Rückblicke

Januar 2021: Gartenbesucher

Fotogalerie: Gartenbesucher
Fotos: Günter Gymnich - Klick auf's Bild = Großbild

Jahreswechsel: Corona hatte in Euskirchen offensichtlich den Stecker gezogen

(Euskirchen) Über den Tagen des Jahreswechsels hatte die Corona-Pandemie offensichtlich den Stecker gezogen. Auch Euskirchen und das größere Umfeld feierten schlichtweg ganz still ins neue Jahr. Um Mitternacht übertönten die Kirchenglocken den gelegentlichen Böller, fast überall herrschte gähnende Leere. Für Ordnungskräfte gab es wenig zu sehen, nur gelegentlich hörte man die Töne der Feuerwehr. In Euskirchen rückte die Wehr nur fünfmal aus, für einen Jahreswechsel ausgesprochen wenig.

Fotos: Eberhard Städtler - Klick auf's Bild = Großbild

Wo sonst in allen Farben und Varianten geballert wurde, gab es diesmal fast ein geräuschloses „Wir wünschen allen ein frohes und gesundes neues Jahr.“ Auf der Hauptgeschäftsstraße und auf den beliebten Treffpunkte der Innenstadt: Gähnende Leere statt Menschenauflauf. An einem Abend, an dem es die Euskirchener normalerweise auf die Straßen zieht, um das neue Jahr zu begrüßen, war dieses Mal nahezu alles anders. Ein nächtlicher Streifzug durch die Innenstadt lieferte unserem Fotografen Eberhard Städtler ungewöhnliche Einblicke.

Ludwig Sebus zum neuen Jahr 2021: "Die Hoffnung auf eine bessere Zukunft lässt sich nicht so einfach zerstören!"

Ludwig Sebus
BRH-Freund Ludwig Sebus zu 2021:
„Die Hoffnung auf eine bessere Zukunft
lässt sich nicht so einfach zerstören!“

Ludwig Sebus, es gibt in der großen BRH-Familie wenige Menschen in und aus Köln, die eine positive, optimistische Grundhaltung so intensiv und authentisch vorleben wie unser Krätzchen-Sänger, Komponist und Texter aus der Domstadt, ein Freund des Seniorenverband BRH. Bei dem mittlerweile 95 Jährigen geht das immer einher mit großer Herzlichkeit und guter Laune. Der Köln-Barde Hans-Jürgen Jansen hat es einmal so festgehalten: „Zur Freundschaft zählt stets ein frohes Herz!“

Sebus wuchs als Sohn eines Vergolders in Köln auf, wurde 1943 als Soldat eingezogen und kam nach Russland, von dort kehrte er erst Ende 1949 aus Gefangenschaft an den Rhein zurück. Den ersten großen Erfolg hatte er in der Session 1954/1955 mit dem Lied „Jede Stein in Kölle eß e Stöck vun deer“. Seitdem trat er regelmäßig im Kölner Karneval auf und viele seiner Auftritte und Konzerte wurden im Fernsehen und Radio übertragen. Im Laufe der Jahrzehnte hat er diverse Lieder sowohl für sich selbst als auch für andere Interpreten geschrieben.

In den letzten Jahren war Ludwig Sebus regelmäßig beim Seniorenverband BRH zu Gast, nicht nur mit seinem Melodienreigen, sondern auch oft mit seinem Kölngeflüster, Rümcher und Verzällcher. So wurde er zum Freund des BRH. In einem seiner letzten Hits blickte er bei einem BRH-Treffen zurück:

Die Uhr läuf immer wigger wie flöck verjeiht de Zigg
Su manches jeiht donevve doch miehstens hätt mer Glöck
Maht ich en all dä Johre nit jedem alles Räch
Wor falsch ens avjeboge doch et bliev minge Wäch
Ich däht et alles su widder dun
Un hätt ming kölsche Siel och he un do ne Schrom.

