Archiv 2019 (Juli bis Dezember)

24. September 2019: Fahrt nach Utrecht

BRH-Senioren staunten: Utrecht ist fast wie Amsterdam!

(Utrecht) Ein Bummel durch die Altstadt mit ihren wunderschönen Plätzen und Kirchen ist unvergesslich! Utrecht ist fast wie Amsterdam! Viele fahren einfach an Utrecht vorbei. Ein Fehler, den Tourleiterin Karin Olschewski nicht begehen wollte. Also machte sie sich mit fast 60 Senioren auf in die Niederlande und erreichte gegen Mittag - natürlich mit einer Fahrtpause - die wunderschöne mittelalterliche Stadt. Teilnehmer Heinz Reul berichtet abends rückblickend: „Es war wieder einmal ein wunderschöner Tag - trotz des kleinen Nieselregens!“ Und Gerd Weinand ergänzt: „Wir waren zum ersten Mal in Utrecht und die Stadt ist sehenswert, so viele Radfahrer wie Einwohner!“

Die Utrecht-Reisegruppe - Foto: Bernd Koherr
Die Utrecht-Reisegruppe - Foto: Bernd Koherr

Vom Tag selber berichten uns Dagmar und Peter Goldschmidt: An Utrecht sind wir bereits oft vorbeigefahren, auf der Autobahn zu anderen Zielen. Neugier war es dann, die längere Fahrstrecke in Kauf zu nehmen und entsprechend früh aufzustehen. Der Tag begann trüb und kühl, später kam Regen dazu. Bei der anderthalbstündigen Stadtführung (in drei Gruppen) durch und um den Utrecher Dom summierten sich die Eindrücke, nicht nur architektonischer Art, und ergänzt durch Historisches zum Bildersturm, zum zweiten "deutschen Papst" Hadrian VI und nebenbei zur wechselhaften sowie zeitweise auch deutsch-niederländischen Geschichte.

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Fotos: Bernd Koherr - Klick auf's Bild = Großbild

Und dann ging’s in kleinen Gruppen - jede für sich - in die führungslose "Freizeit", zunächst vor allem auf die Suche nach einem akzeptablen Mittagessen. Die Universitätsstadt bietet in ihrem Zentrum Angebote unterschiedlicher Küchen in einer großen Anzahl von Restaurants, viele davon jedoch erst am Spätnachmittag ab 17 Uhr. In einer kleinen Gruppe entdeckten wir abseits der Massen in einer Nebengasse das scheinbar gut besuchte kleine Restaurant "Vis & Meer". Und wir haben dort preiswert und lecker gegessen, z.B. "fish and chips" und eine geschmackvolle "Boullabaise" (franz. Fischsuppe). Auf die typischen "Friet met Mayo" und/oder "Fricandel special" wurde daher gerne verzichtet.

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Fotos: Peter und Dagmar Goldschmidt - Klick auf's Bild = Großbild

Es war bewölkt und erste einzelne Regentropfen fielen, als wir zu viert auch noch ein Boot für eine anderthalbstündige Grachtenrundfahrt bestiegen. Leider konnte der Skipper nur sechs Passagiere zählen, aber er war trotzdem freundlich und gut gelaunt. Von ihm und zusätzlich vom Band hörten wir interessante Geschichten und Erläuterungen zu den an Land vorbeiziehenden historischen Gebäuden. Danach reichte die Zeit noch für einen kleinen Einkauf, bevor bei einem abschließenden Kaffee auf den Bus zur Rückfahrt gewartet wurde.

Soweit der Bericht von den Goldschmidts, von denen auch die Bildergalerie - ergänzt durch Bilder von Bernd Koherr und Heinz Reul - stammt.

