Archiv 2019 (Januar - Juni)

27.03.2019: Hamm: Sri-Kamadchi-Ampal, Maximilianpark, Schmetterlingshaus

Senioren und das komplexe Religionengefüge des Hinduismus

(Hamm) Morgens um Sieben war die Welt noch kühl in Euskirchen, als sich über 60 mutige ältere Menschen im Ruhestand am Treffpunkt „Dalmacija“ versammelten, um mit einem Doppeldecker-Bus einer süd-indischen Welt entgegen zu fahren. Vier Stunden später durfte man sich in Hamm „auf (die) Socken“ machen, um in dem am 7. Juli 2002 im Stadtteil Uentrop eingeweihten Hindu-Tempel etwas von der Denk- und Lebensweise Südindiens zu erfahren. Wörtlich: Schuhe aus und auf der Bodenheizung in Bewegung bleiben. Mehrere große – nur von Hindu-Priestern - begehbare „Schreine“ waren wie kleine Tempel in eine großen Halle gebaut – von indischen Tempelbauern aus Sandsteinmörtel. Allesamt bis unter die Hallendecke reich und bunt dekoriert – so wie auch die Turmgebilde außerhalb der „Tempelhalle“. Sehr überzeugend erläuterten die Führerinnen den geteilten Gruppen das hierfür geltende hinduistische Weltbild. Faszinierend!

Blick Richtung Düsseldorf von der Feleher Brücke
Blick Richtung Düsseldorf von der Feleher Brücke (Foto: Günter Gymnich)

Tourleiterin Karin Olschewski hatte es dann wieder - wie sie sagte: In letzter Minute! - geschafft, in der Nähe ein Mittagessen für die große Gruppe zu gewährleisten. Anschließend war es nicht weit, eine weitere Attraktion der Stadt Hamm kennenzulernen, den Maxi(milian)park: Ein Freizeitpark, der seit der Landesgartenschau 1984 auf dem Gelände der stillgelegten Zeche Maximilian (im wahrsten Sinne der Worte) sowohl kunstvoll wie auch herausragend errichtet und bestückt wurde.

Wahrzeichen ist der Glaselefant, eine rund 40 m hohe begehbare Plastik, die von der Höhe und Begehbarkeit imposant ist, bei Dämmerung in den Abendstunden je nach Beleuchtung jedoch erst ihre besondere „Ausstrahlung“ zur Geltung bringt. Auch die Parkanlage wirkte aufgrund der Jahreszeit insgesamt noch etwas „spröde“. Strahlend wirkten dagegen die wunderschönen Schmetterlinge im parkeigenen Schmetterlingshaus. Wer dieses gefunden und den geringen zusätzlichen Eintritt bezahlt hatte wurde „eindrucksvoll“ belohnt.

Fazit für Berichterstatter Peter Goldschmidt: „Hamm war für einige Teilnehmer zuvor völlig unbekannt. Mit Dank für einen schönen Tag haben alle dazu gelernt ... und freuen sich auf die nächste Fahrt.“ Dem schließt sich gerne Terilnehmerin Elke Jahr an, die Busfahrt nach Hamm habe ihr gut gefallen. „Obwohl wir über 60 Teilnehmer waren, klappte die Organisation sehr gut. Die Führung in dem Tempel fand in zwei Gruppen statt, so dass man den Erklärungen gut folgen konnte!“ Natürlich müsse man sich nun zu Hause noch etwas mehr mit dem Gehörten und Gesehenen befassen. Und zum Maximilianpark ihr Kommentar: „Da wir Glück mit dem Wetter hatten, konnte man auch den anschließenden Besuch im Maximilianpark genießen.“ Die farbenprächtigen Fotos von dieser Tagestour brachten uns Peter Goldschmidt und Günter Gymnich mit.

Bildergalerie: Peter GOLDSCHMIDT -
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Sri Kamadschi Ampel Tempel
Der Tempel steht seit 1997 in Hamm-Uentrop. Einen Vorgänger gab es schon seit 1989. 
Die Geschichte des Tempels ist eng mit der Flucht von zehntausenden Tamilen
aus Sri Lanka Anfang der 80iger Jahre verbunden. Er ist der größte Tempel dieser Art in Europa.
Finanziert wurde er durch Spenden und Kredite der Gläubigen (Text: Günter Gymnich).