Wer könnte also für unsere Senioren prädestinierter sein für einen hoffnungsvollen Ausblick auf das neue Jahr als er. Die Corona-Zeit – so meint er – habe uns gelehrt, dass der Mensch weniger braucht, um zufrieden zu sein. Die Erinnerung an die russische Kriegsgefangenschaft gebe ihm zudem die Hoffnung: „Eine Situation kann miserabel und furchtbar sein, aber die Hoffnung auf eine bessere Zukunft lässt sich nicht so einfach zerstören.“

Dezember 2020: Jedem Weihnachtsfest liegt ein Zauber inne – Genießen Sie es!

Das Jahr neigt sich dem Ende zu – 2021 steht vor der Türe. Jetzt zum Jahreswechsel äußert wieder ein jeder Wünsche und Vorsätze: Das gilt auch für unseren Seniorenverband BRH NRW. Was wünscht man sich? Viele Mitglieder haben sich Gedanken gemacht und auch Wünsche für sich und unseren BRH geäußert. Zudem haben wir bei unseren Verantwortungsträgern einmal nachgehakt, was ihnen wichtig ist. Was dabei herausgekommen ist, lesen Sie nachfolgend. Zudem haben wir einige wenige Darstellungen aus der Flut der guten Wünsche herausgegriffen.

An der Spitze steht natürlich unser Landesvorsitzender Martin Enderle. Neben besten Wünsche für alle Mitglieder heißt es bei ihm: „Der Landesvorsitzende wünscht sich, dass bald eine Zeit beginnt, in der nicht mehr von Corona-Kernfamilie, AHA-Regeln, Mund-Nase-Bedeckung, FFP2-Masken und vulnerablen Gruppen die Rede ist, sondern von Verwandtschaftsbesuchen, Geburtstagsfeiern und Jubiläen, je größer, desto schöner.“

Enderle ’leidet’ auch mit seinem BRH Bielefeld: „Was hatten wir im KV Bielefeld nicht alles geplant für's Jahr. Nichts von alledem konnte stattfinden, Corona sei „Un-„ Dank. Jetzt ist unsere Merkliste einfach länger geworden. Also, sobald uns die Pandemie nicht mehr im Griff hat, werden wir unsere Pläne aufleben lassen. 2021 könnte ein gutes, aktives und interessantes Jahr werden“.

Auch im Landesbüro haben wir angeklopft. Büroleiterin Elke Ströer - nach Wünschen befragt - schüttet aus: „Mein Wunsch, die Rückkehr zur Normalität, wie wahrscheinlich alle Menschen auf dieser Welt. War am Beginn des Jahres 2020 noch von Entschleunigung des Lebens durch Corona die Rede, so ist im weiteren Verlauf des Jahres die Entschleunigung zur Vereinsamung geworden.

Viele Menschen haben das vergangene Jahr dazu genutzt, Schränke auszumisten, zu renovieren oder den Garten auf Vordermann zu bringen. Aber eine noch so schöne Umgebung ersetzt nicht den menschlichen Kontakt! Ich wünsche mir, dass ich endlich die Menschen, die mir wichtig sind, wieder zur Begrüßung in den Arm nehmen und knuddeln kann, dass ich Menschen, die traurig sind, wieder umarmen und trösten darf. Die körperliche Distanz ist das, was mir in 2020 wahnsinnig schwer gefallen ist. Ich möchte, dass das ein Ende hat!!!“

Bild 1: Gruß zu Weihnachten aus der Eifel. Alle bekannten Meteorologen machen uns in unserer Region Hoffnungen auf weiße Weihnacht!
Bild 2: „Dä decke Tönnes in der Eifel“. Wer hier betet, findet Verlorenes wieder, ... sagt der Volksmund.
Fotos: Eberhard Städtler - Klick auf's Bild = Großbild -

Unser Webmaster des BRH Euskirchen, Alex Halm kommt so zu Wort und wünscht sich für 2021: Es kann 2021 nur besser werden. Und es wird besser werden. Nicht von heute auf morgen. Man muss Realist bleiben. Mancher Kollateralschaden wird bleiben. Das schmerzt. Aber gut, dass der Staat mit Milliarden Euro Schlimmeres vermeiden hilft. Gut, dass in Rekordtempo entwickelte Impfstoffe zur Verfügung stehen. So sind berechtigte Hoffnung und Zuversicht die Stichworte für einen optimistischen Blick auf das neue Jahr. Und vielleicht findet jeder für sich eine neue Antwort auf die Frage, was wirklich wichtig ist. In diesem Sinne wünsche ich eine besinnliche Weihnacht und ein gesundes Jahr 2021.