Bildergalerie
Fotos: Heinz Reul - Klick auf's Bild = Großbild

19.09.2019: Köln - Synagoge Roonstraße und St. Pantaleon

BRH-Senioren im kulturell und religiös fremden Raum

(Köln) Nach dem Besuch der Kölner Moschee nahm sich Tourleiter Gerd Weinand mit einer starken Seniorengruppe diesmal die Kölner Synagoge in der Roonstraße vor. Das jüdische Gotteshaus ist das Zentrum der Synagogen-Gemeinde Köln und fand seinerzeit große Beachtung beim Besuch des Papstes Benedikt XVI anlässlich des Weltjugendtages 2005. Die fünfzig älteren Menschen interessierten sich für jüdisches Leben und begaben sich deshalb in einen für sie doch kulturell und religiös fremden Raum. Dass sie bereichert mit viel Neuem und Erfahrenem wieder nach Hause kamen, verdanken sie Esther Bugaeva, Referentin der Synagogen Gemeinde. Von ihr erfuhren die Euskirchener etliches, zum Beispiel zum Ablauf des Gottesdienstes. Und auch dazu, warum alle männlichen Besucher eine Kippa auf den Kopf tragen mussten.

Auch die Vorkommnisse während der Novemberprogrome 1938, als alle sieben Synagogen in Köln zerstört beziehungsweise verwüstet wurden, wurde nicht ausgenommen. Für viele war es der erste Besuch in einer Synagoge und so durch die Führung und einem regen Frage- und Antwortspiel auch der beste Weg, um Vorurteile abzubauen. Teilnehmer Bernd Hilger war beeindruckt, die Führung sei aufschlussreich interessant, kompetent und sehr freundlich rübergekommen. Es sei ein informativer interessanter Nachmittag gewesen.

Fotogalerie: Gerd Weinand - Klick auf's Bild = Großbild

Gestartet waren die Senioren am Vormittag mit einem Besuch von St. Pantaleon, die älteste der zwölf romanischen Kirchen Kölns. Ursula Windheuser übernahm hier die Führung der BRH Gruppe. Und auch sie wurde von den Senioren mit viel Lob bedacht. Pantaleon ist wohl eine der schönsten romanischen Kirchen Kölns. Das Mittelschiff wurde bereits im 10. Jahrhundert errichtet, der Haupteingang mit den beiden Türmen wurde einst von einer Kaiserin um 960 gestiftet.

Zum Mittagstisch hatte Tourleiter Weinand auch eine gute Wahl getroffen. Man war zu Gast im "Birreria" und konnte hier sogar von einer BRH-Karte speisen. Die Bayerische Gaststätte mit hauseigener Brauerei und rustikaler deutsch-italienischer Küche in traditioneller Brauhaus-Atmosphäre nahm die Euskirchener Senioren sehr freundlich auf und ließ kaum Wünsche unerfüllt. Tourleiter Weinand brachte für uns auch die Fotos mit.

Es war ein rundum gelungener Tag, lassen wir hier Teilnehmerin Ute Neubauer sprechen: „Ganz herzlichen Dank für den gelungenen Tag mit Besichtigungen religiöser Stätten in Köln. Alles war gut organisiert, einschließlich der Lokalität für das Mittagessen, für das - wie schön - ausreichend Zeit zur Verfügung stand. Nochmals DANKE für die freundliche Betreuung.“

10. September 2019: Glockengießen, Eifelkrimi und Café Sherlock

Vom Döppekoche und Brutzelfleich bis zum Cafe Sherlock

(Eifel) „Ein großes Stück vom Döppekooche mit Speck - serviert mit Kräuterschmand, eine Fuhre voller hausgemachte Spätzle und geschabte Spinatspätzle, in der Schubkarre serviert mit frischem Gemüse und Bio-Gouda vom Demeterhof goldbraun überbacken, Kartoffelzucchinirösti mit Bärlauch auf Gemüsekräuterragout mit „Eifeler Brutzelfleisch “in der Pfanne serviert!“ Die BRH Senioren waren bei durchgängig schönem Wetter mit der sicheren Busfahrerin Susanne Puzicha aus dem „Haus Dardenne“ in der Eifel unterwegs.

