Rückblicke

Aug. 2020: Positive Resonanz zur Landesgartenschau Kamp-Lintfort 2020

(Euskirchen) Auf eine erstaunlich positive Resonanz stieß unser Bericht von Günter Gymnich zur Landesgartenschau Kamp-Lintfort 2020. Ein Besuch der Landesgartenschau NRW hatte ursprünglich auf dem Besuchsprogramm des Seniorenverband BRH gestanden. Der Corona-Situation geschuldet, musste diese Tour mit Tourleiter Volker Lohmeyer, für die sich viele Senioren interessierten, abgesagt werden. Dafür hatte BRH-Mitglied Günter Gymnich für den Seniorenverband schon einmal erkundschaftet, was die älteren Menschen in der Landesgartenschau erwartet. - Sein Fazit: Für Gartenfreunde auf jeden Fall die Reise wert!

Viele ältere Menschen hatten sich dann für die Darstellung des Besuchs interessiert. Nachfolgend ein kleiner Auszug aus den Zuschriften. "Danke für die wunderschönen Bilder", meldeten sich Gertrud Müller und Hans-Georg Löhndorf. Gleicher Meinung waren Anna und Georg Scholl: "Vielen Dank für die schönen Fotos von Günter Gymnich. Wir haben uns darüber sehr gefreut." Gefreut hat sich auch Sophia Frings: "Vielen Dank für die wundervollen Bilder. Ein kleiner Ersatz für die verschobene Reise dort hin."

Ursula Brühl und Robert Klütsch runden das Bild ab und haben sich viel Zeit genommen: "Eine tolle Idee, der zur Zeit ruhenden BRH-'Reisegemeinschaft ohne Koffer' durch wiederum gelungene Fotos die Reiselust zu erhalten. Für uns haben sich die Reisen mit und ohne Koffer bis jetzt auf Null reduziert. Ersatzweise machen wir kleinere Wanderungen 'mit Rucksack' in nächster Euskirchener Umgebung, wie z. B. Billiger Wald mit der höchsten Erhebung im Stadtgebiet von Euskirchen und bei dem trockenen Wetter ganz tollen Fernsicht. Das Thema Abstand ist dank geringem Verkehrsaufkommen und ausreichend Platz nicht der Rede Wert." Beide wünschen noch: "Weiterhin von Corona verschont bleiben und die Hoffnung auf einen baldigen nebenwirkungsfreien Impfstoff nicht aufgeben!"

Juli 2020: Günter Gymnich von der Landesgartenchau in Kamp-Lintfort

Landesgartenschau NRW: Für Gartenfreunde auf jeden Fall die Reise wert.

(NRW) Der Besuch der Landesgartenschau NRW in Kamp-Lintfort stand auf dem Besuchsprogramm des Seniorenverband BRH. Der Corona-Situation geschuldet, musste diese Tour, für die sich viele Senioren interessierten, abgesagt werden.

Gleichwohl wurde die Landesgartenschau NRW wohl als einzige im Bund in diesem Jahr geöffnet. Dort, wo in der knapp 40.000-Einwohner-Stadt nordwestlich von Duisburg sich viele Jahrzehnte alles um den Steinkohlebergbau drehte, befindet sich nun ein grünes Pendant. Auf dem Kamper Berg liegt das denkmalgeschützte Kloster Kamp, das die BRH-Senioren schon einmal vor zwei Jahren besuchten.

Was die älteren Menschen in der Landesgartenschau erwartet, hat nun BRH-Mitglied Günter Gymnich für den Seniorenverband schon einmal erkundschaftet. Er brachte schöne Fotos mit und berichtet: "Die geplante BRH-Reise war ja leider nicht möglich, deshalb sind wir per PKW nach Kamp Lintfort gefahren. Ob es sich lohnt, ist auch eine individuelle Angelegenheit. Für Gartenfreunde sind die Mustergärten auf jeden Fall die Reise wert. Es gibt viele Anregungen. Auch wichtig, die Blumen und Sträucher etc. sind beschriftet. Wenn einem etwas gefällt, kann man sich so problemlos Notizen machen.

Nicht zu vergessen: Es gibt auch einen Verkaufsbereich für Pflanzen und wie immer kitschige Dekor-Artikel. Ein Shuttlebus fährt alle 15 Minuten in Richtung Kloster Kamp. Darauf sollte man auf keinen Fall verzichten. Hier wurde kräftig investiert. Die Gartenanlage ist absolut sehenswert. Für Musikfreunde gibt es mehrmals täglich klassische Musik. Nicht so gut fanden wir das Angebot für Essen und Trinken. Aber noch ein Tipp: Der Italiener neben dem Nordausgang ist sehr gut."