An dieser Stelle kommen auch zwei BRH-Mitglieder stellvertretend für die vielen guten Wünsche zu Wort. Anni Schwarz möchte sich bei allen Beteiligten recht herzlich bedanken: „In dieser, für uns alle schwierigen Corona Zeit, tat es einfach gut, etwas von euch zu hören. Mir fehlt das, was ich bisher mit dem Seniorenverband alles an Interessantem und Schönem erleben durfte sehr.

Ich möchte mich bei allen Ausrichtern und denen, die noch im Hintergrund mitgearbeitet haben, für die große Mühe, die sie sich für dieses Jahr gemacht haben, herzlich bedanken. Wir können nur hoffen, dass wir bald Licht am Ende des Tunnels finden.“

„Wir wollen gerne festhalten und Ihnen weiterhin das Beste wünschen“, schließen auch Dagmar und Peter Goldschmidt alle ein. In 2021 dürfe es jetzt wieder besser werden. „Weniger ’Ge-Trump-el im Ohr’, ohne die Brexitäre, dafür aber bald wieder Veranstaltungen mit dem BRH NRW.

Zu den Festtagen dürfen wir mehr an Weihnachten denken, statt unsere Schritte durch überfüllte Weihnachtsmärkte zu lenken. Wie geschrieben: Jetzt ist die Zeit der Ruhe. Und für Böller haben wir in der Vergangenheit eh' nichts ausgegeben. In diesem Sinne: Bleiben oder werden Sie gesund, wenn es dafür einen Anlass gibt. Ruhige Weihnacht und einen wohldosierten Rutsch ins bessere Jahr.“

Dez 2020: Ehrenamtliches Wirken: Ein Beispiel, über das wir gerne berichten

(Euskirchen) Viele ältere Menschen tun als Ehrenamtliche Gutes, helfen anderen Menschen und verbringen zudem oft ihre Freizeit mit Gleichgesinnten. Ohne ehrenamtliche Helfer könnten viele Vereine und gemeinnützige Organisationen in NRW gar nicht bestehen

Ehrenamtliche Helfer werden an vielen Stellen benötigt. So ist es für BRH-Mitglied Gerd Weinand seit jeher eine Selbstverständlichkeit, sich in den Alltag als Helfer einzubringen. Es ist ein Beispiel, über das wir gerne berichten, nämlich über den Herbergsvater der Jakobuspilger in Euskirchen, in unmittelbarer Nähe des historischen Jakobsweges von Köln nach Trier. Ein ’Jakobsweg’ führt seit dem Mittelalter mitten durch den Eifelkreis und dabei nutzen die Pilger die alte Römer- und Handelsstraße vom ’hillije Kölle’ über Weilerswist, Euskirchen, Bad Münstereifel, Blankenheim und Kronenburg in Richtung Trier

Gerd Weinand ist hauptverantwortlich, dass es in seinem Heimatort eine der wenigen Pilgerherbergen an Jakobswegen im Rheinland gibt. Mitte Juli 2019 ist sie dazugekommen. Für Pilger, die auf ihrem Weg von Köln durch die Eifel nach Trier bei Weinand ankommen, ist es nach Brühl erst der zweite Etappenort weit und breit. Hier finden sie neben einem Aufenthaltsraum den Schlafraum und ein aufwändig neu gestaltetes Bad mit Dusche, Waschbecken und WC.

Jetzt konnte man in der Herberge - vom Freundeskreis der Jakobspilger in Euskirchen betrieben - nach einer Einführungszeit eine erste kleine, aber in corona-bedingten Zeiten höchst erfreuliche Bilanz ziehen. „Sie wird sehr gut angenommen“, berichtet der Herbergsvater nicht ohne Stolz über ’seine’ Herberge und führt weiter aus: „Seit der Eröffnung im Jahre 2019 wurde die Unterkunft schon von mehr als 150 Pilgerinnen und Pilger genutzt!“

Die Übernachtungszahl sei umso beachtlicher, als dass das Haus corona-bedingt bereits zweimal für längere Zeit geschlossen wurde. Die Übernachtungsgäste in der Herberge haben übrigens auch einen Überschuss zurückgelassen und so konnte Weinand fast 1.000 Euro dem ’Schutzhaus für Frauen und Kinder’ als Spende überreichen.