Bildergalerie: Sri Kamadschi Ampel Tempel von Günter Gymnich -
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Maximilianpark
Auf dem Gelände der ehemaligen Zeche Maximilian entand ein wirklich sehenswerter Park, der Maximilanpark. Wahrzeichen der Stadt ist im Parkgelände der "Gläserne Elefant". Ausgangspunkt für den Park war die Landesesgartenschau von 1984. Besonders erwähnenswert ist das ungewöhnlich große und vielfältige "Kinderspielland" (Text: Günter Gymnich).

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Bildergalerie : Schmetterlingshaus im Maximilianpark von Günter Gymnich -
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März 2019: Mal eben den Sprung nach Lissabon wagen!

Gruß aus Lissabon
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(Euskirchen) Von Zeit zu Zeit blicken wir zu europäische Stationen, wo sich unsere Senioren außerhalb der deutschen Grenzen hin und wieder aufhalten. Wir berichten auch regelmäßig über Nachrichten aus dem hohen Norden Europas, aber auch aus dem Süden, wo immer wieder mal ein Domizil für einen Kurzurlaub aufgeschlagen wurde.

So kamen diesmal interessante Urlaubsgrüße aus Lissabon, wohin es BRH-Mitglied Georg Scholl für wenige Tage verschlagen hatte. Genauer gesagt aus Cascais, nahe bei Estoril, was Schönheit mit Ruhe direkt am Atlantik vereint. (Foto).

Und das ging in einem Zeitraffer so: „Die Idee kam über ein Angebot aus dem Internet, Flug, 4-Sterne Hotel in der Altstadt, mit Super-Frühstück, 200 m bis U-Bahn, 3 Nächte!“

Hin zum Flughafen Köln und im Parkhaus den im Internet reservierten Parkplatz zugewiesen bekommen. Man fand das Hotel Brown's Central ok - sauber, alles funktioniert, bequeme Betten, mit Bonuskarte 10% für deren Bistro um die Ecke rum. In Lissabon am Flughafen raus und in die Metro, dort am Schalter eine grüne Auflade-Fahrkarte für alle Verkehrsmittel der Stadt (U-Bahn, Bus, Tram, Lifte und Fähren) abholen.

Dann folgen zwar nur wenige, aber interessante Tage: Lissabon ist sehr hügelig - auf sieben Hügeln gebaut und manchmal recht beschwerlich für Senioren. Also besser immer per Tram oder U-Bahn...oder Fahrstühle (Elevador), die die Hügel auch erklimmen. Überall kann man Elektro-Roller mieten, damit fahren und sie an einem beliebigen Platz einfach stehen lassen. Oft gibt es geführte Umsonst-Touren - junge oder älter Leute, die einem für einen geringen Obolus herumführen und erzählen und ein Trinkgeld erwarten.

Wer jetzt Geschmack auf eine solche Tour bekommen hat: Georg Scholl ist gerne bereit, Fragen unter scholl.georg@arcor.de zu beantworten. Haben auch Sie solch ein Urlaubserlebnis? Dann berichten Sie uns, über www.brh-euskirchen.de.

13.03.2019: St. Ursula (Goldene Kammer) und Brauhaus ('Schreckenskammer')

Die BRH Senioren auf den Spuren von elftausend Jungfrauen und Hermelinschwänzen

(Euskirchen) Mit der Deutschen Bahn und nach einem knapp zehnminütigen Fußweg war das Ziel erreicht: Die Seniorengruppe des BRH stand mit Tourenleiter Volker Lohmeyer vor dem Portal der Kirche St. Ursula in Köln. Schon erwartet von den Gästeführern Dr. Ute Fendel und Dr. Wolfgang Till Busse, die dann auch in zwei gleich großen Teilgruppen gegenläufig fast zwei Stunden lang die Besonderheiten der Basilika St. Ursula erklärten.

Ursulalegende (Foto: Volker Lohmeyer)
Ursulalegende (Quelle: https://thema.erzbistum-koeln.de/heilige/heilige-ursula/Legende/)
Mit einem Klick auf das Bild gelangt man direkt auf die Seite des Erzbistums.

