren Feldbrandziegelei von ’Schmitz Meckenheim’, die vor 125 Jahren gebaut wurde. Allerdings wird (bis 1989) quasi nebenbei und seitdem ausschließlich Rübensirup gekocht, der unterschiedlich veredelt das Sortiment vom "Grafschafter Goldsaft" prägt. Wir durften den Produktionsablauf kennenlernen und die Produkte probieren. Fazit: Hochinteressant und lecker, ... auch für jemanden, der (bislang) fruchtige Marmeladen dem klassischen Rübenkraut vorzieht!“

Der ehemals leitende Mitarbeiter im Ruhestand, Günter Dreifke, hatte die Euskirchener begrüßt und dann fachkundig mit der Geschichte und den Betriebsabläufen bei Grafschafter vertraut gemacht. Nach dem Betriebsrundgang lud Gastgeber Dreifke noch zu Kaffee und Brötchen mit den Brotaufstrichen aus dem Programm von Grafschafter ein. Nach der Verkostung konnten sich dann die Seniorinnen und Senioren mit Einkäufen aus dem Werksverkauf von Grafschafter eindecken.

Bildergalerie: Volker LOHMEYER -
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Bleibt festzuhalten, dass die Besuchergruppe mit der DB angereist war und zum Auftakt noch einen Abstecher zum Hofladen des Demeter Obstplantagenhofes Krämer in Meckenheim wagte. Dort konnten die Teilnehmer zunächst die Warenauslage begutachten und dann vom Eigentümer Lothar Krämer einen interessanten Vortrag über den Umstieg auf „Bio“ und die wesentlichen Hintergründe erfahren. Zum Beispiel, wie eine Demeter Obstplantage z.B. mit Hilfe von selbstgezüchteten Wildbienen die Plantagen bestäubt. Auch erfuhr man, wie mit natürlichen Tricks verhindert wird, dass die Blüten der Obstbäume erfrieren können. Fotos von der Tagestour brachte uns Volker Lohmeyer mit.

Oktober 2018: Seniorenverband BRH: Menschen brauchen Menschen!

Bei der BAGSO im Oktober 2018 in Bonn
Unüberhörbare Senioren-Stimmen aus dem gesamten Bund trafen sich auf der
Jahrestagung der Bundesarbeitsgemeinschaft der Senioren-Organisationen (BAGSO).

Im Alter soziale Kontakte - die mit der Zeit verloren gehen - erhalten!

(Bonn/Euskirchen) Der Seniorenverband BRH vertrat die Anliegen der älteren Menschen auf der Jahrestagung der Bundesarbeitsgemeinschaft der Senioren-Organisationen (BAGSO), die unter dem Leitgedanken „Gemeinsam sind wir stärker“ stand. Die BAGSO hat unter ihrem Dach über hundert Verbände mit vielen Millionen älteren Menschen bundesweit zusammengeschlossen. Sie ging auf dem Jahrestreffen auch der Frage nach neuen Wegen des kompetenten Alterns nach.

Schon in der Eröffnung der Jahrestagung stimmte die neue Ehrenvorsitzende, Professor Dr. Ursula Lehr, einst Bundesfamilienministerin, mit den Grundsätzen des Seniorenverbandes – der im DBB NRW als einzige Fachgewerkschaft sich ausschließlich um die Belange der älteren Menschen kümmert – überein: „Wie wir altern, haben wir selbst in der Hand!“ Das aber verlange in einer sich ständig verändernden Welt eine ständige Herausforderung der verbandlichen Arbeit. Eine Aufgabe, der sich auch der BRH täglich stellt. Lehr zeichnete das launisch: „Die 70 ist das neue 50!“, und verlegte sich dann ins ‚denglische’, als sie zitierte: „Grey ist the new pink!“

Bei der BAGSO im Oktober 2018 in Bonn
Saß als Stimme der älteren Menschen mit in der ersten Reihe
bei der Jahrestagung der BAGSO: Unser Seniorenverband BRH in NRW.

In den weiteren Beratungen ging es dann um interessante Themen wie verbandliche Arbeit in einer sich verändernden Gesellschaft, um Partizipation und Vernetzung im Wandel und um Chancen und Wege der Zusammenarbeit innerhalb der BAGSO, um nur einzige zu nennen.

