Rückblicke

Oktober 2019: BRH Erfahrungsaustausch nach dem Motto „Gemeinsam mehr erreichen“

(NRW/Euskirchen): Nachdem der Seniorenverband BRH als Bundesverband 2013 aufgelöst war, blieben die BRH-Landesverbände bestehen und gehörten fortan den jeweiligen DBB Landesverbänden weiterhin als Fachverband, der sich als einziger Verband ausschließlich mit den Belangen der älteren Menschen beschäftigt, an.

Einige von ihnen vertraten in der Folge bundesweit und recht erfolgreich die Rechte und Interessen der älteren Menschen. Oft dank einer wichtigen Basisarbeit, die in den vielen Orts- und Kreisverbänden mit informativen Veranstaltungen, Tagestouren, Mehrtagesreisen, Besichtigungen und Informationsveranstaltungen geleistet wurde. Heute ist der BRH überregional bekannt für sein Engagement, wenn es um die Belange der Senioren geht.

BRH Erfahrungsaustausch

In Bielefeld (NRW) trafen sich einige Landeschefs als Sachverständige aus den
BRH-Ländern zu einem Erfahrungsaustausch: Martin Enderle (BRH NRW),
Hans Burggraf (BRH Euskirchen), Bernhard Schmidt (BRH Bielefeld), Dr. Oliver Kluxen,
Rita Kiriasis-Kluxen (BRH Sachsen), Kurt Scherff (BRH Bremen), Elmar Schneider
(BRH Saarland) und Jibben Großmann-Harms (BRH Hamburg) (von links).

In Bielefeld (NRW) trafen sich nun einige Landeschefs als Sachverständige aus den BRH-Ländern zu einem Erfahrungsaustausch: Bremen, Hamburg, Saarland und Sachsen waren der Einladung des Landesvorsitzenden von NRW, Martin Enderle, gefolgt. Es kam zu einem regen Informationsaustausch, zudem wurden interessante und aktuelle Themen aus der Alltagsarbeit einer Seniorenvertretung besprochen. Ziel dabei war es, vor allem vorhandene Potenziale zu nutzen und durch den Austausch von Erfahrungen und Erkenntnissen Lösungsansätze für offene Problemfelder zu finden.

Dazu nutzten die Teilnehmer auch die Möglichkeit über den Tellerrand hinaus zu blicken und versuchten, gemeinsam Ideen zu entwickeln. Über Aktivitäten zu diskutieren und Anregungen mitzunehmen, das stand im Mittelpunkt des Erfahrungsaustausches. Die Teilnehmer diskutierten sehr angeregt verschiedene Maßnahmen, insbesondere die Verankerung einer fitten Seniorenarbeit auf Bundesebene. Hier bedarf es offensichtlich einer neuen Initiative, für Seniorenarbeit zu werben und deutlich zu machen, dass es sich lohnt, Interessen der älteren Menschen gemeinsam zu vertreten. Die Möglichkeiten scheinen dabei vielfältig.

BRH Erfahrungsaustausch

Kurt Scherff (Bremen), Jibben Großmann-Harms (Hamburg) und Elmar Schneider (Saarland) erläuterten, wie der BRH im politischen Raum immer wieder als Mahner
für die ältere Generation auftritt. (von links)

Im Mittelpunkt stand auch häufig der Wunsch: Gemeinsam, statt einsam. Zum Beispiel, wenn es um Gewalt und Betrug an Senioren geht. Ein Diskussionsergebnis war, dass hier klare Wünsche an die Politik gerichtet werden müssen, wenn immer wieder unschuldige Menschen in ihrer Hilfsbereitschaft und Arglosigkeit ausgenutzt und häufig um ihr Erspartes gebracht werden. Einschließlich der psychischen Folgen, die solche Betrügereien oft mit sich bringen.

BRH Erfahrungsaustausch

Dr. Oliver Kluxen (li) - hier mit Martin Enderle, Bernhard Schmidt und Rita Kiriasis-Kluxen (von re) -
erläuterte in einem Kurzvortrag die Arbeit der Versichertenberater.

