Rückblicke

12.10.2018: Im "Ziehharmonika-Bus" ins LVR-Freilichtmuseum Kommern

LVR-Freilichtmuseum Kommern
Rätselraten bei den Senioren: Wurden früher in dieser
Box Pferde vom Hufbeschlagschmied beschlagen?

(Kommern) Frei nach dem Motto „Warum in die Ferne schweifen...“ waren die Senioren zu Gast im LVR-Freilichtmuseum Kommern. (Anmerkung: LVR steht für Landschaftsverband Rheinland). Zusammen mit Tourleiter Günter Dahlem sah man sie unterwegs zu originalen historischen Gebäuden, wie sie einst in den Dörfern zu sehen waren. Zudem konnten sie erleben, wir früher ‚bei uns im Rheinland’ gelebt und gearbeitet wurde.

Unser BRH-Mitglied Anni Scholl war dabei und schildert für den Seniorenverband ihre Eindrücke:

Überpünktlich ging`s zunächst im riesigen "Ziehharmonika-Bus" nach Kommern. Dieses große Gefährt konnte natürlich nicht bis zum Eingang am hohen Hang fahren – es fehlt einfach dafür die Wendemöglichkeit. Aber es gab zum Glück ja ein kostenloses Taxi, welches die Fußkranken dann nach ganz oben brachte. Also, alles gut.

Dann verlief sich die Gruppe auf dem großen Gelände schnell, schlenderte von einem Haus zum anderen und/oder wählte den Weg direkt ins Wirtshaus, wo es eine gute Küche und freundliche Bedienung (Anm.: …die nicht auf den Mund gefallen war!) gab. Übrigens: Bei den historischen Gebäuden fanden die Senioren auch ein bekanntes Haus aus dem Heimatortsteil Elsig.

Die Dauerausstellung "Wir Rheinländer" kam natürlich auch sehr gut an. „Wir Rheinländer" ist das in der Geschichte des LVR-Freilichtmuseums Kommern bislang ehrgeizigste und aufwändigste Ausstellungsprojekt. Ein Projekt, das bislang im Museum fehlte, aber dringend gebraucht wurde. Daneben gab es noch eine weitere Ausstellung, in der es Gebrauchsgegenstände von ca. 1700 bis in die Neuzeit zu bestaunen gab. Viele Dinge erinnerten die Senioren an die eigene Kindheit.

Nach einem sonnigen Herbsttag und noch schnell bei der Holzofen-Bäckerei Kuchen und Brot eingekauft, ging es diesmal mit einem ‚normalen’ Bus recht fröhlich wieder nach Hause.

8. Oktober 2018: Besuch der UN in Bonn

Die UN in Bonn – zu jeder Zeit ein Besuch wert

Bei heroischen Wetter aus „Langen Eugen“ einen phantastischen Ausblick auf Bonn

(Bonn) Strahlender Sonnenschein, total blauer Himmel, frühlingshafte Temperaturen in der Bundesstadt Bonn, Senioren des BRH vor dem Haupteingang der Vereinten Nationen UNO, vor den Augen das Denkmal „Langer Eugen“! So die Situation an einem warmen Oktobertag, als etwa fünfzig ältere Menschen des Seniorenverbandes BRH auf Nummer 1 des „Platz der Vereinten Nationen“ von Senior-Advisor Karl Prinz – einst deutscher Botschafter in Guinea und Botschafter in der Elfenbeinküste (siehe auch Wikipedia) – empfangen wurden. Was dann auf dem Tag verteilt folgte, beschrieb Teilnehmer Heinz Reul zusammenfassend so: „Wieder einmal eine überzeugende Veranstaltung. Mir bleibt nur ein herzliches Dankeschön an das BRH und Tourleiter Gerd Weinand!“

Bei der UN in Bonn
Bei der UN in Bonn - Foto: Volker Lohmeyer

Tourleiter Weinand informierte dann auch die Zuhausegebliebenen über den Tag und dem ist eigentlich nichts zuzufügen: Umfangreiche Sicherheitsmaßnahmen machten es unter anderem erforderlich, dass Personalausweisdaten auf einem extra Formular eingetragen werden mussten. Was dann auch prompt den Einstieg in den Tag etwas verzögerte, als der Bus morgens nach Bonn startete.