Aus dieser Begegnung sind die lebendigen Erzählungen und Erklärungen des „kölschen Mädchens“ von Dr. Fendel hervorzuheben, weil sie mit gut verständlich „kölscher Sproch“ ihre Teilgruppe über den gesamten Zeitraum so zu fesseln wusste, dass die Zeit wie im Fluge verging. Ohne Zweifel war dann die „Goldene Kammer“ mit den „Knochenbildern“ und der Fülle der dort ausgestellten Reliquien, bestehend aus Schädeln und allen denkbaren Skeletteilen, das Highlight. Aber auch die Erläuterungen und Hintergründe der Entstehung der Ursulalegende und dem Bezug zur Kölner Geschichte wurden verständlich erklärt.

Dazu gehört die Info, dass es sich eigentlich um „11 Tropfen“ im Kölner Wappen handelt, die die elf Jungfrauen symbolisieren, welches auch die offizielle und aktuelle Interpretation durch die Stadt Köln ist. Ursprünglich waren es aber „Hermelinschwänze“, die das Machtzeichen des englischen Königs darstellten. „Geschichte und Geschichten entwickeln sich halt“, wusste Dr. Fendel diese Umdeutung zu erklären. Im gleichen Tenor ist zu sehen, dass aus den „elf Jungfrauen“ im Laufe der Zeit gleich „elftausend Jungfrauen“ wurden. Denn - wie sollte man sonst die mehreren Tausend Schädel und zugehörige Knochen an der Fundstelle, wo heute die Kirche St. Ursula zum Gedenken errichtet wurde, erklären?

Noch erwähnenswert: Auf der Nonnenempore befindet sich heute die Schatzkammer. Die im Brüstungsbereich aufgestellten Heiligenbüsten weisen eine Besonderheit auf, nämlich Köpfe mit zwei Gesichtern. Ein Gesicht ist für die Gläubigen vom Kirchenraum aus und ein Gesicht ist für die Nonnen auf der Empore sichtbar.

Um viele interessante und wirklich wissenswerte Informationen, aber auch um vielfach einmalige Eindrücke reicher verließ die BRH Gruppe die Kirche, um ohne Ausnahme auf der anderen Straßenseite das Traditionsbrauhaus „Schreckenskammer“ (über 555 Jahre Brau- und Schanktradition an dieser Stelle) aufzusuchen. Dort ließ man dann bei leckerem „Schreckenskammerkölsch“ den Nachmittag ausklingen. „Nicht nur das Kölsch, sondern auch das servierte Essen sah nicht nur sehr gut aus, sondern schmeckte auch lecker“, berichteten die Teilnehmer.

Zur Namensgebung dieser kölschen „Schreckenskammer“ gibt es übrigens auch mehrere Geschichten. Eine weiß, dass sich an der Kirche St. Ursula früher der Hinrichtungsplatz der Stadt Köln befand. Die zum Tode verurteilten Straftäter wurden zu Fuß vom damals nahegelegenen Stadtgefängnis „Klingelpütz“ zur Hinrichtungsstätte geführt. Der Weg führte am Brauhaus vorbei, wo den Verurteilten die Henkersmahlzeit gewährt wurde. Aus diesem Zusammenhang heraus entwickelte sich dann der Name „Schreckenskammer“.

St. Ursula ist eine der zwölf romanischen Basiliken in Köln. Gewidmet ist sie der heiligen Jungfrau  Ursula und ihren Gefährtinnen. Die in der Kirche aufgehängten Bildtafeln aus dem 15. Jahrhundert erzählen die Geschichte der Hl. Ursula. Die Legende besagt, dass es sich um eine englische Königstochter handelte, die in Köln von Hunnenkönig Etzel ermordet wurde, weil sie ihn nicht heiraten wollte. Mit Ihr starben auch die 10 Gefährtinnen. (Text: Günter Gymnich)

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Auf der Westempore haben früher die Damen des ehemaligen adligen Kanonissinenstiftes gebetet.
Heute befindet sich hier die Schatzkammer. (Text: Günter Gymnich)

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Ein besonderer Raum ist die sogenannte "Goldene Kammer", gestiftet im Jahre 1643.
Die Decken sind vollflächig mit Knochen belegt. In den Wandnischen und auf den Regalen
befinden sich zahlreiche Reliquien und kunstvoll dekorierte Schädel. (Text: Günter Gymnich)

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Zum Ausklang sind wir Gäste im Brauhaus "Schreckenskammer".

