Rückblicke

April 2018: Mitgliederversammlung der Landesseniorenvertretung

Die Stimme der älteren Generation ist sich einig:
LSV NRW und BRH NRW stehen für "Alter – jetzt überall in Bewegung"

(Köln/Euskirchen) "Eine demokratisch legitimierte, direkt gewählte Seniorenvertretung kann mit einem anderen Selbstbewusstsein gegenüber Rat und Verwaltung auftreten!" Markige Sätze fielen auf der Mitgliederversammlung der Landesseniorenvertretung NRW (LSV), zu der sich Delegierte aus den über 160 gewählten kommunalen Seniorenvertretungen des Landes versammelt hatten. Der Seniorenverband BRH war dabei als aktive Vertretung der Älteren - die auch wahrgenommen wird - durch Hans Burggraf und Dr. Volkhard Riedel vertreten.

Die Verankerung der Seniorenvertretungen als Hauptsatzungseinbindung war eins der vielen Themen, die angegangen wurden. Die Vertretung des Gastgebers Köln wird 40 Jahre alt und machte darauf aufmerksam, dass man auf eine in direkten, freien und geheimen Wahlen zusammengesetzte Seniorenvertretung stolz sei. Karl-Heinz Pasch von der Seniorenvertretung Köln brachte es auf den Punkt: "Eine deutliche Aufnahme in die Gemeindeordnung wäre ein aktiver Beitrag zu einer lebendigen Seniorenpolitik und würde auch der Landesseniorenvertretung eine größere demokratische Legitimität geben!"

Ansonsten hatten die Seniorenvertreter ein umfassendes Tagespensum an Themen abzuarbeiten, in denen es weitgehend darum ging, das Alter zu gestalten, Anerkennung und Wertschätzung zu finden. In fast zwanzig Anträgen, die sich unter anderem mit einer Digitalisierungsoffensive im ÖPNV, einem Bündnis Sozialticket NRW, der Altersarmut durch Rentenkürzungen bei Witwen und der Preispolitik der Verkehrsverbunde beschäftigten, wurden Arbeitsaufträge an die Landesseniorenvertretung um Vorsitzende Gaby Schnell (Altenberge) der Dachorganisation für das neue Arbeitsjahr mit auf den Weg gegeben.

Vorsitzende Gaby Schnell (LSV), Hans Burggraf (BRH) sowie Vize-Vorsitzender Jürgen Jentsch (LSV)
Vorsitzende Gaby Schnell (LSV), Hans Burggraf (BRH) sowie Vize-Vorsitzender
Jürgen Jentsch (LSV) präsentierten sich in Köln als Stimme der älteren Generation. (von re)

Wichtig aus Sicht des Seniorenverbandes waren drei vom BRH bei anderer Gelegenheit schon geforderte Themen, die einmal mehr bewiesen, wie nah der Seniorenverband an den Problemen der Älteren steht:

  • Abschaffung der Budgetierung ärztlicher Leistungen, damit auch gesetzlich Versicherte im letzten Quartalsmonat noch Termine bei Ärzten bekommen können,
  • Berücksichtigung aller vor 1992 geborenen Kinder mit 3 Entgeltpunkten bei der Mütterrente II und
  • Berücksichtigung von Kindererziehungszeiten bei der Berechnung des Ruhegehaltes von Beamtinnen ähnlich der Mütterrente.

Im weiteren Verlauf des Tages ging es um Nachwahlen zum Vorstand und um Ehrungen.

Verdiente Seniorenvertretungen vor Ort wurden ausgezeichnet und gewürdigt, Hildegard Jaekel und Dr. Martin Theisohn, die sich seit Jahren in die LSV-Vorstandsarbeit einbringen.

Bleibt festzuhalten, dass sich auch der BRH - der stets vor Ort ein Ohr für die Bedürfnisse der älteren Menschen hat – sich dem neuen Schwerpunktthema des LSV angeschlossen hat: "Alter – jetzt überall in Bewegung!"