Die BRH-Reisegruppe - Foto: Volker Lohmeyer

Tourleiter Volker Lohmeyer hatte als erstes Ziel und Station in Brockscheid die Glockengießerei ausgesucht. Die einstündige Führung wurde sehr anschaulich durch Lothar Schneider für die Älteren durchgeführt. Sie erfuhren, wie aufwändig der Herstellungsprozess einer Glocke ist und mit welch hohem handwerklichen Wissen und Geschick dies hier in einem der letzten fünf in Deutschland verbliebenen Glockengießereien geschieht. Das Wissen, um die für jede Glocke neu herzustellende Schablone wird in Brockscheid seit 1620 von Generation zu Generation weitergegeben. Aktuell wird der Betrieb, der pro Jahr zwischen 30 und 40 Glocken ausschließlich in Handarbeit herstellt, durch Cornelia Mark-Maas in sechster Generation geführt. Ein Teilnehmer dazu: „Wir waren schon einmal mit Führung hier und haben erst jetzt durch diesen Vortrag verstanden, wie eine Glocke hergestellt wird“.

Glockengießerei
Fotos: Volker Lohmeyer - Klick auf's Bild = Großbild

Zum Mittagstisch entführte Lohmeyer die Gruppe ins nahegelegene Schalkenmehren am Schalkenmehrener Maar. Die Betreiberin des Hotels „Schneider“, Marita Mölder, bot eine BRH-Mittagskarte, die die Teilnehmer aus elf verschiedenen, phantasievoll beschriebenen Speisen (siehe auch oben) auswählen ließ. Und, die auch ausnahmslos phantastisch aussahen und ebenso schmeckten.

Mittagessen Hotel Schneider am Schalkenmehrener Maar
Fotos: Volker Lohmeyer - Klick auf's Bild = Großbild

Danach stand ein kleiner Spaziergang an das „vor der Haustür“ gelegene Schalkenmehrener Maar an, dem sich schließlich ein Weg zur letzten Station „Hillesheim“ anschloss. Es folgte ein geführter Stadtspaziergang mit der ehrenamtlichen Stadtführerin Felicitas Schulz, lebendig und mit enormer Erzählfreude vorgetragen. Die Freude am gemeinsamen Stadtspaziergang war auf beiden Seiten so groß, dass die Stadtführerin Schulz sogar der BRH-Einladung folgte und mit ins „Cafe Sherlock“ zum Kuchenbuffet mit Kaffee, Kakao oder Tee folgte. Ein Teilnehmer: „Obwohl alles so lecker war und wirklich toll aussah, haben wir etwas Kuchen übrig lassen müssen. Es war einfach zu viel, zumal einige noch vom leckeren Mittagessen satt schienen.

Hillesheim und Café Sherlock im Krimihaus
Fotos: Volker Lohmeyer - Klick auf's Bild = Großbild

Teilnehmer Heinz Reul anerkannte die BRH-Leistung: „Dank gilt dem BRH und dem hervorragendem Tourenleiter Lohmeyer für die erfolgreiche Termingestaltung und den gesamten Ablauf dieses schönen Urlaubstages!“ Ein Blick in die Fotogalerie, die von Heinz Reul, Bernd Koherr und Volker Lohmeyer stammt, lässt von der Qualität dieses Tages „Urlaub ohne Koffer“ erahnen.

Impressionen von der Eifeltour am 10. September 2019
Fotos: Bernd Koherr - Klick auf's Bild = Großbild

Impressionen von der Eifeltour am 10. September 2019
Fotos: Heinz Reul - Klick auf's Bild = Großbild

6. September 2019: Dauerbrenner Phantasialand

Senioren schwärmten von Klängen der Streisand

(Brühl) Mit den bekannten Klängen der weltbekannten Barbara Streisand und ihrem unverwechselbaren individuellen Stil wurden die Senioren des BRH Euskirchen beim Besuch des Wintergartens im Brühler Phantasia belohnt. Das hatte zur Folge, dass Tourleiter Günter Dahlem nach einem Besuch des Freizeitparks auf die Frage „War es schön?“ so reagierte: „Es war sogar superschön, der ganze Besuch ist bestens gelaufen.“