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22. Februar 2019: Exkursion zum Konrad Adenauer Flughafen Köln-Bonn

Zum Konrad Adenauer Flughafen Köln-Bonn startete die Zugfahrt der BRH-Reisegruppe am 22. Februar 2019. Für einige war es erstmal eine Nebelfahrt zum Treffpunkt am Bahnhof Euskirchen. Nach einer mittäglichen Stärkung und/oder einem kurzen Besuch im Dom ging's (problemlos) weiter zum Flughafen, wo Karin Olschewski eine hervorragend umgesetzte Vorfeldführung gebucht hatte.

Nach etlichen Rolltreppen erhielten die Teilnehmer zunächst einen persönlichen Besucherausweis „am Bande“, auch als Souvenir! Auf ausgewiesenen Pfaden für Crew-Mitglieder ging's obligatorisch zur Passkontrolle und dem „metall-freien“ Durchleuchten. Alternativ konnten Papierabstriche an Händen und am Gürtel in einem Lesegerät Sprengstoffspuren nachweisen. Ohne Befund durfte man ohne weitere Entkleidung und Durchleuchtung passieren.

Auf dem Vorfeld wartete einer von drei Besucherbussen. Hier übernahm Frau Hochstein, eine von zehn Mitarbeiterinnen des Flughafen-Besucherdienstes engagiert die Führung. Unterstützt von den wachsamen Augen des Busfahrers wurde die BRH-Reisegruppe „querfeldein“ und jeweils möglichst nah zu den Aktivitäten auf dem Vorfeld gefahren.

So konnten mit bester Sicht beim Entladen einer Frachtmaschine aus Ägypten u.a. grüne 'Bobby-Bohnen' als Handelsware ausgemacht werden, dahinter eine Landung, bevor in der Ferne die Lichter der nächsten Maschine im Landeanflug erkennbar wurden. War die endgültige Parkposition einer gelandeten Maschine erreicht, startete unmittelbar die Aufbereitung für den nächsten Flug. Hierzu zählt das Aussteigen der Passagiere und Ausladen des Gepäcks, ein äußerer Check durch den Flugkapitän, das Säubern und Betanken sowie Reinigen des Passagierraums, bevor unmittelbar danach die neuen Fluggäste einsteigen und deren Gepäck verladen wird. Viele Hände bewirken in eingespielten Abläufen, dass die Maschine nach jeweils 25 bzw. 30 Minuten Standzeit wieder startklar ist.

Eine Umfahrung riesiger Lagerhallen verschiedener Transportunternehmen, wie z.B. DHL, belegte deren Bedeutung für den Umschlagplatz Köln, auch wenn hier nur nachts der Bär los ist.

Am hier stationierten Rettungshubschrauber vorbei gings zur Flughafenfeuerwehr, deren Fahrzeug- und materielle Ausstattung den besondern Anforderungen gerecht werden muss.

Bildergalerie Flughafen Köln-Bonn: Peter GOLDSCHMIDT -
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In zwei Stunden Busfahrt über das Vorfeld, immer fast „hautnah“ an den großen Maschinen vorbei, erläuterte Frau Hochstein den „Betrieb Flughafen“ und beantwortete die vielfältigen Fragen des hochinteressierten Publikums.

Und dann war da nochein altes Flugzeug, eine A300, in dessen Inneres sie uns einlud. Dieser Flieger wurde ausschließlich dazu genutzt, durch „Parabel-Flüge“ für jeweils 22 Sekunden echte Schwerelosigkeit zu bieten. Das ausgemusterte Trainingsgerät für Wissenschaftler und Astronauten – wie auch für Alexander Gerst - ist jetzt im öffentlichen Bereich des Flughafens als Museumsflieger positioniert und kann erst seit wenigen Wochen im Rahmen einer Führung besichtigt werden. Es war wohl das Highlight der Tagestour und ergänzte die Erkenntnisse der vorherigen Fahrt zum Deutschen Luftfahrtzentrum. Selbst Frau Hochstein war so begeistert dabei, dass sie hier zusätzliche 45 Minuten erklärte und Fragen beantwortete.