Bevor Gymnich seine Foto-Galerie zeigt, weiß er noch zu berichten: "Wohl bedingt durch die Pandemie, ging es überall eher ruhig zu. Einen Parkplatz zu finden war problemlos und erstaunlicherweise auch ohne Gebühr!"

Fotos: Günter Gymnich - Klick auf's Bild = Großbild

Juli 2020: Ferienwohnung ideal in Corona-Zeiten

Familie Speichert: Ferienwohnung ideal
Ferienwohnung: Familie Speichert
an der belgischen Nordseeküste
Klick = Großbild

(Euskirchen) Dieser Sommer wird ganz anders. Weit zu verreisen, scheint gerade für Ältere nicht möglich. Dabei ist auch bei Senioren das Bedürfnis, einmal den Alltag hinter sich zu lassen, besonders groß. Und es ist ein angenehmer Urlaub auch in Zeiten von Corona möglich. Statt in den Flieger zu steigen und eine First-class-Unterkunft auf Irgendwo zu suchen, gibt es ebenso schöne Alternativen nicht weit von zu Hause entfernt: Ein Großteil der deutschen Urlauber zieht derzeit einen Ferienhaus-Urlaub in der Nähe einer Fernreise vor! Zum Beispiel Unterkünfte in Deutschland und den naheliegenden Nachbarländern, die die Sehnsucht nach Ferne und Freiheit stillen.

Unser BRH-Mitglied Siegfried Speichert kann dazu berichten: Ferienwohnung ideal in Corona-Zeiten. Der Senior: "Nach einer Woche Urlaub an der Nordseeküste in Belgien kann ich nur sagen: In diesen Ausnahmezeiten ist der Urlaub in einer Ferienwohnung ideal." Ist er auch ansonsten gerne in Hotels und genießt den Service dort: "Wenn aber wie jetzt dort bei jeder Mahlzeit dauernd Masken zu tragen sind, die nur zum Verzehr abgenommen werden dürfen, und dauernd Abstand gehalten werden muss, ist das überhaupt kein Vergnügen und lässt keine Urlaubsstimmung aufkommen".

Und, man lese das ja auch von Urlaubern in Hotels. Wie schön dann, wenn man für sich eine Wohnung hat und nur bei Bedarf in ein Geschäft oder Hotel einkehrt, und nur dann eine Maske tragen muss. "Das wird in Belgien genau wie bei uns praktiziert und das ist gut so." Und er berichtet weiter: "An der Strandpromenade von De Haan läuft fast niemand mit Maske herum und am Wasser schon gar nicht. Das ist fast wie zu normalen Zeiten. Und die Küste scheint weniger überlaufen zu sein als die deutsche. Verkehrs- und Zugangsprobleme zum Strand gab es nicht. Es war ein schöner Kurzurlaub bei bestem Wetter."

Haben auch Sie solch ein Urlaubserlebnis 2020 schon erfahren oder haben Sie erst Urlaubspläne 2020? Dann berichten Sie uns. Wir geben Ihre Erlebnisse gerne weiter und lassen andere an schöne Urlaubserinnerungen teilnehmen.

April 2020: Bewegung verbessert das Befinden und steigert die Lebensqualität!

(Kuchenheim) Wenn man sogenannte Bewegungsmuffel in unserem Bekanntenkreis mit denjenigen vergleicht, die regelmäßig sportlichen Aktivitäten nachgehen, dann kommt man schnell zum Fazit: Wer sich viel bewegt, lebt besser. Bewegung verbessert das Befinden und steigert die Lebensqualität, insbesondere dann, wenn man beobachtet hat, welch wunderschöne erste Frühlingstage bereits hinter uns liegen. Wir vom Seniorenverband BRH stellen Ihnen heute eine Art der Bewegung vor, die vielleicht so manchen fasziniert: Mit dem Sesseldreirad in die Eifel.

Der Hinweis kommt von BRH-Mitglied Siegfried Speichert: "Mit einem bequemen Dreirad über die Felder in die Eifel zu fahren ist ein Vergnügen. Besonders, wenn man seit einigen Jahren auf den Rollator angewiesen ist, wenn man sich außer Haus bewegt. Auch wenn der Rollator wegen seiner großen Räder selber auch eifeltauglich ist, habe ich das Radfahren doch sehr vermisst!"