Ähnlich sah es auch Peter Goldschmidt, der mit Heinz Reul wieder einige Fotos mitgebracht hat: „Es war wieder ein schöner Sommer(!)nachmittag im Phantasialand. Und es hat Spaß gemacht, mit bekannten Mitreisenden bekannte Wege zu gehen und dabei etwas Neues und auch Altes wiederzuentdecken.“

Über vierzig ältere Menschen waren erneut zu Gast im Park, der Weltklasse bot. Das gilt neben dem Wintergarten auch für die Eisfläche und das wahre Blumenmeer, in das bei wunderbarem Sonnenschein das Gelände versank. Fazit: Das Phantasialand war diese Reise wert. Zehn Punkte! Und Fotograf Reul konnte der ganzen Sache noch etwas abgewinnen: „Schöne Stunden mit Currywurst essen, dazu Eis mit Sahne und schließlich Kaffee und Kuchen. Und dazwischen die großartige Eisrevue und anschließend eine fabelhafte Vorstellung im Wintergarten.“

Fotos: Peter GOLDSCHMIDT -
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Fotos: Heinz REUL -
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28. und 29.08.2019 - Auf großer Zeitreise in Köln -

Senioren waren bei Johann Maria Farina (Jean Marie Farina 1685-1768) zu Gast.

(Euskirchen) Wegen der großen Nachfrage musste der Seniorenverband gleich zwei Tagesfahrten nach Köln organisieren. In der Domstadt wurde dann den Teilnehmern die Historie der ältesten bestehenden Eau-de-Cologne- und Parfüm-Fabrik der Welt von einem Schauspieler in der Rolle des Johann Maria Farina (Ulrich Marx) lebhaft, überzeugend und humorvoll präsentiert. Natürlich im zeitgerechten Kostüm. Das rief alte, längst vergessene Erinnerungen durch ein Zurückrufen wach.

Fotos: Günter GYMNICH -
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Teilnehmer Peter Goldschmidt war begeistert: „Es gibt nichts zu meckern. Das Wetter war gut. Und dann die Geschichten aus dem alten Köln. Nicht unbekannt, nachdem Köln für mich deutlich über 30 Jahre Arbeits- und Lebensraum war. Nur dass man in der Arbeitsphase nicht jede Gelegenheit nutzen kann, Präsentationen der Stadtgeschichte aufzunehmen.“ Ebenso inhaltlich überzeugend war später die von Tourleiter Volker Lohmeyer in einem Stadtbummel umrahmte kleine Zeitreise im "Time Ride", einer Zeitreise ins Köln nach der vorletzten Jahrhundertwende. Spannend die gemächliche Fahrt durch Köln in einer der ersten Straßenbahnen, begleitet von Pferdekutschen und vorbei am Marktgeschehen mit abwechslungsreichen Eindrücken links, rechts, unten und oben. Alles simuliert im Blick durch (oder besser in) eine 3-D-Brille. Noch einmal Goldschmidt: „Gut gemacht und eindrucksvoll!“

Fotos: Peter GOLDSCHMIDT -
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Weitere Erinnerungen wurden wach. „Und nebenan im Schaufenster der "Chocolaterie Jan von Werth" passend, nicht aufdringlich, aber auch nicht zu übersehen, das 1952 noch stark zerstörte Herz von Köln.“ Goldschmidt ist Kölner. In den 50’er Jahren in Köln geboren, hat er nördlich von Köln in den ersten Lebensjahren auch noch viele Trümmergrundstücke in der Domstadt erlebt. „Als kleiner Jungs haben wir darin gespielt.“

Zurück zum Stopp bei Farina: Jean Marie Farina (1685-1768) wurde beide Male, vollkommen überzeugend, nicht nur durch das Kostüm, sondern auch durch die extrem lebendigen und sehr informativen Führungen dargestellt. Im Laufe des Vortrages lernten die Senioren die Hintergründe zur Erfindung des „Eau de Cologne“ kennen; es wurde zudem auch in die Grundlagen eingeführt, die ein Parfumeur mit seinen Essenzen zur Herstellung eines Duftwassers (zur Überdeckung der damals üblichen Körpergerüche, weil Wasser nicht zum Waschen verwendet wurde) anwendet.

