Rückblicke

Oktober 2021: Mit ‘Urlaub ohne Koffer‘ und dem BRH nach Amsterdam

(Euskirchen) Wenn es um Themen wie Altersdiskriminierung, Bewältigung der Corona-Krise und der Flutkatastrophe, fehlende Mobilität, Einsamkeit, Gesundheit und ‘sicher leben‘ im Alter geht, dann ist man beim Seniorenverband BRH Euskirchen, der sich in seinem ständigen Einsatz für die Belange älterer Menschen regelmäßig in öffentlichen Vorstandssitzungen trifft, zu Gast.

Der BRH bemüht sich auch unentwegt mit einem eigens eingerichteten ‘Sorgentelefon‘ die Befürchtungen und Unsicherheiten der Senioren aufzunehmen, um dann mit seinen ehrenamtlichen Kräften nach Lösungen und Verbesserungen zu suchen. Dabei sind dann auch oft Angehörige der älteren Menschen mit einbezogen, hält doch der Alltag auch für sie - beispielsweise in der Betreuung älterer, erkrankter Familienmitglieder - ständig neue Herausforderungen bereit.

In dem aktuellen Treffen des BRH gab es diesmal ein erfreuliches Thema, das allen Aufwand um eine Seniorenarbeit überstrahlte: Der BRH wird seine beliebte Reihe „Urlaub ohne Koffer“ wieder aufnehmen, verstärkt wieder ältere Menschen zu einem Wiedersehen zusammenführen und ihnen finanzierbare Ausflüge anbieten.

Auftakt macht am 29. Oktober mit Tourenleiter Hartmut Behrendt ein Besuch von Amsterdam. Einen halben Monat später, genau auf dem 11.11., wird man mit Tourenleiterin Karin Olschewski das Kloster Heisterbach besuchen und anschließend als ‘Naschkatzen‘ bei Coppeneur Chocolatier am Rhein auftreten.

In der zeitlichen Abfolge geht es dann bis zum Ende des Jahres zu den Sandskulpturen nach Monschau, zu Besuch auf den Soester Weihnachtsmarkt und zur Weihnachtsparade Valkenburg mit dem märchenhaften „Christmas Fairytales“. Informationen dazu gibt es beim BRH Euskirchen unter 02251 80621.

Vorstandssitzung BRH
Der BRH Vorstand mit Leni Schömer, Gerd Weinand und Günter Dahlem (von li)
konnten den Neustart der Aktion „Urlaub ohne Koffer“ verkünden.

Zurück zur öffentlichen Vorstandssitzung, in dem es auch um einen allgemeinen aktuellen Informationsaustausch ging. Den nutzte BRH Vize-Vorsitzender Joachim Dürer als Mitglied der UWV Kreis Euskirchen - die im Kreis mit den Fraktionen von CDU und FDP für die Wahlperiode des Kreistages Euskirchen eine Listengemeinschaft gebildet hat - aus der Kommunalpolitik zu informieren.

Der Weilerswister ist immer noch durch die Mitgliedschaft im Bildungsausschuss und im Polizeiberat engagiert. In seinem Kurzbericht ging er kurz auf die Hochwasserschäden und deren Beseitigung – die fast alles in der Kommunalpolitik überlagern – ein und erläuterte die Situation um das Berufsbildungszentrum - das beim Unwetter völlig zerstört wurde. Angesichts der Nachricht, dass die KSK Euskirchen das letzte Geschäftsjahr mit einem Gewinn von 800.000 Euro abschloss, gab es bei den Sitzungsteilnehmern Stirnrunzeln. Erinnerte man sich doch, dass Geldinstitute bei guten Geschäftsergebnisse auch auf den Sparkonten Negativzinsen planen und damit gerade auch die älteren Kunden spürbar belasten wollen.

BRH Vorstandssitzung
Vize-Vorsitzender Joachim Dürer (vorne) – hier mit BRH Vorstand Georg Broelingen, Karin Olschewski
und Birgit Lorbach (von re) – nutzte das BRH Treffen, um aus der Kommunalpolitik zu informieren.