Siegfried Speichert

"Er habe wieder mehr Reichweite", berichtet BRH Mitglied Siegfried Speichert. Er flitzt durch
die Felder und sogar über Bergwege und zum nahen Steinbachsee mit Höhenunterschieden.
Frei nach dem Motto: : Wer sich viel bewegt, lebt besser.

Speichert kam vor einem Jahr auf die Idee, ein Dreirad müsse her. Und so hat er bei zwei Bonner Fahrradhändlern – in seinem Heimatort gibt es keine Modelle zum ausprobieren – auf verschiedenen Dreirädern geprobt, ob das für ihn überhaut in Frage kommt. Und das war richtig so. Denn auf normalen hochrädrigen Einkaufsrädern mit Sattel kam er nicht zurecht. Aus der Erfahrung berichtet er: "Als Zweiradfahrer stützt man sich auf den Lenker, um das Rad auszubalancieren. Das darf man beim Dreirad nicht!"

Nun gibt es für Senioren Dreiräder mit kleineren Rädern und Lehnsessel. Darauf sitzt man von Anfang an entspannt und hat die Füße jederzeit am Boden. Und sofort kann man losfahren. Umlernen muss man nur wegen der Kurventechnik. Kurven müssen deutlich langsamer genommen werden als mit dem Zweirad. Und man muss auf die Bodenneigung achten. Radwege sind oft in der Kurve nach außen abgeschrägt, was im Tempo berücksichtigt werden muss wegen einer gewissen Kippgefahr.

Einen Sommer ist unser BRH’ler zunächst ohne elektronische Unterstützung (Pedelec) gefahren. Aber wegen seiner Muskelschwäche erwies sich das zu anstrengend. Sein aktuelles Rad ist jetzt dementsprechend nachgerüstet, und so flitzt er durch die Felder und sogar über die Bergwege zur Hardtburg und rund um den nahen Steinbachsee mit Höhenunterschieden, und das schon seit Februar. Außer bei Regen ist er auch bei kühlem Wetter unterwegs, sogar im Januar und Februar, was er früher ungern gemacht hat. "Solchen Spaß macht mir das Fahren. Und die Leute, die mir begegnen, schauen mich meist freundlich und etwas neugierig an", berichtet unser Senior. Mit manchen komme er auch ins Gespräch. "Also, mir ist es nicht peinlich, damit zu fahren. Schon mit dem Rollator habe ich die derartige Scheu abgelegt. Sonst wäre ich ja Gefangener in meinem schönen Haus!"

Einen Fahrradhelm muss nicht getragen werden, ist aber zu empfehlen. Sicherheitsgurte gibt es nicht. Bei der Elektronik muss man fleißig runterschalten, damit der Start leichter fällt. Vor allem beim Bremsen nicht noch mal vorwärtstreten, da sonst ein elektronischer Schub einen in die Kreuzung vorkatapultiert! Gepäckkörbe sind auf Wunsch auch zu haben. Ein Dreirad passt durch jede Standardtür, entsprechend ist der Platzbedarf in einer Garage.

Die Fahrradhändler beraten einen gerne und lassen Zeit zum Probe fahren. Die Preise sind sehr unterschiedlich. Hochbeinige Räder sind preiswert, Sesseldreiräder oder gar Liegedreiräder liegen zwischen 2.000 und 8.000 €. Ein Grund für die Preise, so sieht es Speichert, sind die niedrigen Produktionszahlen. Zuschüsse von der Krankenkasse sind wohl möglich, aber nach den von ihm gelesenen Urteilen nur schwer zu erreichen. Der Dreirad-Fan: "Es kommt wohl darauf an, ob dies Gefährt das einzige ist, mit dem der Behinderte beweglich ist. Wenn das aber schon mit einem Rollator klappte, sind die Erfolgsaussichten auf Zuschuss niedrig."

Der Kauf hat sich für ihn gelohnt. Er habe wieder mehr Reichweite , kann damit alleine, aber auch mit seiner Frau Monika Radtouren unternehmen und habe deshalb auch wieder mehr Freude am Leben. "Und das ist einiges wert!" Für Interessierte steht er übrigens auch für Nachfragen bereit: 02251/51185.

26. Februar 2020: Guten Tag Oma, hier ist Tommy, wie geht es dir?

Um möglichen Betrügern am Telefon oder an der Wohnungstür das Leben schwerer zu machen, ging es für BRH-Senioren in der Verbraucher-Beratungsstelle. Alle Verbraucherzentralen in den 16 Bundesländern bieten Beratung und Information zu Fragen des Verbraucherschutzes an.