Aus einem Kurzvortrag durch Teilnehmer Dr. Oliver Kluxen (Sachsen) ergab sich für den BRH NRW ein erstes wichtiges Ergebnis der Gespräche. Als Dr. Kluxen auf die Arbeit der Versichertenberater einging und deren über eine Million Beratungen jährlich informierte, sprach sich NRW dafür aus, diese Dienste auch für seine Arbeit zu nutzen. Fragen zu Versicherungsverläufen und zu Rentenauskünften gehören schließlich beim BRH zum Tagesgeschäft. Die unentgeltliche Beratung für Versicherte, Rentnerinnen und Rentner in allen Angelegenheiten der gesetzlichen Rentenversicherung will der Seniorenverband nun besser nutzen.

Im nächsten Jahr soll es wieder einen Erfahrungsaustausch geben, ganz nach dem Motto „Gemeinsam mehr erreichen“. Dabei ist es ein Ziel, den direkten Informationsaustausch zwischen den Landesverbänden deutlich zu optimieren.

10.10.2019: Besuch des DM-Verteilerzentrums in Weilerswist

Text folgt.

Die BRH-Besuchergruppe vor dem dm-Verteilerzentrum Weilerswist<br>Foto: Volker Lohmeyer
Die BRH-Besuchergruppe vor dem dm-Verteilerzentrum Weilerswist
Foto: Volker Lohmeyer

24. September 2019: Fahrt nach Utrecht

BRH-Senioren staunten: Utrecht ist fast wie Amsterdam!

(Utrecht) Ein Bummel durch die Altstadt mit ihren wunderschönen Plätzen und Kirchen ist unvergesslich! Utrecht ist fast wie Amsterdam! Viele fahren einfach an Utrecht vorbei. Ein Fehler, den Tourleiterin Karin Olschewski nicht begehen wollte. Also machte sie sich mit fast 60 Senioren auf in die Niederlande und erreichte gegen Mittag - natürlich mit einer Fahrtpause - die wunderschöne mittelalterliche Stadt. Teilnehmer Heinz Reul berichtet abends rückblickend: „Es war wieder einmal ein wunderschöner Tag - trotz des kleinen Nieselregens!“ Und Gerd Weinand ergänzt: „Wir waren zum ersten Mal in Utrecht und die Stadt ist sehenswert, so viele Radfahrer wie Einwohner!“

Die Utrecht-Reisegruppe - Foto: Bernd Koherr
Die Utrecht-Reisegruppe - Foto: Bernd Koherr

Vom Tag selber berichten uns Dagmar und Peter Goldschmidt: An Utrecht sind wir bereits oft vorbeigefahren, auf der Autobahn zu anderen Zielen. Neugier war es dann, die längere Fahrstrecke in Kauf zu nehmen und entsprechend früh aufzustehen. Der Tag begann trüb und kühl, später kam Regen dazu. Bei der anderthalbstündigen Stadtführung (in drei Gruppen) durch und um den Utrecher Dom summierten sich die Eindrücke, nicht nur architektonischer Art, und ergänzt durch Historisches zum Bildersturm, zum zweiten "deutschen Papst" Hadrian VI und nebenbei zur wechselhaften sowie zeitweise auch deutsch-niederländischen Geschichte.

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Fotos: Bernd Koherr - Klick auf's Bild = Großbild

Und dann ging’s in kleinen Gruppen - jede für sich - in die führungslose "Freizeit", zunächst vor allem auf die Suche nach einem akzeptablen Mittagessen. Die Universitätsstadt bietet in ihrem Zentrum Angebote unterschiedlicher Küchen in einer großen Anzahl von Restaurants, viele davon jedoch erst am Spätnachmittag ab 17 Uhr. In einer kleinen Gruppe entdeckten wir abseits der Massen in einer Nebengasse das scheinbar gut besuchte kleine Restaurant "Vis & Meer". Und wir haben dort preiswert und lecker gegessen, z.B. "fish and chips" und eine geschmackvolle "Boullabaise" (franz. Fischsuppe). Auf die typischen "Friet met Mayo" und/oder "Fricandel special" wurde daher gerne verzichtet.