Fotos: Bernd KOHERR -
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Im zweiten Teil des Urlaubtages ging’s zur Rückschau. Auch wenn einige wenige nicht mit den 3-D-Brillen für die virtuelle Zeitreise mit der Straßenbahn durch das Köln des Jahres 1908 gut zurecht kamen, war auch dieser Programmpunkt eine interessante Erfahrung und ein ausführlicher Rückblick in das Köln vergangener Tage. In der kurzen virtuellen Zeitreise waren auch kleine Szenen wie ein Diebstahl mit Verfolgung durch einen Polizisten als auch der Sturz eines Betrunkenen in den Rhein mit eingebaut. Den riesigen Zeppelin am Kölner Dom, der schon fertig und völlig ohne Gerüst da stand, wurde jedoch von allen bemerkt.

Über schöne Fotos können wir uns noch eine gute Zeit erfreuen. Hinter den Kameras standen Peter Goldschmidt, Günter Gymnich, Bernd Koherr und Heinz Reul. Ihnen ein herzliches Dankeschön. Übrigens: Auch bei dieser Tagestour bewegten sich die Senioren klimafreundlich und nutzten die Deutsche Bahn.

Fotos: Heinz REUL -
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14.08.2019: Im Besucherbergwerk Mechernich

Mit Helm ins typische Flair eines Bergwerks eingetaucht
Premiere für die Mechernicherin in Mechernich

(Mechernich) Vorhang auf, Premiere für Birgit Lorbach. Ohne eine Generalprobe gab es mit der BRH Tour „Urlaub ohne Koffer“ und dem Ziel Bergbaumuseum Mechernich für die neue Tourenleiterin einen Startschuss. Und die Teilnehmer waren sich im Urteil einig: Gelungen! „Es war hochinteressant und dank einer brillanten Führerin aufschlussreich und unterhaltsam - ausgerüstet mit einem Helm - ein typisches Flair eines Bergwerks zu erleben“, berichtet Teilnehmerin Annegret Hilger.

Die BRH-Gruppe auf Bergwerkstour
Die BRH-Besuchergruppe - Foto: Günter Gymnich -

Die diesmal kleinere Senioren-Gruppe war in Mechernich mit dem Zug angereist, bewältigte eine 1,2 km lange fußläufige Wegstrecke und erreichte so das Bergbaumuseum, um einmal mit einigen Erwartungen in die Welt unter der Erdoberfläche einzutauchen und zu erleben, wie und unter welchen Bedingungen die Bergleute damals bei Mechernich Blei - das sogenannte „Eifelgold“ - abgebaut haben. Dazu nahm Karoline Schommer die BRH’ler auf eine Zeitreise zur Bleiabbau-Geschichte in Mechernich mit.

Zuerst aber konnte man das im Maßstab 1:100 nachgebaute Areal des Bleiabbaus sowie die Arbeitskleidung, beispielsweise sogenannte Karbidlampen (Gaslampen) und Arbeitswerkzeug der Bergleute, bestaunen. Dann aber ging’s „unter Tage“, mit bunten Schutzhelmen ausgestattet zum eigentlichen “Stollen”. „An der Hl. Barbara vorbei ging es in die Tiefe“, erinnert sich ein Teilnehmer.