(Euskirchen) "Guten Tag Oma, hier ist Tommy, wie geht es dir?" Einen Tag nach dem Besuch in der Verbraucherberatung, wo es auch um den Enkeltrick ging, bekam das BRH Mitglied Margot einen Anruf zu diesem Thema und wurde sogar mit einer (unechten) Richterin verbunden. Um es vorweg zu nehmen: Sie reagierte prima, fiel nicht auf diese Bauernfängerei rein, informierte sofort die Polizei. Aber sie berichtet uns auch im Nachhinein, dass sie doch überrascht war und einfach staunte, wie realistisch dieser Trickversuch mit bekannten Daten aus dem Familienumfeld aufgebaut war...

Seit je kümmert sich der Seniorenverband BRH im Interesse der älteren Menschen auch darum, den bekannten Bauernfängern des Alltags das Leben schwerer zu machen. Im Verein mit dem örtlichen Verbraucherschutz bemüht er sich darum, deren Tricks zu beschädigen und letztlich unschädlich zu machen.

So versteht es sich, dass BRH-Veranstaltungsleiterin Birgit Lorbach die Einladung der Verbraucherzentrale in der NRW Beratungsstelle Euskirchen gerne annahm, um mit Hilfe von Monika Schiffer - Leiterin der Beratungsstelle - sich mit den Senioren zur Problematik auszutauschen:

  • Beratung und Hilfe sollte man in Anspruch nehmen
  • Antworten auf die Frage, wie sich ältere Menschen gegen die aufgezeigten Betrügereien schützen können, gemeinsam zu suchen
  • und wo man weitere Informationen oder gar eine Beratung zu den Themen Betrug, Abzocke und Einbruchskriminalität erhalten kann.

Vorrangiges Ziel war die Warnung der Senioren. Und, dass die BRH-Arbeit zu erhöhter Vorsicht - zum Beispiel gegenüber möglichen Betrügern am Telefon oder an der Wohnungstür - Wirkung zeigte, kann aus den Reaktionen in der Diskussion mit der Leiterin der Beratungsstelle Monika Schiffer geschlossen werden. Sie traf auf aufgeweckte Senioren.

Zum Beispiel, als es um das Thema "Aufgepasst bei unerlaubter Telefonwerbung" ging, folgten aus dem Besucherkreis etliche eigene Erfahrensberichte. Zu den Aussagen "Sie haben gewonnen!" oder "Wir wollen doch nur ihr Gutes!" konnten fast alle etwas berichten. Auf den Ratschlag der Beratungsstelle "Sofort auflegen!" gab es nur einvernehmliche Zustimmung. Und ein Fazit: "Die Welle der unseriösen Anrufe oder Besuche an der Haustür ebbt nicht ab!"

Übrigens: Alle Verbraucherzentralen in den 16 Bundesländern bieten Beratung und Information zu Fragen des Verbraucherschutzes an, helfen bei Rechtsproblemen und vertreten die Interessen der Verbraucher auch auf Landesebene. Verbraucherzentrale und Seniorenverband in Euskirchen kamen überein, diese Beratungstreffen von Zeit zu Zeit fortzusetzen.

Februar 2020: Da sinn mer dabei – Senioren trotz Sturm oft wieder radedoll

(Euskirchen) Narren lassen sich den Spaß nicht nehmen! Die jecken Senioren in NRW bewiesen einmal mehr: Mit einem gewissen Augenzwinkern lassen sich nicht nur viele Lebenslagen meistern, sondern auch gelegentlich orkanartige Sturmwinde einfach wegpusten.

Sicher, in diesem Jahr gab es während der tollen Tage wegen schwerer Sturmböen mancherorts Absagen zum jecken Geschehen, hier und da erlebte man auch einen Strich durch die bekannte Rechnung des Fasteleers. Doch echte jecke Senioren ließen sich den Spaß nicht verderben, wie uns Informationen - oft mit Fotos belegt - aus allen Ecken des Landes wissen ließen.

Und dies nicht nur im Kölner Umfeld. Auch aus Münster und Düsseldorf - zwei Städte, die gemein haben, dass in beiden Metropolen der Ruf "Helau" ertönt - wird berichtet, dass der Saalkarneval wie eh und je kochte. Zum Beispiel bei "Westfalen haut auf die Pauke" in der Halle Münsterland. Trotz Wind und anhaltenden echten Niederschlag tat das der Stimmung bei den älteren Menschen keinen Abbruch.