Zum Thema  Polizei war der mangelhafte Personalbestand erneut ein Thema. Als Mitglied im Polizeiberat erhielt der Kommunalpolitiker den Auftrag, das BRH Thema „Polizisten auf die Räder“ noch einmal im Beirat anzusprechen.  Die Euskirchener Polizei hat seit Jahren entsprechende Fahrräder und auch die Ausrüstung zur Verfügung stehen, allerdings fehlen die Polizisten für auf die Räder.

September 2021: Seniorenverband BRH erhielt endlich wieder viele Urlaubsgrüße

(Euskirchen) Jetzt haben wir also Herbst, so etwas wie ein 'Sommermonat light'...würde die Werbung sagen. Der September - schon immer der Urlaubsmonat der Senioren - ist im Schnitt wärmer als der Mai. Zudem gilt der September "stabil" und bietet für ältere Menschen die perfekte Gelegenheit für etwas Abwechslung vom derzeitig oft grauen Alltag.

Entsprechend groß ist die Anzahl der uns erreichenden Urlaubsgrüße. In der Folge bieten wir eine kleine Auswahl. BRH Mitglied Gerd W. grüßte vom Gardasee. Zunächst war er mit der Gattin für Tage in Südtirol. Die Anreise erfolgte im eigenen "Erdbeerkörbchen", einem 25 Jahre alten roten Golf III Cabriolet. Dann folgte die Weiterfahrt nach Malcesine am Gardasee mit Schwimmen im See bei angenehmen Temperaturen und die Teilnahme am "Gardasee Klassik" – Oldtimerwandern.

Von einem ganz besonderen Urlaubstag im Höhengebiet von Bad Münstereifel berichten uns BRH Mitglieder Birgit L. und Karin O.: Eine Alpaka Tour. Der Bericht: "An der Leine liefen die kleinen Rehleins, die man auch die Delfine des Landes nennt. Es war sehr entspannend, das Tempo richtet sich nach den Tieren. Da sie ziemlich gefräßig sind, musste fast jedes Blatt und jeder Grashalm dran glauben. Aber, sie zauberten jedem Mit-Wanderer ein zufriedenes Lächeln auf das Gesicht. Ein Blick in die Augen der Tiere und es ist um einen geschehen!" Das scheint was für Ältere, die noch halbwegs laufen können, weil langsam und absolut stressfrei.

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Bild 1: Regina und Gerd W. schwammen im Gardasee…
Bild 2: …und sandten einen Blick auf den See – wie gemalt…
Bild 3: Mit solch kleinen Tieren, Alpakas genannt, waren Seniorinnen unterwegs im Münstereifeler Wald.
Bild 4: BRH-Mitglied Günter G. entdeckte die Pfalz und war voll des Lobes...
Bild 5: Die Kuh gehört dazu beim Almabtrieb in Oberstdorf.
Bild 6: ...und im Süden Europas herrschte immer noch Vermummungs-Gebot.

Unser BRH Mitglied Günter G. besuchte mit Gattin die Pfalz und wählte einen Besuch von St. Martin. Mit schönen Fotos belegt, weil - so der Reisende - Ort und die Umgebung auf die hoffentlich im kommenden Jahr stattfindende große BRH-Reise schon einmal Appetit macht. "Eine tolle Landschaft, reizvolle alte Orte, sehr gute Weine in allen Preisklassen und gutes, deftiges Essen", wird berichtet.

BRH Mitglied Karin O. sandte Urlaubgrüße aus Oberstdorf, wo sie mit Freundin bei herrlichem Wetter jeden Tag unterwegs war: Fellhorn, Nebelhorn, Walmendinger Horn, Söllereck. Kleiner Mangel: In Bayern waren die Corona Bestimmungen sehr streng, In Österreich, öfter waren sie im Kleinwalsertal unterwegs, schien alles entspannter. "Insgesamt sind wir fast 150 km gelaufen und konnten noch scherzen: Wurden zu richtigen Bergziegen!"

Haben auch Sie in der Corona-Zeit und bei Flutkatastrophe ebenfalls wieder Urlaubstage genossen, die andere erfahren sollten, dann informieren Sie uns. (T 02251 80621) WIR BERICHTEN GERNE.

September 2021: Reise in die Pfalz - Aufgeschoben, aber nicht aufgehoben...

Anstelle eines Rückblicks ein Ausblick mit Bild und Text von Günter Gymnich
 
Reise in die Pfalz - Aufgeschoben aber nicht aufgehoben...
...das hat mir bei einem Telefongespräch Voker Lohmeyer gesagt.
 