Wir vom Seniorenverband BRH finden, dass - wenn schon einmal viel Zeit und Herzblut in die ehrenamtliche Tätigkeit gesteckt wird - diese auch ihre Anerkennung und Würdigung verdient hat. Haben Sie ebenfalls Informationen aus unserer BRH Familie über lobenswerte Ehrenamtlichkeit, dann informieren Sie uns. (T 02251 80621) WIR BERICHTEN GERNE.

Bild 1: In einem Aufenthaltsraum befinden sich neben Tisch mit Stühlen eine Schlafcouch für zwei Personen und auch ein mit Getränken gefüllter Kühlschrank und als Bonbon: Studentenfutter!

Bild 2: Die Herberge umfasst einen Schlafraum mit zwei Etagenbetten und bietet Schlafplatz für vier Personen.

November 2020: Ratschlag für die Daheimgebliebenen: „Nicht von Corona unterkriegen lassen!“

BRH Mitglied Robert Klütsch auf Wanderschaft: Ein Foto mit Rucksack am Gipfelkreuz Billiger Wald
und plötzlich lernt man, gelassen zu sein und die Dinge auf sich zukommen zu lassen.

(Euskirchen) In den letzten Wochen haben wir an dieser Stelle gerne über Urlauserlebnisse 2020 unserer Senioren berichtet und bekamen Lob. „Eine tolle Idee, der zur Zeit ruhenden ’BRH-Reisegemeinschaft mit und ohne Koffer’ durch wiederum gelungene Urlaubsfotos die Reiselust zu erhalten“, schrieben uns die BRH-Mitglieder Ursula Brühl und Robert Klütsch ins Buch. Und kennen eine Ersatzdroge: „Ersatzweise machen wir kleinere Wanderungen ’mit Rucksack’ in nächster Euskirchener Umgebung, wie z. B. Billiger Wald mit der höchsten Erhebung im Stadtgebiet und bei dem trockenen Wetter ganz tollen Fernsicht. Das Thema ’Abstand’ ist dank geringem Verkehrsaufkommen und ausreichend Platz nicht der Rede wert.“

Die Wanderschaft, kurz oder lang, ist in der Tat bei Senioren wieder in, sie kann im trögen Alltag und mitten in der Coronakrise wie jeher eine spannende Herausforderung sein. Einziges aktuelles Problem: Während der Coronakrise ist die Gastronomie geschlossen. Die richtigen Wanderfreunde lassen sich davon nicht unterkriegen, ist doch mitten in diesen Tagen vieles anders als sonst. Dafür aber widerfährt einem etwas, was man auch sonst eher seltener macht. Man nimmt die Umgebung ganz anders war, beobachtet die Natur, stellt fest, wie unterschiedlich Regionen durch ihre Landschaft und manchmal auch Dialekte sind. Man lernt plötzlich, gelassen zu sein und die Dinge auf sich zukommen zu lassen.

Die beiden oben erwähnten Senioren sind übrigens im Rheinland unterwegs und achten auf lustige Sprüche, die ihnen begegnen. Zu der jetzigen Corona-Phase habe man humorige „kölsche“ Beiträge gefunden, die sicherlich von den meisten verstanden werden und die Stimmung aufhellen. So etwa zum Beispiel die Hygienehinweisen op kölsch: „Bliev zwei Meter fott vun dr Lück!“, „Nur luure, nit aanfasse!“ und „Lööf dir de Noos un biste am hoste, bliev zuhuus!“ Und dann haben die wanderlustigen Senioren noch einen guten Ratschlag für die Daheimgebliebenen: „Nicht von Corona unterkriegen lassen, die Parole AHA+A+L jetzt durch Herbst und Winter beachten und nach dem kölschen Grundgesetz ‚Et hätt noch immer jot jejange’ leben.“ Auch Humor kann helfen, mitten in der Corona-Krise…….