Fotos: Günter GYMNICH -
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Mit großem Wissen, Kompetenz und sachkundigen Ausführungen brachte hier die Führerin den neugierigen „älteren Bergleuten“ die Zeit des Bleiabbaus - ausgemalt mit viel Hintergrundwissen - näher. Über eine steile Treppe hinauf konnten die Besucher u.a. einen Blick auf einen sehr großen Abraumbereich erlangen. Tourleiterin Lorbach hält fest: „Ich denke, wir hätten Karoline Schommer noch länger zuhören können, aber es wartete im Café noch Kaffee und Kuchen auf uns.“

Es kam dann noch zu der versprochenen Kaffee- und Kuchengemütlichkeit, bei der keiner zu kurz kam. Im Gegenteil: Bei der Kaffeerunde mit leckerem Kuchen gab es für diesen Programmpunkt auch nur Lob. Hier konnte wirklich der aufschlussreiche und angenehme Nachmittag in Mechernich beschlossen werden.

Besonderer Dank gilt Teilnehmer Günter Gymnich, dem vor dem Museum schon ein Gruppenfoto gelang und der dann auch während der weiteren Tour alles im Bild festhielt und auch viele Sehenswürdigkeiten bildlich dokumentierte.

2. August 2019: Auf Melaten in Köln

Senioren waren umweltfreundlich auf Melaten unterwegs.

(Köln) „Wir erlebten eine zweistündige Friedhofsführung auf dem Melaten-Friedhof, wobei alle Prominentengräber der Kölner Bürger besucht und die Geschichten dazu erläutert wurden. Es war eine sehr aufschlussreiche Führung“, meldet sich Fotograf Heinz Reul von einer BRH-Tagestour zurück und lieferte gleich dazu eine ganze Stange an Fotos. Jetzt kann sich auch der Leser ein Bild des großen Zentralfriedhofs machen. Er steht natürlich unter Denkmalschutz und ist immer wieder ein anziehendes Ausflugsziel, vor allem wegen der vielen hier bestatteten Prominenten, der interessanten Grabmäler und des parkartigen Charakters der Anlage.

Fotos: Heinz REUL -
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Wie die fast 50-köpfige Seniorengruppe den Tag erlebte, berichtete uns Teilnehmerin Birgit Lorbach:

Höchst umweltfreundlich bewegten wir uns mit der Deutschen Bahn nach Köln. Tourleiterin Karin Olschewski hatte zunächst Köln-Deutz als Ziel ausgesucht. Im Brauhaus war reserviert und von hier konnten wir dann nach entsprechendem Genuss der vorzüglichen Brauhausküche gestärkt mit der Bahn Nr. 1 bis zur Universitätsstraße fahren. Nach einem kurzen Fußweg erreichten wir den Nebeneingang an der Piusstraße des Melaten-Friedhofs. Hier erwarteten uns zwei Tourführer, Ina und Günter, die uns kurzerhand in zwei Gruppen aufteilten.

Dann ging es los: Schon seit 200 Jahren ist Melaten der Zentralfriedhof von Köln und verfügt über jetzt ca. 57 000 Grabstätten. Interessant: Davon können einige Stätten noch für die eine Patenschaft erworben werden. Bereits 1243 wurde an dieser Stelle der „Hof Melaten“ als Heim für Kranke und Aussätzige erwähnt. Bei dem zweistündigen Besuch konnten wir unter altem Baumbestand viele alte Grabstätten und auch Familiengrüften sehen und auch an einigen prominenten Ruhestätten wie bei Guido Westerwelle, Willy Millowitsch, Dirk Bach, Franz Wallraff, Marcus Dumont, Gunter Philipp, Nicolaus Otto, Gisela Uhlen, Willy Birgel, Heinrich Richartz - einfach einmal so ausgewählt - und dann weiter bei OB Theo Burauen verweilen. Auch das “Wahrzeichen” des Melaten-Friedhofs, den Sensenmann (Anmerkung: Dem hatte man aber die Sense entwendet!) machten wir Halt. Fazit: Bei guten Wetterverhältnissen konnten die Teilnehmer des BRH einen gemütlichen, informativen und schönen Tag in Köln verbringen.