Ein Programmpunkt war der Besuch von St. Martin. Da ich St. Martin durch zahlreiche Besuche sehr gut kenne, möchte ich Ihnen den Ort und die Umgebung mit einigen Fotos im Vorgriff auf die dann hoffentlich im kommenden Jahr stattfindende Reise vorstellen.
 
Für die Pfalz allgemein gilt: Tolle Landschaft, reizvolle alte Orte, sehr gute Weine in allen Preisklassen und gutes, deftiges Essen.
 
St. Martin ist ein kleiner Ort mit nur 1.800 Einwohnern. Sehenswert ist der historische Ortskern, der seit 1981 unter Denkmalschutz steht. Spaziert man durch den Ort, hat man den Eindruck, in jedem Haus wohnt ein Winzer. Weiterhin gibt es zahlreiche Gastronomiebetriebe. Hier kommt jeder auf seine Kosten.
 
Wer etwas Zeit mit bringt und gut zu Fuß ist, kann am Rande des Pfälzer Waldes zahlreiche leichte Spaziergänge oder auch größere Wanderungen unternehmen.
 
Viel Spaß in der Pfalz
Günter Gymnich

Fotogalerie: St. Martin
Fotos: Günter Gymnich - Klick auf's Bild = Großbild

Fotogalerie:
Wanderung von St. Martin zur Wiege der deutschen Demokratie, dem Hambacher Schloß.
Einen Besuch wert wegen der tollen Aussicht auf die Rheinebene etwa auf halben Weg.
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30.08.2021: Ehrenamtliche Mitstreiter zu bekommen gestaltet sich immer schwieriger

BRH-Vorstand 30.08.2021
Trotz vielen ernsten Themen blieb Zeit für einen Lacher.
Teilblick des Vorstands: Volker Lohmeyer, Manfred Harth,
Georg Brölingen, Leni Schoemer und Gerd Weinand (v.li)

(Euskirchen) Nach Bürgermeister Sacha Reichelt im Juni bekam der Seniorenverband BRH Euskirchen auf seiner letzten öffentlichen Vorstandssitzung Besuch von der SPD Stadtverordneten Helga Ebert. Dies nutzten die Versammlungsteilnehmer zu einem intensiven Informationsaustausch, insbesondere konnte die Ratsfrau berichten, welche Erfahrungen die Kommunalpolitik beim notwendigen Wiederaufbau nach der Flutkatastrophe – die den Kreis Euskirchen schwer getroffen hat - beachten werde. Sie ging auch auf Anfrage kurz auf die weitere Nutzung des weitgehend durch die Flut zerstörten Bürgerhauses „Cityforum“ ein und bestätigte, dass dazu noch nichts entschieden sei.

Besprochen wurde ferner ein Problem, das fast alle Verbände und Vereine getroffen hat: Ehrenamtliche Mitstreiter zu bekommen gestaltet sich immer schwieriger. Auch beim BRH Euskirchen finden Altgediente keine Nachfolger, kaum ein Senior will eine Verpflichtung eingehen. Doch von den Ehrenamtlern lebt der Seniorenverband, das gilt übrigens auch landesweit. Die BRH-ler waren sich einig: Es muss gelingen, dass ältere Menschen wieder verstärkt Verantwortung übernehmen, Zeit investieren. Der mahnende Ruf war deutlich: Wenn hier kein Umdenken einsetzt, werden auf Dauer nur die Gemeinschaften mit bezahlten Kräften überleben.

Wie es nun weitergeht und wie es gelingt, Ehrenämter im BRH zu besetzen, soll nun auf einem weiteren Treffen Anfang Oktober erörtert werden. Keine leichte Aufgabe, wenn die Befürchtung zutrifft: „Das Problem ist offensichtlich ein spürbar zunehmender Egoismus in der Gesellschaft!“

Beschlossen wurde, dass das Veranstaltungsprogramm des BRH „Urlaub ohne Koffer“ möglichst bald wieder aufgenommen werden soll. Dazu wurden etliche interessante Ziele für Tagesveranstaltungen ins Auge gefasst.