Hier angekommen, wartete dann schon der Vertreter der UN, Senior-Advisor Karl Prinz, auf eine Gruppe des BRH. Prinz, der viele Jahre als Diplomat in der Welt unterwegs war und fachkundig durch das UN-Gebäude führte, brachte die Senioren zunächst in das oberste Stockwerk des fast 30 Stockwerke zählenden „Eugen-Gebäudes“, welches bis 1999 als „neues Abgeordneten-Hochhaus“ der Hauptstadt für die Büros der Mitglieder des Deutschen Bundestages diente.

Von dort hatte man bei dem heroischen Wetter einen phantastischen Ausblick auf die Stadt Bonn, den Rheinaupark und das Siebengebirge und natürlich auf die anderen Gebäude des umliegenden Regierungsviertels.

Bei der UN in Bonn
Bei der UN in Bonn - Foto: Volker Lohmeyer

Mit einen Kurzfilm über die Entstehung der Vereinten Nation wurden die Besucher informiert und wussten nun: Die Aufgaben bestehen hauptsächlich darin, die globalen Herausforderungen zu meistern, Stichwort Klimawandel. Sehr ausführlich erklärte Advisor Prinz die Arbeit der UN, insbesondere die ’17 Ziele, die die Welt verändern (müssen)’! Der „Lange Eugen“, in dem heute über 1000 Mitarbeiter aktiv sind, ist die ’Drehscheibe der Nachhaltigkeitspolitik’.

Bildergalerie: Gerd WEINAND 
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Derweil war die zweite Gruppe mit BRH-Mann Volker Lohmeyer und der Frohnatur Gaby Brennig, die sich als "datt Gaby" und ein "echt Bonnsche Mädsche" vorstellte, auf dem Spaziergang und dem "Weg der Demokratie". Der Weg führte am ehemaligen Deutschen Bundestag und Gebäude des Bundesrats, am Bundeskanzleramt - von Helmut Schmidt einst bezeichnet: ….es hat den "Charme einer rheinischen Sparkasse" - vorbei am Palais Schaumburg und der Villa Hammerschmidt (Anm.: Das weiße Haus von Bonn). An der Büste von Konrad Adenauer erzählte Stadtführerin "datt Gaby" noch schnell einige nette Anekdoten über Konrad Adenauer.

Bildergalerie: Volker LOHMEYER -
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Zum Mittagessen trafen sich dann beide Gruppen im obersten Stockwerk des „Eugen“ und berichteten später: „Es hat bestens geschmeckt!“ Bleibt noch zu berichten, dass die Gruppen nachmittags ihre Rollen tauschten. Und, dass die Fotos von dieser Tagestour Gerd Weinand, Heinz Reul und Volker Lohmeyer mitbrachten.

Bildergalerie: Heinz REUL 
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27. Sept 2018: Ludwig Sebus und Hans-Jürgen Jansen in der 'Alte Posthalterei'

Ludwig Sebus mit Hans-Jürgen Jansen und Klaus Reimer
Kölnbarde Hans-Jürgen Jansen sowie Organisator Klaus
Reimer (von re) präsentierten in der Euskirchener
„Posthalterei“ die Kölner Legende Ludwig Sebus.
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Seniorenverband empfing Kölner Grandseigneur

Ludwig Sebus: Absolut eindrucksvoll, hörens- und erlebenswert!