Juli 2019: Auch als Senior stets unterwegs zu neuen Taten

Ein Teufelskerl, im positiven Sinne. Ein Mann, der immer wieder durch neue Aktivitäten beeindruckt. Die Rede ist von unserem BRH-Mitglied Gerd Weinand.

Vor Wochen auf dem Jakobsweg im Norden Europas (Estland) als Pilger unterwegs, machte er gestern noch Schlagzeilen in den Medien, als er in seiner Heimatstadt ein sicheres und schützendes Quartier für Pilger einrichtete. In der Übernachtungsmöglichkeit finden die Besucher alle Annehmlichkeiten, um am nächsten Tag mit neuer Kraft weiter zu marschieren. Der im Seniorenverband BRH als Tourleiter engagierte Weinand hat in der Vergangenheit selbst oft mehr als 50 Kilometer an einem Tag zu Fuß zurückgelegt.

Und heute? Es erreichen uns Bilder mit freundlichen Grüßen und besten Wünschen aus dem Süden Deutschlands. „Reiselustig wie seit Jahren bin ich mit dem Motorrad im Allgäu unterwegs“, wird uns berichtet und es folgt dann Hinweis auf ein Traumwetter in den Bergen.

Genießen Sie in diesen Tagen auch Urlaubstage im In– oder Ausland? Senden Sie uns doch bitte einen Fotogruß mit einigen wenigen Sätzen an brh-euskirchen. Wir freuen uns und berichten gerne.

Sonnige Grüße aus dem Allgäu erreichten uns von
Gerd WEINAND -
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18. Juli 2019: Bonn - Geschichte aktiv erleben

Die Senioren waren von Bonn bis Godesberg geschichtsreich unterwegs.

(Bonn) Euskirchens Senioren waren mit Tourleiter Volker Lohmeyer wieder einmal am Rhein unterwegs und dieser hatte sich dafür mit Bonns Stadtführer Heinz Hönig einen Fachmann zur Seite geholt, der in der ehemaligen Bundeshauptstadt wohl von jedem Stein eine Geschichte zu berichten weiß. Und dem sich so manche Straßen und Törchen öffnen, die sonst geschlossen bleiben. So durfte man mit dem Bus sogar mit einer Sondererlaubnis in die bekannte Nußalle, die zentrale Straße des Uni Campus in Poppelsdorf, fahren. Nur eine Pforte blieb zu, das war die von Schloss Poppelsdorf. Auch beste Beziehungen ließen einen Zugang geschlossen. Schade, es half nur wenig der Hinweis, dass es im seit Monaten renovierten Schloss bis auf Hörsäle ohnehin nicht viel zu sehen gibt.

Fotos: Peter GOLDSCHMIDT -
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Ansonsten aber gab es im weiteren Verlauf des Tages mit Streifzügen durch Bonn und Bad Godesberg mit den vielen großen Botschafts-Residenzen viele interessante Geschichten zu hören und dann auch zu sehen. So fand man auch die „Villa von Schmitze Billa“, den Prunkbau, den vor genau 100 Jahren schon Willi Ostermann in Köln schon beschrieben hatte.

Beeindruckend war dann zuletzt der Besuch des bekannten geschichtsträchtigen „Rheinhotel Dreesen“. „Kaffee und Kuchen waren gut - besonders jedoch der angeschlossene Kastanien-(Bier)Garten“, berichtet Peter Goldschmidt. Hier musste auch Stadtführer Hönig mit einer Haus-Präsentation ran, weil Hausherr Fritz Dreesen terminlich verhindert war. Teilnehmer Georg Brölingen: „Die Resonanz aller Gäste aber war gut, besser hätte es Herr Dreesen auch nicht machen können!“ Einen kleinen Minuspunkt verteilte dann doch Peter Goldschmidt für den Fall der Wiederholung: „Hier gab es eine ganz tolle Aussicht, nicht nur auf den Petersberg, ...aber man hätte hier auch durchaus mehr Zeit einplanen können!“

Heinz Reul, der zusammen mit Peter Goldschmidt die Fotos von der Tagesfahrt mitbrachte, fällte schließlich ein Gesamturteil: „Wieder einmal erlebten wir einen wunderschönen Urlaubstag mit dem BRH.“

Fotos: Heinz REUL -
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5. Juli 2019: Eltville und Bacharach

Eltville: Toller Tag, tolle Fahrt, tolles Ziel, tolle Stadt!