Haben Sie ebenfalls Erfahrungen in der Corona-Zeit gemacht, die andere erfahren sollten: Dann informieren Sie uns unter hansburggraf@yahoo.de. Wir berichten gerne.

Nov. 2020: Was für ein Traum für einen Gehbeeinträchtigten: Ein Elektromobil

Klaus Reimer und sein Mobilfahrzeug
Klaus Reimer unterwegs mit seinem Elektromobil
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(Euskirchen) „Ohne dieses Gefährt käme ich aus der Wohnung nicht mehr nach draußen, stets müsste einer zur Stelle sein, der mich mit einem Rollstuhl schiebt!“ Eine klare Meinung hat BRH-Mitglied Klaus Reimer zur Frage der Beweglichkeit mit seinem neuen Senioren-Mobil. Der Mann vom Seniorenverband BRH findet die Nutzungsmöglichkeit einfach ideal für seine alltäglichen Fahrten im Stadtbereich oder sogar bei gelegentlichen Trips in die Natur. Er kann nun beachtliche Entfernungen zurücklegen, nach Lust und Laune losbrausen, auf Straßen, Radwegen und Bürgersteigen, sogar querfeldein...und wo kein Fußweg in Sicht ist, darf er auch den Radweg oder die Straße benutzen. Was für ein Traum für einen Gehbeeinträchtigen, den sich sicherlich immer mehr Senioren auch erfüllen möchten.

Die Anschaffung eines solchen Elektromobils ist heute wohl nicht mehr so kompliziert. Verschreibung durch den zuständigen Arzt und eine Genehmigung der Krankenkasse dürften in den meisten Fällen reichen. Die Seniorenmobile sind anerkannte Hilfsmittel der gesetzlichen Krankenversicherungen und grundsätzlich förderungsfähig. Ein Informationsgespräch mit dem Fachhandel erscheint aber zum Start sinnvoll, auch im Wohnbereich ist einiges zu überlegen. Zwar braucht man keinen Helm für die Nutzung, aber ein Abstellplatz und ein Elektroanschluss 220 V müssen schon her. Die laufenden Kosten sind minimal. Sieht man einmal von den Stromkosten für die Aufladung der Batterie ab, fallen keine weitere Kosten wie etwa Versicherungsleistungen an.

Dagegen ersetzt das Elektromobil dem „verkehrsrechtlich anerkannten Fußgänger“ die Beine, weil die Füße nicht mehr wollen. Die Auswirkungen seiner Behinderung werden abgemildert wenn nicht sogar behoben. Motorisiert unterwegs, mobil sowie unabhängig sein – und alles ohne Führerschein, das ist der Gewinn an Lebensqualität. Die Selbstständigkeit ist zurück.

Hat das Fehlen der Gesundheit den BRH’ler einmal ausgebremst, ist das heute fast vergessen: Das Elektromobil verhilft zu neuen Schwung. Und auch bei einfachsten Erledigungen im Alltag ist das so, das Mobil ist ständig einsatzbereit, fährt los und hält durch den Elektromotor gesteuert immer den Nutzer leicht in Bewegung. Selbst mit dem Tageseinkauf beim Discounter oder schon mal mit kleinem Reisegepäck. „Was Besseres kann man nicht haben“, hat Reimer nach längerer Nutzungszeit schon erfahren. „Wenn man seinen Zustand akzeptiert und sich darauf einstellt, braucht ein Mobileingeschränkter solch einen Helfer. Neben einen Menschen auch diese technische Unterstützung.“

In seiner Heimatstadt kommt das Mitglied des Seniorenverbands BRH, der auch Rechungsprüfer im BRH Landesverband ist, gut zurecht. Er kann überall fahren, Beanstandungen gibt es nicht. Böse Zwischenfälle und unaufmerksame Passanten: Fehlanzeige. Das Elektromobil fährt mit einer Geschwindigkeit von bis zu 6 km. „Das reicht“, meint der Senior und zählt auf „für Ziele wie Einkauf, Arzt, kleinere Besorgungen, eigenständig Freunde und Bekannte besuchen und an der frischen Luft Spazierfahrten unternehmen.“ Selbst bei Strecken, die bergauf führen, ist die Steigfähigkeit des Mobils relevant.