„Alle schauen weg! Keiner interessiert sich für den anderen!“ Wie wenig das stimmt, hat ein BRH-Vertreter in der Flut-Katastrophe bewiesen. So war beeindruckend der Bericht des Tourenleiters Hartmut Behrendt, dem es am ersten Morgen der Flutkatastrophe gelang, allein mit Manneskraft ein Auto aus einer mit Wasser vollgelaufenen Eisenbahnunterführung auf festen Boden zu ziehen. Und erst dann bemerkte, dass damit ein in dem Fahrzeug noch in Schockstarre sitzender älterer Fahrer gerettet werden konnte.

Ein weiteres erfreuliches Ergebnis dieser Vorstandsitzung mit allgemeinen unterschiedlichen Berichten aus vielen Bereichen brachte der gegenseitige Austausch in Präsenzform. Einhellige Meinung: Endlich sieht man sich wieder, spricht miteinander, kann sich in die Augen sehen...

August 2021: Seniorenverband BRH: Immer noch Müllberge im Blickfeld, Ölteppiche treiben im Wasser

(Euskirchen) Vier Wochen nach der verheerenden Flutkatastrophe wird dem Seniorenverband BRH von seinen Mitgliedern berichtet: Es ist weiterhin ein bedrückendes Bild, das sich gerade den älteren Mitmenschen täglich bietet: Überall liegt Müll herum, die Luft ist stickig, selbst in Ästen und Büschen hängt noch der Unrat, an den Wasserflächen bilden Abfall und Treibholz nicht selten eine geschlossene Schicht. Im Wasser treiben Ölteppiche. Aber auch andere Gefahrenstoffe wie Benzin, Öl, Farben, Lacke und Haushaltsreiniger sind sichtbar.

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Foto 1: Ein Stillleben im Sommer 2021: Sperrmüll mit Notstromaggregat immer noch vor der Haustüre. (Foto: Robert Klütsch)
Foto 2: So wird das ganze Ausmaß der brutalen Zerstörung deutlich - verursacht durch Wasserläufe, bei denen aus unbedeutenden „Rinnsalen“ reißende Flüsse geworden waren. (Foto: Günter Gymnich)

Keiner will sich heute festlegen, wie lange die Beseitigung dieser Schäden noch dauern wird. Ein Termin ist nicht abzusehen. Im „BRH Land“ wie Bad Münstereifel (BRH Euskirchen) sind besonders die Senioren schwerst betroffen. Fast täglich zeigt sich immer wieder neu das ganze Ausmaß der brutalen Zerstörung in vielen Ortsteilen – oft verursacht durch Wasserläufe,  bei denen aus unbedeutenden „Rinnsalen“ reißende Flüsse geworden waren.

Die Meldungen über unvorstellbare Zerstörungen mit verheerenden Schäden wollen nicht enden. Auch Erfreuliches: Durch den mutigen Einsatz eines Bauunternehmers am verstopften Grundablass der großen Steinbachtalsperre (Euskirchen) konnte fast in letzter Minute ein Dammbruch und damit eine riesige Katastrophe verhindert werden.

Zu bewundern ist aber auch, wie die Flutopfer, die Nachbarschaft, Freunde und viele freiwillige Helfer und öffentliche Einrichtungen wie Feuerwehr mit großem, unbändigen Einsatz und Elan sofort wieder mit den Aufräumarbeiten begonnen haben. Dabei war die Verzweiflung und Trauer derjenigen, die auch Angehörige und Freunde, ihre Wohnung und teilweise auch ihre berufliche Existenz verloren haben, groß! Der Überlebenswille aber noch größer! Umso wichtiger ist es, den Betroffenen nun auch durch unseren Staat nach Kräften zu helfen. 