(Eltville/Bacherach) Gleich zwei Busse waren erforderlich, um die interessierten Senioren des BRH in die Rosenstadt Eltville zu bringen. Zunächst mit Sorgenfalten, denn morgens beim Start der fast hundert Teilnehmer war Euskirchens Himmel mit Wolken behangen. Doch kaum in die Nähe des als „Perle im Rheingau“ bekannten Ziels angekommen, bestimmte wieder einmal für die Euskirchener „Traumwetter“ die Szene.

Tourleiterin Karin Olschewski - den zweiten Bus begleitete als Tourleiter Klaus Reimer mit - musste zunächst leicht enttäuscht festhalten, dass das mit dem versprochenen „Rosenparadies“ nicht klappte: Es war von den Blüten nicht mehr viel zu sehen. Die Schuldige war auch schnell gefunden: Die Hitze! Für die Fachleute: Hin und wieder möglicherweise auch zu wenig Pflege.

Aber viele machten es so wie Teilnehmerin Maria Magdalena Kremer: Raus aus dem Bus, rein ins Touristenbüro und dann auf Erkundungstour in dem wunderschönen Ort. Sie fällte dann auch ein Urteil: „Es war eine tolle Fahrt, ein tolles Ziel, eine ganz tolle Stadt am Rhein!“ Und Günter Gymnich, von dem - neben Bernd Koherr - unsere Fotos stammen, setzte dem noch einen drauf: „Eltville ist wirklich eine wunderschöne Stadt, da fahren wir bestimmt noch einmal hin!“ Unser Fotograf schaffte dabei sogar eine sportliche Höchstleistung: Er gehörte zu den wenigen Besteigern der kurfürstlichen Burg und schaffte tatsächlich die fast fünfzig steilen Stufen. Der Aufstieg auf den Turm war aber die Mühe wert. Erst hier hat man einen weiten Blick über den Rhein und kann solch schöne Fotos (siehe unten) mitbringen. Begeistert von dem Ausflugsziel meldete sich auch Marie Schmitt: „Ein super schöner Ort, ein Besuch lohnt sich immer. Ich hab’ nicht alles entdecken können, wäre noch gerne länger geblieben.“

Nach einer kurzfristigen Programmänderung verließ die BRH-Gruppe im Tagesablauf noch Eltville und erlaubte sich einen Zwischenstopp in Bacherach. Und auf Vorschlag der Busfahrer benutzte man dann für die Heimfahrt die Landstraße, mit gutem Grund: Busfahrer Falk Henkel erwies sich als toller Burgenführer. Zum Moto „Nicht verzagen, Henkel fragen!“ bewies er umfassende Kenntnisse über alle Burgen am Rhein. Verständlich, dass alle im Bus auch ganz begeistert von dieser schönen Rückfahrt waren. Übrigens: Auch im zweiten Bus zeigte man sich über die Wahl und Art der Heimtour rheinabwärts angenehm überrascht...

Eltville
Mit wunderschönen Fachwerkbauten, der Lage am Rhein und vielen historischen Bauwerken
ist Eltville auf jeden Fall eine Tagesreise wert.
Fotos: Günter Gymnich - Klick auf's Bild = Großbild

Bacharach
Der Tag endete mit einem Kurzbesuch in Bacharach.
Fotos: Günter Gymnich - Klick auf's Bild = Großbild

Eltville/Bacharach
Fotos: Bernd Koherr - Klick auf's Bild = Großbild