Okt. 2020: Wenn Urlauber schwärmen „Es hat einfach alles gestimmt!“

(NRW) Urlaub, aber wohin? Viele Länder sind von Reisewarnungen betroffen und Ferien in Deutschland? Die Verwirrung ist groß: Risikogebiete, Hotspots, Beherbergungsverbote - Wer darf noch wohin reisen? BRH Mitglieder Regina und Gerd Weinand hatten für sich die Wahl getroffen und wenn danach Urlauber schwärmen „Es hat einfach alles gestimmt. Wir würden immer wieder kommen“, dann ist wohl alles vernünftig und angenehm gelaufen...

Die beiden wählten nämlich den Bayerischen Wald, inmitten des größten zusammenhängenden Waldgebirges, erlebten sehr schöne Tage im Wellnesshotel ’Tonihof’ in Langdorf (Nähe Regen) bei den ’Tonihof Buam’. Und berichten: „Das Hotel war komplett ausgebucht. Der Außenpool war beheizt (33 Grad) - alles sehr gepflegt, ausgezeichnetes Essen (Vollpension). Personal sehr freundlich! Das Hotel können wir gerne weiter empfehlen.“

Fotogalerie: Im Bayerischen Wald
Fotos: Familie Weinand - Klick auf's Bild = Großbild

Bild 1: Volltreffer! Gewünscht waren zum Bericht zwei Köpfe, Kühe und viel Natur: Und man muss sagen: Auftrag erfüllt: Die Weinands im Bayerischen Wald.

Bild 2: Selbst eine Kutschfahrt in schöner Umgebung kann zu einem Erlebnis werden.

Bild 3: In herrlicher Umgebung findet man Gelegenheit, den Kopf wieder frei zu bekommen und neue Kraft für den Senioren-Alltag zu tanken.

Bild 4: Sehenswert: Glasstadt Zwiesel bietet die höchste Glaspyramide der Welt. Es wurde nachgezählt: 93.665 Kristallgläser sind zu einer acht Meter hohen Erhebung aufgebaut.

Und was macht die Gegend so erlebenswert? Lohnenswert sei ein Rundgang um den Großen Arbersee, umschlossen von einem dichten Urwald und Hochwald. Gerd Weinand: „Ein Relikt der Eiszeit!“

Sehenswert in der Nähe die Stadt Zwiesel mit der höchsten Glaspyramide der Welt. Es sind dort 93.665 Kristallgläser zu einer acht Meter hohen Pyramide aufgestapelt.

Bei einer Kutschfahrt bekam man Informationen über die Anpassungsfähigkeit des Borkenkäfers im Klimawandel und die enormen Schäden an den Fichten zu sehen. (Augenzwinkernd wurde festgehalten: ...willst Du einen Wald vernichten, pflanze Fichten...!).

Zum Aufenthalt gehörte auch eine Abendwanderung mit Laternen, geführt vom Seniorchef des Hauses „Tonihof“. Unterwegs gab’s dann auch ein "Schnapserl" und auf einer Hütte Livemusik mit Akkordeon und Gesang. Regina Weinand erinnert sich: „Ein aus einem ausrangierten Öltank selbst gebauter Bollerofen sorgte für die nötige Wärme. Man fühlte sich also im Urlaub, als wäre man daheim.“

Was haben wir aus dem Urlaubsbericht gelernt: Im Bayerischen Wald kann man eine erholsame Auszeit starten und findet zudem einen Aktivaufenthalt in unvergleichbarer Natur. Eine gute Gelegenheit, um den Kopf wieder frei zu bekommen und neue Kraft für den Senioren-Alltag zu tanken. Also recht bald wieder zu einem perfekte Ferien-Erlebnis in den Bayerischen Wald? Die Weinands: „Leider liegt der Bayerische Wald mit seinem kilometerlangen, bestens markierten Wanderwegenetz nicht gerade ’vor der Haustüre’, sonst würden wir sicher häufiger Urlaub im Tonihof machen. Auf jeden Fall haben wir festgestellt, dass Urlaub in Deutschland sehr entspannend sein kann.“

Haben Sie so etwas auch im Urlaub 2020 erlebt, ebenfalls Urlaubserfahrungen gemacht? Dann informieren Sie uns. (T 02251 80621) WIR BERICHTEN GERNE.