BAGSO-Vorsitzender Franz Müntefering, gerade wieder mit überwältigender Mehrheit für weiter drei Jahre an die Spitze der Bundesarbeitsgemeinschaft gewählt, rief dazu auf, in der Seniorenarbeit den vielfältigen Wandel der Zeit aufzunehmen. Er wandte sich damit auch einer Thematik zu, die auch den Seniorenverband BRH immer wieder antreibt: Menschen brauchen Menschen! Helfen und sich helfen lassen!

In den Gesprächen fand sich dann häufige Übereinstimmung, wenn es um Arbeitsschwerpunkte ging: Senioren fühlen sich oft nicht angesprochen! Eine Hauptaufgabe wird sein, im Alter soziale Kontakte - die mit der Zeit verloren gehen - zu erhalten! Eine Offenheit zu Neuem bewahren! Immer wieder neuer Einsatz für Solidarität!

Die Situation, dass mit dem Alter oft soziale Kontakte verlorengehen und dem durch verbandliches Engagement entgegenzuwirken ist, wird ein Schwerpunkthema des BRH im neuen Jahr sein. Müntefering brachte diese Thematik auf den Punkt, als er die Entwicklung beleuchtete: „Der Wegzug von Kindern, das Sterben von Freunden, nachlassende Mobilität, der Tod des Partners und weitere Umstände steigern das Risiko der sozialen Isolation bei den Älteren!“

Diesem frühzeitig vorzubeugen und entgegen zu wirken ist unsere interessante gesellschaftspolitische Aufgabe Der BRH hat darauf reagiert: Zum Beispiel mit seinen vielen Veranstaltungen vor Ort, die immer wieder eine auch finanzierbare Teilhabe aller älteren Menschen ermöglichen, um so auch der eigenen Isolation entgegenzuwirken.

12.10.2018: Im "Ziehharmonika-Bus" ins LVR-Freilichtmuseum Kommern

LVR-Freilichtmuseum Kommern
Rätselraten bei den Senioren: Wurden früher in dieser
Box Pferde vom Hufbeschlagschmied beschlagen?

(Kommern) Frei nach dem Motto „Warum in die Ferne schweifen...“ waren die Senioren zu Gast im LVR-Freilichtmuseum Kommern. (Anmerkung: LVR steht für Landschaftsverband Rheinland). Zusammen mit Tourleiter Günter Dahlem sah man sie unterwegs zu originalen historischen Gebäuden, wie sie einst in den Dörfern zu sehen waren. Zudem konnten sie erleben, wir früher ‚bei uns im Rheinland’ gelebt und gearbeitet wurde.

Unser BRH-Mitglied Anni Scholl war dabei und schildert für den Seniorenverband ihre Eindrücke:

Überpünktlich ging`s zunächst im riesigen "Ziehharmonika-Bus" nach Kommern. Dieses große Gefährt konnte natürlich nicht bis zum Eingang am hohen Hang fahren – es fehlt einfach dafür die Wendemöglichkeit. Aber es gab zum Glück ja ein kostenloses Taxi, welches die Fußkranken dann nach ganz oben brachte. Also, alles gut.

Dann verlief sich die Gruppe auf dem großen Gelände schnell, schlenderte von einem Haus zum anderen und/oder wählte den Weg direkt ins Wirtshaus, wo es eine gute Küche und freundliche Bedienung (Anm.: …die nicht auf den Mund gefallen war!) gab. Übrigens: Bei den historischen Gebäuden fanden die Senioren auch ein bekanntes Haus aus dem Heimatortsteil Elsig.

Die Dauerausstellung "Wir Rheinländer" kam natürlich auch sehr gut an. „Wir Rheinländer" ist das in der Geschichte des LVR-Freilichtmuseums Kommern bislang ehrgeizigste und aufwändigste Ausstellungsprojekt. Ein Projekt, das bislang im Museum fehlte, aber dringend gebraucht wurde. Daneben gab es noch eine weitere Ausstellung, in der es Gebrauchsgegenstände von ca. 1700 bis in die Neuzeit zu bestaunen gab. Viele Dinge erinnerten die Senioren an die eigene Kindheit.

Nach einem sonnigen Herbsttag und noch schnell bei der Holzofen-Bäckerei Kuchen und Brot eingekauft, ging es diesmal mit einem ‚normalen’ Bus recht fröhlich wieder nach Hause.