(Köln/Euskirchen) Die „Alte Posthalterei“ war zum Besuch der echten Kölner Legende Ludwig Sebus so gut besucht, dass noch weiter bestuhlt werden musste, um alle Gäste unterzubringen. Organisator Klaus Reimer zeigte sich überrascht: „Vom großen Interesse der Euskirchener sind wir schlicht überwältigt!“ Im Mittelpunkt des Nachmittags zum Thema „Loss mer schwade“ stand der letzte echte Kölner Krätzchen-Sänger, deutlich über 90 Jahre ‚jung’, mit einer längst legendären Herzlichkeit, einem Strahlen - auch diesmal wieder einfach ansteckend.

Sebus, vorgestellt mit vielen Lebenserinnerungen und musikalisch begleitet von dem Kölnbarden Hans-Jürgen Jansen, war das Herz dieser zweistündigen Ein-Mann-Show. Er gab ein erstaunliches Tempo mit viel Rhythmus vor, absolut eindrucksvoll, hörens- und erlebenswert! Nicht nur mit seinen bekannten Songs, sondern zwischendurch auch mit Anekdötchens: "Et jing an et Hätz".

Es gab stets viel zu Lachen und dann auch folgende Szene: Für Minuten hat man die bekannte Stecknadel fallen hören, als der Grandseigneur des Kölner Karnevals mit dem Titel seines neuen Liedes auf sein Leben schaute. „...Ich däht et alles su widder dun, un hätt ming kölsche Siel och he und do ne Schrom!“ Stets zeigte sich auch: Sebus und Jansen waren nicht alleine stimmgewaltig. Das Publikum sang textsicher oft lauthals mit, begleitete die Beiträge mit rhythmischem Klatschen und zeigte, dass es den gelungenen Nachmittag mit hörenswerten Geschichten sichtlich genoss.

Zum Abschied gab es wieder die für Sebus so typischen, lachenden Augen. Da wurde auch in Euskirchen deutlich: Die gute Laune kann ihm offensichtlich keiner nehmen. So war sein Publikum am Ende - gemessen am Abschlussbeifall - so berührt wie begeistert! Sollte das denn nun beim Seniorenverband BRH in Euskirchen sein letzter Auftritt gewesen sein? Der Stammgast beim BRH grinste noch einmal: „Ich weiß es nicht.“

Fotos aus der Posthalterei stellte uns Bernd Koherr zur Verfügung.

Bildergalerie: Bernd KOHERR 
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26. September 2018: Wanderung im Kasbachtal

Auf einer Bus-Zug-Wander-Fahrt an den Rhein

Gegen Muskelkater half Schmerzgel

(Linz) Mindestens drei Jahre und einen Tag verlassen Handwerkergesellen traditionell ihre Heimat, um auf der Wanderschaft auch neue Lebenserfahrungen zu sammeln. Gilt das ähnlich auch für Senioren? Gleichviel: Tourleiter Volker Lohmeyer lud ein, viele fanden sich ein und dann war man unterwegs: Auf einer Bus-Zug-Wander-Fahrt nach Linz und durchs bekannte und attraktive Kasbachtal an den Rhein.

Es gab wie ganz selten zuvor nach der Rückkehr so viele positive Meldungen. Nur ein kleiner Auszug davon folgt. Leni Schömer: „Das war einmalig schön.“ Uschi Küpper: „Ein herrlicher Tag!“ Dagmar Goldschmidt: „Die Wander-Fahrt gestern war toll.“ Maria Schaffrath: „Die Wanderung im (Linz)tal war super schön. Ziel, Essen, Wetter, Leute und Führung – es hat alles gestimmt.“

Bildergalerie: Volker LOHMEYER -
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Peter Goldschmidt lieferte uns dazu einen kurzen Rückblick: „Kalt war’s an der Bushaltestelle frühmorgens, wo Tourleiter Volker Lohmeyer uns erwartete.

Mutig ging’s dann auf eine Bus-Zug-Wander-Fahrt nach Linz, hinauf mit der Kasbachtalbahn nach Kalenborn und begleitet vom Kasbach sechs Kilometer zurück nach Linz. Über dem bewaldeten Tal strahlte die Sonne. Es wurde dann zunehmend und angenehm wärmer. Wir waren dankbar, dass es zwei Tage nicht geregnet hatte und der Waldweg weder matschig noch rutschig war. Allerdings zeigte die Natur deutliche Spuren von Sturm und "Wasserfällen".