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Fotos: Peter und Dagmar Goldschmidt - Klick auf's Bild = Großbild

Es war bewölkt und erste einzelne Regentropfen fielen, als wir zu viert auch noch ein Boot für eine anderthalbstündige Grachtenrundfahrt bestiegen. Leider konnte der Skipper nur sechs Passagiere zählen, aber er war trotzdem freundlich und gut gelaunt. Von ihm und zusätzlich vom Band hörten wir interessante Geschichten und Erläuterungen zu den an Land vorbeiziehenden historischen Gebäuden. Danach reichte die Zeit noch für einen kleinen Einkauf, bevor bei einem abschließenden Kaffee auf den Bus zur Rückfahrt gewartet wurde.

Soweit der Bericht von den Goldschmidts, von denen auch die Bildergalerie - ergänzt durch Bilder von Bernd Koherr und Heinz Reul - stammt.

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Fotos: Heinz Reul - Klick auf's Bild = Großbild

19.09.2019: Köln - Synagoge Roonstraße und St. Pantaleon

BRH-Senioren im kulturell und religiös fremden Raum

(Köln) Nach dem Besuch der Kölner Moschee nahm sich Tourleiter Gerd Weinand mit einer starken Seniorengruppe diesmal die Kölner Synagoge in der Roonstraße vor. Das jüdische Gotteshaus ist das Zentrum der Synagogen-Gemeinde Köln und fand seinerzeit große Beachtung beim Besuch des Papstes Benedikt XVI anlässlich des Weltjugendtages 2005. Die fünfzig älteren Menschen interessierten sich für jüdisches Leben und begaben sich deshalb in einen für sie doch kulturell und religiös fremden Raum. Dass sie bereichert mit viel Neuem und Erfahrenem wieder nach Hause kamen, verdanken sie Esther Bugaeva, Referentin der Synagogen Gemeinde. Von ihr erfuhren die Euskirchener etliches, zum Beispiel zum Ablauf des Gottesdienstes. Und auch dazu, warum alle männlichen Besucher eine Kippa auf den Kopf tragen mussten.

Auch die Vorkommnisse während der Novemberprogrome 1938, als alle sieben Synagogen in Köln zerstört beziehungsweise verwüstet wurden, wurde nicht ausgenommen. Für viele war es der erste Besuch in einer Synagoge und so durch die Führung und einem regen Frage- und Antwortspiel auch der beste Weg, um Vorurteile abzubauen. Teilnehmer Bernd Hilger war beeindruckt, die Führung sei aufschlussreich interessant, kompetent und sehr freundlich rübergekommen. Es sei ein informativer interessanter Nachmittag gewesen.

Fotogalerie: Gerd Weinand - Klick auf's Bild = Großbild

Gestartet waren die Senioren am Vormittag mit einem Besuch von St. Pantaleon, die älteste der zwölf romanischen Kirchen Kölns. Ursula Windheuser übernahm hier die Führung der BRH Gruppe. Und auch sie wurde von den Senioren mit viel Lob bedacht. Pantaleon ist wohl eine der schönsten romanischen Kirchen Kölns. Das Mittelschiff wurde bereits im 10. Jahrhundert errichtet, der Haupteingang mit den beiden Türmen wurde einst von einer Kaiserin um 960 gestiftet.

Zum Mittagstisch hatte Tourleiter Weinand auch eine gute Wahl getroffen. Man war zu Gast im "Birreria" und konnte hier sogar von einer BRH-Karte speisen. Die Bayerische Gaststätte mit hauseigener Brauerei und rustikaler deutsch-italienischer Küche in traditioneller Brauhaus-Atmosphäre nahm die Euskirchener Senioren sehr freundlich auf und ließ kaum Wünsche unerfüllt. Tourleiter Weinand brachte für uns auch die Fotos mit.

Es war ein rundum gelungener Tag, lassen wir hier Teilnehmerin Ute Neubauer sprechen: „Ganz herzlichen Dank für den gelungenen Tag mit Besichtigungen religiöser Stätten in Köln. Alles war gut organisiert, einschließlich der Lokalität für das Mittagessen, für das - wie schön - ausreichend Zeit zur Verfügung stand. Nochmals DANKE für die freundliche Betreuung.“