Und wenn dann doch, dann wusste man Rat, wie zum Beispiel aus Bad Sassendorf Johanna und Wolfgang Hoffmann zu berichten wussten. "Es regnet bei uns unentwegt. Also feiern wir Karneval auf dem Sofa und senden herzliche Grüße und ein kräftiges Alaaf ins ganze BRH-Land." Dazu schickten sie uns ein Foto von einem "kostümierten" Baum, hatten ihren nassen Spaß dabei und schrieben drunter "Bei uns ist am 24. Februar Frühling!"

Eine Anmerkung aus der rheinischen Hochburg können wir uns in Richtung Bad Sassendorf nicht verkneifen. Im NRW-Karneval kann man leicht viel falsch machen, und dann wird's unter Umständen schnell ungemütlich. Ein schlimmer Fehler ist möglicherweise im Umfeld von Soest "Alaaf" zu rufen, oder? Wer das tut, gefährdet möglicherweise seinen guten Ruf als Karnevalsnarr.

BILDERGALERIE
Foto 1: BRH-Tourleiterin Karin kaum wiederzuerkennen.
Foto 2: BRH-Mitglied Anni träumte wohl vom Karneval in Rio.
Foto 3: So soll er geschrien haben, als er von der Umzugabsage wegen Sturm hörte: BRH Mitglied Gerd.
Foto 4: Dagegen ließ sich Tourleiterin Birgit den Spaß nicht verderben und tanzte in den eigenen vier Wänden.
Foto 5: "Es regnet bei uns unentwegt. Also feiern wir Karneval auf dem Sofa," ließen uns die Sassendorfer BRH Chefs Hoffmann wissen und sandten uns einen "kostümierten" Baum.

12. Februar 2020: Abtei Rolduc in Kerkrade

"Wer den Besuch verpasst hat, der hat was versäumt!"

(Kerkrade) „Whow!“ Dieser Ausruf der Verwunderung und großen Freude war mehr als berechtigt. „Unter Gottes Herrschaft“ hatte einst der Bischof mit seinem Begrüßungswort „Auspice deo“ in großen Lettern an die Hausfront des Anwesens, das die Euskirchener Senioren diesmal erwartete, anbringen lassen. Und das war berechtigt. Selten zuvor gab es für ein Ziel des BRH soviel uneingeschränktes Lob von den Teilnehmern.

Man war zu Gast in der Abtei Rolduc in Kerkrade, eines der wichtigsten religiösen Denkmäler der Niederlande. Es ist der größte Abteikomplex der Benelux-Staaten und gehört zu eines der hundert wichtigsten UNESCO Denkmälern der Niederlanden. Mehr als 900 Jahre alt und man spürt als Besucher überall die erhaltene Vergangenheit. Teilnehmerin Irmgard Haiduk traf den Nagel auf den Kopf: „Der Besuch war so etwas von gelungen, das glaubt keiner...! Super, einmalig!“

Unser "Haus"fotograf Günter Gymnich, der mit Karin Olschewski für uns die Bilder mitbrachte, fasste es in einem Satz zusammen: "Wer den Besuch verpasst hat, der hat was versäumt!" Und Georg Brölingen schwärmte: „Höhepunkt der Tagestour war der Besuch von Kloster Rolduc.“ Letztlich fasste am Abend des Tages Heinz Reul zusammen: Es war wieder einmal ein schöner Urlaubstag mit dem BRH - vielen Dank dafür!“

Tourleiterin Karin Olschewski hatte für fast hundert Senioren ein erlebenswertes Tagesprogramm zusammengestellt, das Mitstreiterin Birgit Lorbach, zuständig für den zweiten Bus, im Zeitraffer so darstellt: Auf ging’s zur Abtei Rolduc am Rande von Kerkrade. Uns erwartete eine großzügig angelegte Klosteranlage, deren Anfang auf das Jahr 1104 zurückgeht und mit einer einfachen Unterkunft und einer Holzkapelle begann. Heute gehört Rolduc zu den wichtigsten religiösen Denkmälern in Limburg. Aufgrund der Teilnehmeranzahl wurden drei Gruppen gebildet, die sehr kompetent und ausführlich über die Geschichte der Abtei Rolduc informiert wurden. Besichtigt wurden u.a. die Rokoko-Bibliothek, der Bischofssaal und die wunderschön ausgemalte Kirche mit der Krypta. Danach waren die Teilnehmer zu Kaffee und Kuchen eingeladen, es durfte sogar „geschlemmt“ werden.