3. Mai 2018: Tagesfahrt Köln mit dreistündiger Hafenrundfahrt

Köln per Schiff war hoch interessant

(Köln) Einen Volltreffer landete Tourenleiter Klaus Reimer mit seinem Angebot, dem Kölner Hafen einen weiteren Besuch per Schiff abzustatten. Fast 60 Senioren waren mit ‚on tour’ und am Ende restlos begeistert. Günter Gymnich brachte es mit seinem Urteil auf den Punkt: "Man glaubt die nähere Heimat zu kennen, aber bei der Hafenrundfahrt wurde deutlich, wie viel mehr Köln zu bieten hat.“ Nicht zuletzt durch die anekdotenreiche und informative Begleitung der Hafenrundfahrt durch die freundliche Reiseleiterin seien die drei Stunden eine echte Bereicherung gewesen.

Ab der Anlegestelle 10, wo man an Bord ging, wurde gestartet, zunächst rheinaufwärts bis zu den Kranhäusern und zum Rheinauhafen. Bewundert wurde die Symbiose zwischen Historie und Moderne. Trotz innovativer Bauten war das alte Hafenflair noch spürbar, gleichwohl bilden exklusive Wohn- und Bürohäuser ein Ensemble mit einstigen Silos, Lagerhallen und Hafengebäuden. Dennoch waren sich einige Teilnehmerinnen angesichts der teuren Wohnflächen einig: "Wohnen möchte ich hier nicht!"

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Die Moderatorin der Stadt Köln erläuterte während der gesamten Schifffahrt jede Einzelheit auf den beiden Rheinufern und zu den Häfen. Heinz Reul, selbst Kölner: "Einiges war für mich unheimlich interessant und es ergab viel neues Wissen über meine Heimatstadt." Es folgten nämlich nach dem Start die Stationen rheinabwärts an der Severinsbrücke, Deutzer Hafen, Deutzer Brücke, Hohenzollernbrücke, Zoobrücke, Mülheimer Hafen, Mülheimer Brücke, Niehler Häfen und die Fordwerke. Kurz vor Leverkusen wendete das Schiff und es ging zurück. "Es war eine ganz tolle Fahrt mit dem Schiff und den vielen Häfen", resümierte Reul am Ende immer noch begeistert.

Abschluss wurde dann für die Unentwegten im Brauhaus "Gaffel am Dom" gestaltet. Für einige nicht mit Flöns und Mett, sondern "typisch kölsch" mit Bruschetta mit Tomaten...

Für die wirklich sehenswerten Fotos von dieser Tour sorgte BRH-ler Günter Gymnich. Für eine weitere Fotogalerie danken wir dem Kölner Heinz Reul (in Kürze an dieser Stelle).

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23. April 2018: Euskirchener liefen den Elefantenweg beim WDR

(Euskirchen) Tourenleiter Günter Dahlem läutete angesichts der großen Nachfrage eine weitere Runde "WDR, wir kommen" ein und war erneut zu Besuch beim Heimatsender in Köln. Teilnehmer Albert Klinkenberg berichtet, dass dieser Besuch bei "unserem WDR" mehr als nur eine reine Studiobesichtigung war.

Unter fachkundiger Führung seien viele interessante Details der Fernseharbeit erklärt worden. So verfüge der WDR über einen Hörfunkbereich mit mehreren Sendern. Daneben produziere er jährlich ca. 100 Hörspiele für Hörspielbegeisterte und die vielen Blinden oder Sehschwachen, für die das Fernsehen als Medium nicht zur Verfügung steht. Klinkenberg überrascht: “Erstaunlich die bei der Hörspielherstellung angewandten akustischen Tricks!“

Beim WDR

Günter Dahlem, auch Senioren-Bundesehrenvorsitzender der DBB-Mediengewerkschaft, war es gelungen, trotz laufenden Umbauarbeiten mit Sondergenehmigung Besuche des Sportstudios und des Senderaums "Hart aber fair" zu ermöglichen. Auch den "Elefantenweg" durften die Euskirchener gehen. Der Gang verdankt in Fachkreisen seinen Namen einem Gag, als vor Jahren der WDR den Wunsch einer älteren Hörerin erfüllte und sie im Studio tatsächlich auf einen lebenden Elefanten aus dem Zirkus reiten ließ.

Zum Abschluss ergänzt dann BRH-ler Klinkenberg den Bericht so: "Die Liebhaber kölscher Kultur und auch Kneipenkultur" konnten anschließend noch die hinreichende Zeit bis zur Rückfahrt mit der DB nutzen.