Mut machende Bekundungen erreichten den BRH aus allen Landesteilen. Die Hochwasser Katastrophe war offensichtlich auch ein internationales Thema. So kamen Anfragen aus Neuseeland und Japan. Sachsen meldete sich vom dortigen Seniorenverband, BRH Vorsitzende Rita Kiriasis-Kluxen: „Wir wünschen Euch Kraft und Durchhaltevermögen!“

Juli 2021: Beethovens Jubiläum und wir feiern mit

Seniorenverband BRH erfüllte Wunsch:
Verreisen und endlich wieder was anderes sehen

(Euskirchen) Diesen Wunsch ‚verreisen und endlich wieder was anderes sehen‘ hatten beim Seniorenverband BRH sicherlich viele Mitglieder: Endlich mal raus aus dem grauen Alltag! Und dennoch: Nach der Corona-Pandemie hatte nun die Hochwasser-Katastrophe vielen Senioren beim Auftakt „Urlaub ohne Koffer“ das Mitmachen vermiest, es hagelte beim Seniorenverband BRH vor dem Start Absagen. Wer aber in der kleinen Gruppe dabei sein konnte, wurde nicht enttäuscht. Schönstes Wetter begleitete die älteren Menschen des BRH auf seiner Spurensuche zum 251. Geburtstag von Ludwig von Beethoven, gutgelaunt und mit einem Gefühl des "endlich einmal was anderes sehen" stellte sich die "Urlaub ohne Koffer Gruppe" dem Gang durch und um Bonn.

Tourleiterin Karin Olschewski hatte bei allen Querelen der letzten Tage um das Hochwasser dennoch einen guten Griff mit dem Programm getan, Bonns Stadtführer Heinz Hönig war in seinem Element. Ihm gelang es auf dem Beethoven Rundgang durch Bonn immer wieder, auch eine kleine Stadtbesichtigung für die älteren Menschen einzubinden. Es ging bis zum Beethoven-Haus, vorher lagen die Stationen im Rathaus mit einer Besichtigung, die Sternenstraße, die Herz Jesu Kirche,  die Wenzelgasse – eigentlich alles, was mit dem Musikgenie zu tun hatte – an. Dabei wusste Heinz Hönig auch geschickt, alles einfließen zu lassen, zum Beispiel auch, woher die unterschiedlichen Namen - die fast jeder schon einmal gehört hatte - eigentlich kommen. Wer weiss das schon, dass früher nur alle Wege  in Bonn, die auf ein Stadttor führten, den Titel ‚Straße‘ tragen durften, alle anderen Wege wurden nur zur ‚GASSE‘.

Bild 1: Gutgelaunt und einem "endlich einmal was anderes sehen" stellte sich die "Urlaub ohne Koffer Gruppe" vor Eingang Schloss Drachenburg

Bild 2: Bonns Stadtführer Heinz Hönig (li verdeckt) gab für die Tagesurlauber viele Erklärungen, unter anderem zum Siebengebirge und der Drachenfelsbahn.

Bild 3: Beethoven - hier auf dem Bonner Marktplatz vor dem alten Rathaus bei seiner Verabschiedung zu seiner Wienreise - soll Grüße für den BRH abgegeben haben.

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Schließich ging der Blick dann auch zum Siebengebirge, das seinen Namen nicht von sieben Bergen - wie die Euskirchener erfuhren –, sondern von ‚Siefen/Feuchtgebiet‘ hat und es statt sieben genau 42 Erhebungen aufweist, davon sieben ganz markante. Aber, es blieb nicht nur beim Blick: Man ‚erkletterte‘ auch dank der traditionsreichen Drachenfelsbahn natürlich den Drachenfels selbst, auf dem Beethoven der Überlieferung nach mehrmals aufstieg.

Für die Senioren aber ging‘s zur Besichtigung ins Schloss Drachenburg, die Beethoven nie kennengelernt hat, sie wurden zum Rundgang eingeladen und genossen schließlich die Köstlichkeiten des Cafés. Zudem riskierte man von oben einen Rundblick in dieser Region ins älteste und größte Naturschutzgebiet in Deutschland.

Zwei Begebenheiten am Rande: „Ob Beethoven selbst auch da sei?“ reagierte man da oben schlagfertig: „Nein, aber er hat Grüße für den Seniorenverband BRH bestellt!“ Und wer es noch nicht wusste: Station wurde auch im alten Gasthaus „Ruland“ gemacht, wo einst die Premiere für den bekannten Song „Der Mai ist gekommen...“ stattfand. Und es gab Lob für den BRH von einer Teilnehmerin: „Ich stecke zu Hause seit Tagen dank der Flut im Wasserschlamm und bin so froh, an einem solch herrlichen Tag auch einmal aus dem Dreck zu kommen und das zu genießen.“

Juni 2021: Bürgermeister Sacha Reichelt zu Besuch beim BRH

Zur Information klopfte Bürgermeister Sacha Reichelt beim Seniorenverband BRH an

Euskirchen. Ein interessantes und informatives Gespräch führte Euskirchens neuer Bürgermeister Sacha Reichelt mit dem Vorstand des Seniorenverbandes BRH Euskirchen über die ehrenamtliche Arbeit des Verbandes. Fast drei Stunden Zeit nahm sich Euskirchens 1. Bürger, um die Bemühungen des "Schutzwalls gegen alle Versuche, die Generation der älteren Menschen zu benachteiligen", kennenzulernen.