Morgens hatte die Gruppe die Strickfabrik Räde bei Heinsberg angefahren, wurde hier mit einem zweiten Frühstück verwöhnt und bekam anschließend eine ansprechende Modenschau präsentiert, u.a. die neue Frühjahrsmode. Die Möglichkeit zum Shoppen war natürlich gegeben, fast jeder hatte etwas mitgenommen. Eine Teilnehmerin bestätigte uns das: „Viele Teilnehmer haben auch etwas Passendes gefunden und gekauft.“

Zum Mittagessen waren alle in den Heinsberger “Weidenhof” eingeladen, wo ein schmackhaftes Essen mit Vorsuppe und Dessert gereicht wurde. Die Qualität überraschte, wie hier Georg Brölingen noch einmal zu Wort kommt: „Das schmackhafte Mittagessen in einem netten Lokal war gut und die Bedienung schnell und freundlich!“

„Das war des Pudels Kern“, wird eine Redewendung gerne benutzt, wenn etwas ans Tageslicht kommt, dass bis dahin nicht offensichtlich war: Die Abtei Rolduc. "Mit des Pudels Kern" kann aber auch die markante Aussage bezeichnet werden, mit der Birgit Lorabach ihren Bericht abschloss: „Nach einem wunderschönen und sehr interessanten Tag versprachen alle, wir kommen wieder!“ Tourleiterin Olschewski steckt schon in der Planung.

Fahrt zur Abtei Rolduc am Rande von Kerkrade
Text und Fotos: Karin Olschewski - Klick auf's Bild = Großbild

Die Abtei ROLDUC ist der größte Klosterkomplex der Niederlande - Foto: Günter Gymnich

Gegründet um 1104, wird das ehemalige Kloster heute in erster Linie
als Hotel, Restaurant und Konferenzzentrum genutzt.
Weiterhin werden hier Priester unter der Leitung des Bistums Roermond ausgebildet.

Text und Fotos: Günter Gymnich - Klick auf's Bild = Großbild

Für Besucher sind drei Bereiche besonders interessant:
Hier Bilder der Bibliothek

Text und Fotos: Günter Gymnich - Klick auf's Bild = Großbild

Die Klosterkirche, die 1209 abschließend geweiht wurde, sowie die Krypta.
In einem Steinsarkophag sollen seit 1895 die Überreste von Abt Ailbertus
die letzte Ruhe gefunden haben. Spätere Untersuchungen haben aber wohl ergeben, dass es sich um Überreste einer Familie handelt.

Text und Fotos: Günter Gymnich - Klick auf's Bild = Großbild

Der Bischofssaal, wobei "Saal" für den schönen, aber doch sehr kleinen Raum
durchaus großzügig formuliert ist.

Text und Fotos: Günter Gymnich - Klick auf's Bild = Großbild

Bei Kaffee oder Tee und leckerem Kuchen endete der sehr interessante Besuch im Kloster ROLDUC.
Text und Fotos: Günter Gymnich - Klick auf's Bild = Großbild

31. Januar 2020: Haus der Geschichte und Museum König in Bonn

(Bonn) "Wer wissen will, wie es am Fuß der Urwaldriesen aussieht, findet dort die Antwort", berichtet eine Teilnehmerin und erklärt damit auch gleich, wohin der Weg diesmal den Seniorenverband BRH führte. Die Euskirchener Senioren waren im Zoologischen Forschungszentrum Alexander Koenig Bonn, bekannt als Museum König.

Tourleiterin Birgit Lorbach berichtet von der ersten Station des Tages. So war man mit dem Zug von Euskirchen nach Bonn gestartet und war im Museum schon von der Führung Albert Thye erwartet worden. Dieser vermittelte dann der Gruppe beim Rundgang zu den Themen Savanne, Regenwald, Wüste, Arktis und Antarktis und Mitteleuropa einen hervorragenden und anschaulichen Einblick in das Leben und Wirken des Museumsgründers Alexander König. Die anschließende Mittagspause verbrachte man im Bistro des Museums.

Nachmittags erreichte man nach einem kurzen Fußweg mit Tourleiterin Birgit Lorbach (siehe dazu nachfolgend: Tourleiterin wurde Opfer eines fiesen Diebstahls.) das ebenso bekannte Haus der Geschichte und machte sich sehr interessiert auf zu einer Zeitreise ab 1945. Auf sehr informative Weise und mit viel Wissen wurde den Senioren ein Stück deutscher Geschichte vor Augen geführt, die auch den zweiten Weltkrieg ausführlich beinhaltete. Die Fotos des Tages brachte uns Karin Olschewski mit.

Im Haus der Geschichte in Bonn.
Text und Fotos: Karin Olschewski - Klick auf's Bild = Großbild

Tourleiterin wurde Opfer eines fiesen Diebstahls.