September 2020: öffentlichen Vorstandssitzung des Seniorenverbandes BRH Euskirchen

Sobald es das Pandemiegeschehen erlaubt,
werden den älteren Menschen wieder Veranstaltungen angeboten.

(Kreis Euskirchen) „Gerade angesichts der Pandemie die Lebensbedingungen älterer Menschen verbessern!“, das war ein großes Thema der öffentlichen Vorstandssitzung des Seniorenverband BRH im Euskirchener „Welcome Parkhotel“. Die Führungsriege des BRH beschäftigte sich trotz der höchst unsicheren Corona-Lagebewertung und den Hürden bei der Wahrung des Mindestabstands sowie der aktuell steigenden Zahl der Infektionen mit derzeitigen Themen, die gerade die älteren Menschen beschäftigen.

Vorbehaltlos nahmen die Seniorenvertreter bei ihrer Beratung die Wahlergebnisse und auch die Tarif-Forderungen im öffentlichen Dienst ins Visier. „Einige Parteien haben die älteren Menschen aus den Augen verloren und bei den Wahlen dann offensichtlich auch prompt die Quittung bekommen“, war eine Aussage, auf die man sich mehrheitlich einigen konnte. Ebenso zeigte sich eindeutig, dass die BRH-Vertreter bei den Bemühungen für Verbesserungen im öffentlichen Dienst sich statt Ruf nach allgemeinen Forderungen eher Verbesserungen für einige Berufe - die gerade in der Pandemie ihre „Frau oder Mann“ standen und auf Anerkennung stießen – gewünscht hätten. „Das wäre in der Öffentlichkeit auf größeres Verständnis gestoßen!“

BRH-Vorstand
Die Führungsriege des Seniorenverband BRH Euskirchen beschäftigte sich trotz der höchst unsicheren Corona-Lagebewertung mit derzeitigen Themen, die gerade die älteren Menschen beschäftigen.

Auch die weiteren Erörterungspunkte der Tagesordnung bestätigten, wie wichtig der Seniorenverband als ein Schutzwall gegen Versuche, die ältere Generation zu benachteiligen, ist. Da ging es überregional um festgestellte Mängel bei dem Einsatz ausländischer Pflegekräfte und um völlig unerklärliche Differenzen bei den Medikamentenpreisen sowie regional um die Bleibelastung in Mechernich sowie um die lobenswerte Seniorenumfrage in der Gemeinde Weilerswist. Kritisch befasste man sich auch mit den ständigen Filialen-Schließungen bei den Banken und der Post. „Auffallend ist doch, dass Geldinstitute immer häufiger Filial-Alternativen suchen und dabei die Älteren in einen Nachteil setzen.“

Inhaltlich wurden in der Sitzung speziell Sorgen der älteren Generation - wie etwa die gefühlte Einsamkeit - angesprochen. Zudem setzen die Älteren nach einem BRH-Umfrageergebnis zunehmend bei der Frage nach der Gestaltung des Wohnumfeldes auf gute Einkaufsmöglichkeiten, Ruhe und Sicherheit sowie vernünftige Verkehrsanbindung.

Eindeutig hat die Corona-Krise zu empfindlichen Rückschlägen im Programm des BRH geführt wenn es um die weit über den Kreis hinaus bekannte Aktion „Urlaub ohne Koffer“ geht. So mussten alle Pläne 2020 über den Haufen geworfen, Verträge und Buchungen arbeits- und kostenintensiv storniert und alle Einzahlungen von Mitgliedern erstattet werden.

Dazu gab es dann den Beschluss: „Sobald es das Pandemiegeschehen erlaubt, werden den älteren Menschen wieder finanzierbare Veranstaltungen angeboten, wie sie es in der Vergangenheit gewohnt waren!“

Und, es wurde als lobenswert festgehalten, dass der BRH aus dem Landesprogramm zur Unterstützung ehrenamtlicher Aktivitäten zur Bewältigung der Corona-Krise in NRW von der Stadt Euskirchen eine finanzielle Förderung erhalten hat. Die finanzielle Lage des BRH Euskirchen war auf der Sitzung auch ein großes Thema.