Wieder unten, wurde anschließend die Stadt am Rhein begutachtet, von jedem wie er Lust hatte. Ein schöner Tag dank guter Vorbereitung, leckerem Essen, eindrucksvoller Natur und passend gutem Wetter! Mehr wollten wir auch nicht. Gut ..., mit dem Muskelkater schmusen wir ‚Im-Auto-Sitzwanderer’ am Tag danach, bis er weg ist und freuen uns auf die nächste Fahrt.“ (Anmerkung: Wir erfuhren, gegen Muskelkater half Diclo-ratiopharm, ein Schmerzgel wie Voltaren.) Fotos zu diesem Tag Lieferten uns Volker Lohmeyer und Jürgen Balzer.

Bildergalerie: Jürgen BALZER -
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Und noch eine Begebenheit (neudeutsch: Episode) ist erwähnenswert. Auf der Wanderschaft wurde ein Teilnehmer von einem schmerzhaften Krampf überrascht, er fiel gegenüber der Gruppe deutlich zurück. Schließlich bot sich das Ehepaar Goldschmidt an, bei dem Zurückgefallenen zu bleiben und letztendlich konnte dann verspätet, aber dennoch mit Hilfe eines Taxis das Mittagsziel erreicht werden. Der von einem steinharten Muskel plötzlich Betroffene hat sich inzwischen wieder „fit“ gemeldet: „Unkraut vergeht nicht!“ Das Ehepaar Goldschmidt verdient dagegen eine besondere Anerkennung!

September 2018: Berlin war keine Vergnügungstour

(Berlin) Auf Einladung von Oliver Krischer, Mitglied des Bundestages, Bundestagsfraktion Bündnis 90/Die Grünen, weilte unsere BRH-Tourenleiterin und Vorstand Karin Olschewski in der Bundeshauptstadt und schnupperte dort im Verein mit Martha Reimer einmal Großstadt-Luft.

Keinen Programmpunkt und keine Sehenswürdigkeiten zu verpassen und Berlin zumindest halbwegs zu entdecken, sorgte sicher für kein ständiges Wohlfühlerlebnis. So berichtete auch unsere Ehrenamtlerin etwas aus der Puste: „Es war schon sehr anstrengend. Es handelte sich ja schließlich um eine politische Veranstaltung und nicht um eine Vergnügungstour!“ Abends sei man nach fast zehn Stunden Programm sehr geschafft gewesen. Organisiert übrigens vom Bundespresseamt.

Dennoch gab es dann viel zu sehen und zu hören, wobei der Stopp in der Gedenkstätte Berlin-Hohenschönhausen in den dortigen Räumlichkeiten der ehemaligen zentralen Untersuchungshaftanstalt der Staatssicherheit den größten Eindruck hinterließ. Karin Olschewski berichtet: „Das Stasigefängnis hat doch bei vielen ein sehr bedrückendes Gefühl hinterlassen. Wir hatten einen Führer, der dort selbst wegen Republikflucht inhaftiert war, und er erzählte uns, dass man tagsüber nur auf einem Hocker, ohne Lehne sitzen durfte. Stundenlang sei man in einem Gefängnisauto im Dunkeln herumgefahren, ohne zu wissen, wo man ist und wohin es geht. Die Insassen seien psychisch gefoltert worden.“

In lockerer Form traf man sich dagegen unter der Kuppel des Reichstags, auch um das Erinnerungsfoto zu schießen. Voraus gegangen war ein Gespräch mit dem MdB Krischer, in dem dieser die Bedeutung dieser Berlinreisen noch einmal herausstellte: "Ich freue mich, dass es möglich ist, mit den Informationsfahrten des Deutschen Bundestages vielen Menschen die Gelegenheit zu geben, nach Berlin zu reisen und die Politik hautnah zu erleben.“