So hatte sich Tourleiterin Karin Olschewski die Tour nach Bonn wohl nicht vorgestellt. Denn die Ehrenamtlerin wurde auf dem Bahnhof Euskirchen ausgeraubt. Ein Unbekannter hatte den Rücksack samt Inhalt gestohlen, keiner hatte den Diebstahl beobachtet. Und dies, obwohl der Rucksack direkt neben einer Teilnehmerin aufbewahrt wurde. Dennoch offenbar ein Fehler. Denn irgendwie schien es dem Dieb gelungen zu sein, das Gepäckstück unbemerkt wegzunehmen. Gepäckstück, Portemonnaie samt Bargeld, Geldkarten und Personalausweis, alles war und blieb unauffindbar.

Was jetzt folgte, kennt jeder – der es schon einmal erlebt hat – das folgende Prozedere, das mit „alle Kreditkarten sperren, um weiteren Diebstählen vorzubeugen“ beginnt. Neben dem Bargeldverlust beginnt ein Haufen an Bürokratie und Behördengänge.

Und dann die Überraschung: Am Nachmittag war der Rucksack wieder da, mit allen Papieren, aber ohne Bargeld. Wie das Gepäckstück dann letztlich wieder zurückkam, ist noch eine eigene Geschichte. Für Karin Olschewski war es ein Aufatmen. Und es gab ein Dankeschön an alle Tourteilnehmerinnen. Bei denen hatte sich nämlich eine Welle der Hilfsbereitschaft ausgelöst. Sie brachten der Bestohlenen nicht nur Verständnis entgegen, sondern boten ihr sogar an, das gestohlenen Geld durch eine Sammlung zu ersetzen.

Eine lobenswerte weitere Reaktion verdiente auch eine Erwähnung: Für die Tourleiterin sprang in der Folge sofort Birgit Lorbach als Leiterin des folgenden Tagesbesuchs ein. „Ich bedanke mich bei allen Tour Teilnehmern für die Hilfsbereitschaft,“ blieb der Bestohlenen da nur noch zu sagen.

BRH-ler erlaubten Rückblick in 2019 - Urlaub auf Europas größter Hochalm

(Euskirchen) Die Mitglieder des Seniorenverband BRH Regina und Gerd Weinand waren - kurz bevor der Schnee und der Winter kamen - noch einmal in Italien unterwegs. Gerd Weinand berichtet: „Erst eine Woche Gardasee, dann eine Woche Toskana und schließlich noch eine Woche Südtirol!“ Sie berichten von herrlichem Wetter, als sie von der Seiser Alm und aus dem Urlaubsort Feldthurns Fotogrüße sandten.

Selbst ein Kurzurlaub auf der Seiser Alm führt mitten hinein in die traumhaften Dolomiten in Südtirol und bietet ein Wandergebiet der Superlative. Die Seiser Alm ist die größte Hochalm Europas. Sie liegt in den Südtiroler Dolomiten in Italien, rund 20 km nordöstlich von Bozen.

Ein Hinweis an alle BRH-Mitglieder: Genießen Sie jetzt oder auch bald wieder Urlaubstage im In- oder Ausland? Senden Sie uns doch bitte einen Fotogruß mit einigen wenigen Sätzen, zu richten an den BRH Euskirchen. Wir freuen uns und berichten gerne.

Die BRH-ler Regina und Gerd Weinands ließen uns teilhaben
und sandten Fotogrüße von Europas größter Hochalm.
Auf der Seiser Alm, kurz bevor Schnee und Winter kamen.
Sie bietet ein Wandergebiet der Superlative.

Text und Fotos: Regina und Gerd Weinand - Klick auf's Bild = Großbild

Januar 2020: Die Anlage eines Treppenlifts - eine Entscheidung für's Leben?

(Euskirchen/NRW) Wenn älteren Menschen das Treppensteigen Probleme bereitet und der Weg ins Erdgeschoss gar zum Sicherheitsrisiko wird, dann bringt einer die gewohnte Lebensqualität zurück: Der Treppenlift. Mit ihm kann man wieder fast unbeschwert alle Etagen des eigenen Hauses erreichen. Aber, aktiv und unabhängig wie gewohnt zu sein verlangt einen Beschluss im Familienkreis. Manche sagen sogar: Ein Trepppenlift ist eine Entscheidung fürs Leben!