20. April 2018: Im Hänneschen-Theater

Kölsche Irrungen und Verwirrungen sorgten für Schmunzeln und Heiterkeit

(Köln) Schon lange bevor sich symbolisch der erste Vorhang im Kölner Puppentheater hob, war der Spieltermin ausverkauft. Dafür sorgten um die hundert Senioren aus Euskirchen, die mit Tourenleiter Klaus Reimer angereist waren. Darunter als Gast auch der BRH-Vorsitzende aus Erkelenz, Ludwig Böllertz.

Im Verlauf des Nachmittags war dann verraten worden, dass die Fußballgrößen - wegen der Schadenfreude wohl jene aus Bayern - tatsächlich bei all ihren Pokalsiegen immer nur Fälschungen gebützt hatten. Dafür war dann "om Lesermaat" für Stunden Gelächter bei der Aufführung "Ne falsche Fuffzijer"angesagt.

Geboten wurde ein Stoff aus kölschen Irrungen und Verwirrungen, der für turbulente Situationskomik auf der Bühne und dann auch für Schmunzeln und ständige Heiterkeit im Publikum sorgte. Hänneschen lehnte sich bei der Aufarbeitung seiner Schandtaten an die Figur des bekannten Dorfpfarrers Don Camillo an und sprach natürlich auch per direkten Draht mit dem lieben Gott. Zu den Schandtaten gehörte, dass der einst elfjährige Schäl mit außerordentlich künstlerischen Talenten ins Sportlerheim eingebrochen und die begehrten Fußball-Trophäen geklaut und durch Kopien ersetzt hatte.

Zum Finale gab es schließlich minutenlang tosenden Applaus und stehende Ovationen. Die Euskirchener waren sich als Stammgäste in Köln diesmal einig: Das hatte man im Hänneschen Theater schon lange nicht mehr erlebt! Mit dem BRH-ler Bernd Hilger stimmten alle überein: "Das war mit Abstand die beste Aufführung seit Jahren. Hat uns allen viel Spaß gemacht!" Und auch Annegret Hilger stimmte zu: "Bis ins kleinste Detail, gut gemacht!"

Der Seniorenverband BRH war so begeistert, dass er für den Mai 2019 schon wieder hundert Karten orderte. Die Fotos vom Besuch brachten uns Bernd Koherr und Klaus Reimer mit.

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11. April 2018: Mit der Bimmelbahn zu Kölns Schokoladenseiten

Senioren erlebten einen von dem Tag "per Bimmelbahn op Jöck"

(Köln) Es war schon eine tolle Idee, die Tourenleiter Klaus Reimer da umsetzte und zur Kölner-Altstadttour mit der bekannten grün-gelben Bimmelbahn einlud. Gesteuert von einem super-launigen Fahrer Ralf Vollmeyer und begleitet von dem besonders gut aufgelegten Kölner Barden Hans Jürgen Jansen erlebten die Senioren typische kölsche Ecken mit den passenden Informationen zum Gesehenen. "Es war informativ und sehr schön, wir erlebten die Stadt in einer besonderen Attraktion", meldete sich eine Teilnehmerin. Man habe zudem interessante Fakten gehört. Dabei habe keineswegs die Erfahrung verdorben, dass es oft entlang der Kopfsteinpflasterstraßen richtig klapperte und zuckelte.

"Das ist nicht nur ein tolles Erlebnis, sondern man sieht die Stadt einmal aus einer ganz anderen Perspektive", meinte auch Georg Brölingen und schwärmte von dem Tag "per Bimmelbahn op Jöck". Die Bimmelbahn habe ihren Charme, man kann sie mögen oder auch nicht. Da sei auch nicht schwerwiegend gewesen, dass alles etwas eng zuging, die Knie oft zu lang wirkten. "Aber, das gehört einfach dazu, das muss man dabei erwarten!" Dass man dann auch noch die "Schäl Sick" mit dem bekannten "Hyatt" angesteuert und hier pausiert habe, sei ein besonderes Bonbon gewesen.

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Zum Abschluss landeten dann die Senioren – die übrigens umweltfreundlich mit der Bahn die Domstadt erreicht hatten – in der super leckeren und tollen Atmosphäre auf ein Kölsch oder eine Portion "Himmel un Äd" im kölschen Brau- und Wirtshaus "Gaffel am Dom". Es war nicht anders zu erwarten: Hier wartete der typisch kölsche "halven Hahn". Die Foto-Galerie stammt von unserem Mitglied Bernd Koherr, der dankenswerter Weise die Eindrücke festhielt.