Nur ganz kurzfristig wurden bei der Runde im BRH-Vorstand mit dem Euskirchener Bürgermeister (mi)<br>für den Fotomoment die Corona-Abstandsregeln aufgehoben.
Nur ganz kurzfristig wurden bei der Runde im BRH-Vorstand mit dem Euskirchener Bürgermeister (mi)
für den Fotomoment die Corona-Abstandsregeln aufgehoben. (Klick auf Bild = Großbild)

Der BRH-Vorstand führte mit einer kurzen Präsentation seiner Bemühungen durch die vielfältigen Aktivitäten des Verbandes, erwähnte insbesondere den ehrenamtlichen Einsatz. So hörte Bürgermeister Reichelt nicht nur etwas über die gelungenen Aktivitäten „Urlaub ohne Koffer“, die regelmäßig ältere Menschen in großer Zahl zusammenbringt, sondern erfuhr auch etwas über das vom BRH für ältere Menschen eingerichteten Sorgentelefon, das BRH-Bildungswerk und die verschiedenen Aktionen, wie die Aufrufe an die Älteren „Mischen Sie sich ein!“.

BRH Tourenleiter Volker Lohmeyer (li) erläuterte Bürgermneister Sacha Reichelt die beliebten Aktionen "Urlaub ohne Koffer"
BRH Tourenleiter Volker Lohmeyer (li) erläuterte Bürgermneister Sacha Reichelt
die beliebten Aktionen "Urlaub ohne Koffer"

Sacha Reichelt hatte auch bei dem Gesprächsaustausch ein offenes Ohr für Sorgen und Wünsche der Ehrenamtler im BRH. Da war zum Beispiel der Hinweis zu geplanten Verkehrsberuhigungen im Stadtbereich, zum Beispiel notwendiger Kreisel an dem Gefahrenschwerpunkt Ecke Münstereifeler Straße/Billiger Straße und die Bekanntgabe des Umfrageergebnisses bei älteren Menschen mit dem Ergebnis: „Der privateigene PKW ist für den Einkauf das beliebteste Fahrzeug!“

Zudem die Ansage zur Sorge um das Funkloch im Wandergebiet um die Steinbach Talsperre und die Bitte, die Fahrkarte für den innerstädtischen Busverkehr „Sechzig plus“ nicht auf 12 Monate, sondern auch für eine  monatliche Nutzung einzurichten. Der BRH konnte dazu berichten, dass viele ältere Menschen ihr Fahrzeug im Winter stehen lassen, die „Sechzig plus“ dann aber nicht kostengünstig nutzen können, weil nur jährlich eingerichtet. Die Anregungen sollen nun aktuell in der Verwaltung geprüft werden.

Es gab auch Lob für den Bürgermeister. Zum Beispiel zur Art und Weise, wie die Stadt unter Beteiligung der Bürgermeinung es unternimmt, die Bahnhofstraße wieder zur wichtigen beruhigten Einkaufsmeile umzufunktionieren. Im Übrigen ging aus dem Gespräch auch die Anregung hervor, ob man die beliebte und eingestellte BRH-Reihe „Talk im Annaturm“ wieder aktivieren sollte. Betont wurde zudem die gute Zusammenarbeit und Kommunikation mit Dienststellen der Verwaltung.

Der in einer entspannten und fast fröhlichen Atmosphäre stattfindende informative Austausch war für den BRH Vorstand ein positives Signal für eine zukünftige gute und vertrauensvolle Zusammenarbeit mit dem neuen Bürgermeister. Es wurde zudem mit der Zustimmung des Bürgermeisters vereinbart, Themen des Seniorenverbandes in weiteren Gesprächen zu verfolgen und zu vertiefen.