September 2020: Leuchtende Gärten im Seepark Zülpich

Eine Zauberwelt aus buntem Licht als erlebenswertes abendliches Spektakel

(Zülpich) Die kreisangehörige Stadt Zülpich existiert seit dem 1. Jahrhundert v. Chr., ist bekannt geworden mit der Schlacht von Zülpich im Jahr 496 und liegt heute etwa in der Mitte zwischen Bonn, Köln und Aachen. Jetzt machte die Stadt mit einer Besonderheit auf sich aufmerksam, die schon alleine einen lohnenden Grund bot, als Ziel hier einen Urlaubstag zu verbringen. Als es dunkel wurde, begann der Seepark zu leuchten, mit einer Bandbreite an Sehenswürdigkeiten, die Jung und Alt begeisterte.

Impression: Leuchtende Gärten im Seepark Zülpich - Foto: Volker Lohmeyer

So rief an zwei Wochenenden die Römerstadt inzwischen schon zum siebten Mal zu den „Leuchtenden Gärten Zülpich“ - diesmal an den Zülpicher See. Es war eine gelungene Premiere, denn mit dieser Veranstaltung war man vom innerstädtischen Wallgraben mit der Kulisse für ein faszinierendes Licht- und Klangspektakel an den Seepark gewechselt. Illuminiert wurde das Geschehen wieder vom preisgekrönten Lichtkünstler Wolfgang Flammersfeld (Unna), der die Runde am See bei guten Witterungsbedingen zum Abendspaziergang der besonderen Art machte.

Da der Seniorenverband BRH diese Veranstaltung leider wegen den Corona-Bedingungen nicht in sein Programm „Urlaub ohne Koffer“ einpacken konnten, sahen sich für den BRH schon mal Tourenleiter vor Ort einmal um und erlebten eine schier wundervolle Welt zwischen Phantasie und Wirklichkeit, mit magischen Illuminationen, faszinierenden Klängen und dann auch noch an einem See. Die wunderschönen Projektionen verzauberten immer wieder die Besucher, die das Eintauchen in eine echte Traumwelt immer wieder mit vielen „Ahs“ und „Ohs“ begleiteten. Unsere Beobachter fällten dass Urteil: „Sehenswert. einfach toll!“

Fotogalerie: Seeparklichter Zülpich
Fotos: Volker Lohmeyer - Klick auf's Bild = Großbild

Sorgen wegen der Pandemie brauchte man nicht zu hegen, das weitläufige Parkgelände macht die Leuchtenden Gärten unter Corona-Bedingungen möglich. Die Freude war also ungeteilt: Die mit warmen Lichttönen erleuchteten Wege, die erstrahlten Büsche und Bäume in den unterschiedlichsten Farben, selbst die Rasenflächen und Gebäude wurden mit Illuminationen faszinierend in Szene gesetzt. Die Besucher jeden Alters wurden regelrecht eingefangen, vom Tageslicht bekannte Ecken wurden durch phantastische Lichtinszenierungen neu interpretiert.

Man darf getrost an den Abenden jeweils von einer fünfstelligen Zahl an Besucher sprechen. Für uns vom Seniorenverband BRH ein Grund, den Besuch der Zauberwelt aus buntem Licht als ein erlebenswertes abendliches Spektakel (Eintritt 9 Euro) im nächsten Jahr in unser Programm „Urlaub ohne Koffer“ als bunt, unterhaltsam und abwechslungsreich aufzunehmen.
Die Fotogalerie vom Lichtfestival stellte uns dankenswerterweise BRH-Mitglied Volker Lohmeyer zur Verfügung.

Weil wohl im nächsten Jahr hier und dort Interesse an einem Besuch besteht, haben wir uns erkundigt: Die Veranstaltung „Leuchtende Gärten im Seepark Zülpich“ gehören auch im kommenden Jahr wieder zum festen Bestandteil des Veranstaltungskalenders. Die Veranstaltung ist, aufgrund der weiteren Veranstaltung im Seepark Zülpich, bereits auf den 17. September 2021 bis 3. Oktober 2021 terminiert worden.