Wolfgang und Johanna Hoffmann im Seniorenverband BRH standen vor dieser Entscheidung. Vorausgegangen war, dass die Dame des Hauses schlicht und einfach schon beim Stehen, Gehen und Setzen unter großen Schmerzen litt. Treppensteigen war ein großer Kraftakt an zwei Handläufen. Da stand man vor der Frage: Treppenlift ja oder nein. Der Hausherr erkannte bald: „Wer einen Treppenlift braucht, ist nicht zu beneiden!“ Galt es doch, zunächst einige Fragen zu klären. Danach war dann der erste Schritt der richtige. Es ging zur Pflegekasse der Krankenkasse, die reagierte prompt, schickte auf Anfrage eine Beauftragte für Wohnraumberatung, die dann auch vor Ort zur Installation eines Treppenliftes riet.

Was dann in der Folge geschah, lässt Wolfgang Hoffmann berichten: „Schwierige Hürden gab es nicht. Die Dame vom Pflegedienst hatte in ihrem Gutachten ja den Grundstein gelegt!“ Das machte den Hoffmanns die Entscheidung für ein Leben in der vertrauten Umgebung der eigenen vier Wände dann leichter. Stand da noch der Einbau im Wege. Und wie war es? Der Hausherr wischt alle Sorgen weg: „Der Einbau dauerte ca. drei Stunden. Die Schienen mit der Zahnstange in der Mitte werden an drei Stellen an die Treppenstufen angeschraubt. An die Wand kommt nichts. Schmutz gab es keinen. Ärger auch nicht!“

Die BRH-ler Hoffmanns: Johanna und Wolfgang Hoffmann zeigen auf, wie es geht und was man beachten muss, wenn für den Erhalt der gewohnten Lebensqualität ein Treppenlift erforderlich wird.
Der neue Treppenlift lässt sich auch als Transportmittel gebrauchen und erleichtert so den Alltag.

Text und Fotos: Hoffmann - Klick auf's Bild = Großbild

Heute ist der Lift ständig einsatzbereit. „Draufsetzen, eventuell festschnallen, den Auf- oder Ab-Schalter drücken. Der Lift fährt los und hält, elektronisch gesteuert, am voreingestellten Endpunkt. Die Geschwindigkeit kommt uns etwas höher vor, als bei uns sonst bekannten Liften.“ Johanna Hoffman kommt gut zurecht. Sie hat auch schon Reisegepäck und Mineralwasserkisten nach oben transportiert. Den Sicherheitsgurt hat man bisher nur zur Sicherung von ’Frachtstücken’ eingesetzt. Aber, noch schnell ein Tipp: „Wer eine besonders hohe Schuhgröße hat, sollte die Füße auf dem Fußbrett schräg stellen.“

Bleibt da die bislang noch gar nicht angesprochene Kostenfrage. Die Hoffmanns haben Glück. Ihr Einbau ist ein Lift ohne Kurven und kostet 3.200,- Euro, die die Pflegekasse übernimmt. Der niedrige Preis ist darauf zurückzuführen, dass nur eine etwa fünf Meter lange gerade Strecke zurückgelegt werden musste. Jede Kurve würde zusätzlich immens viel kosten. Warum die Pflegekasse einspringt? Die Hausherrin hat Pflegegrad 2, da bezahlt die Pflegekasse bis zu 4.000,- Euro. Den Pflegegrad hatte zuvor der medizinische Dienst der Krankenkasse/Pflegekasse, der dafür ins Haus kommt, bestimmt.

Schon nach kurzer Zeit war der Lift aus dem Leben der Hoffmanns nicht mehr wegzudenken und wurde zum treuen Begleiter im Alltag. „Klar, ein Treppenlift stört, wenn Sie es genau nehmen, immer“, berichtet Wolfgang Hoffmann. Die Schiene ist unmittelbar über den Treppenstufen angebracht und nimmt natürlich von der Breite der Stufen etwas weg. Die Handläufe auf beiden Seiten können aber ohne Einschränkung benutzt werden. Eine Krankentrage dürfte dagegen etwas schwieriger zu bewegen sein. Auch ein gewisser Raumverlust war nicht zu vermeiden, dafür aber wertet der Lift die obere Wohnung als behindertenfreundlich auf. „Zuerst geniert man sich etwas, dann aber ist man heilfroh, so ein Hilfsmittel zu haben. Es ist wie bei der Notwendigkeit, einen Rollator benutzen zu müssen,“ kommen die Hoffmanns noch einmal zu Wort. Und dann noch ein Rat: Es wird angeraten, mehrere Anbieter zu kontaktieren, um sich zu informieren.

Wer übrigens noch mehr Informationen haben möchte: Johanna und Wolfgang Hoffmann sind gerne bereit, mit Interessierten noch offene Fragen unter 02921/52154 zu klären.