Fazit des Tourziels: Wieder viel gelernt, Neugier befriedigt und neue Fragen entwickelt. Und: Es gibt Nachtführungen, die erleben lässt, was nachts im Frachtbereich „abgeht“, wenn Päckchen und Pakete aus der ganzen Welt ausgeladen und über 300 Sendungen pro Sekunde sortiert werden, um anschließend in anderen Fliegern und hunderten LKW das jeweils nächste Ziel zu erreichen.

Das Bonbon zum Schluss: Die Rückfahrt wurde in Köln-Süd für mehr als zwei Stunden unterbrochen: Der Zug stand, weil die Fahrstrecke wegen 'Menschen auf den Gleisen' gesperrt wurde. Der Zugführer informierte zwar zwischendurch über das, was ihm zugetragen wurde, warten mussten jedoch alle, bis es endlich weiter ging. „Die Bahn“ konnte jedoch nichts dafür.

Der Bericht mit Text und Fotogalerie stammt von Peter Goldschmidt.

20.02.2019: So nah und voll international: DLR und ESA in Köln-Porz

Der russische 'Kosmonaut' Juri Gagarin durfte am 12. April 1961 als erster Mensch einmal die Erde umrunden. Sein Konterfei ziert den Zugangsbereich zum Europäischen Astronautenzentrum (ESA).

Bis dahin wurde die BRH-Reisegruppe am 20.02.2019 erst einmal “lecker abgefüttert”. Da die Kantine im Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) umgebaut wurde, erreichte uns am Tag zuvor per Anruf die Bitte, etwas früher loszufahren. Karin Olschewski hatte für ihren Geburtstag nicht nur die Fahrt, sondern auch die Ersatz-Verpflegungsstation gut gewählt. Was sich in der Ankündigung: “Es gibt nur Schnitzel.” noch vage anhörte, musste erstmal verputzt werden. Ziel war eine Porzer Gaststätte, von deren Schnitzel man (und manche andere Gaststätte) sich nicht nur 'eine Scheibe' abschneiden konnte: Lecker und vom Format 'XL+'.

Die Weiterfahrt zum DLR verlief reibungslos. Kurz ausgebremst durch den Werkschutz (Passkontrolle) ging's zunächst zum Europäischen Astronautenzentrum (ESA). Nur dort war Fotografieren erlaubt. Unterhalb eines kleinen Modells der ISS-Raumstation informierte ein fachkundiger Mitarbeiter, wie sich diese räumlich und 'politisch' zusammensetzt. Nebenbei konnte ein Auge auf die im Umfeld präsentierten Modelle von Raketen, dem Space-Shuttle, der Astronautenkleidung und weitere, auch aufgeschnittene Modelle und deren 'Inneneinrichtung' geworfen werden. Darunter auch auf und in das Transportmodul, aus dem 'Alexander Gerst' freundlich grüßte.

In einer großen Halle sind die wesentlichen Module der ISS-Raumstation in Originalgröße zu sehen. Hier können nicht nur europäische Astronauten, sondern müssen alle am kommenden Flug Beteiligten die während eines Aufenthalts im All jeweils vorgesehenen Experimente vorab trainieren. Ein “kleines” zehn Meter tiefes Schwimmbecken erlaubt das Training in Original-Modulen unter der Schwerelosigkeit ähnlichen Bedingungen … das dann aber jeweils acht Stunden unter Wasser, d.h. wie ein Arbeitstag im All.

Bildergalerie ESA und DLR: Peter und Dagmar GOLDSCHMIDT -
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Noch interessanter wurde es in einem großen flachen Gebäude, eine Art 'Großlaboratorium', in dem umfangreiche (auch medizinische) wissenschaftliche Forschungs- und Entwicklungsarbeiten betrieben werden zu Fragen der Luftfahrt, Raumfahrt, Energie, Verkehr, Sicherheit und Digitalisierung, und das in nationaler und internationaler Kooperation. Die 'Führung' beschränkte sich hier auf eine erläuterte Übersicht der Laborbereiche und beispielhafte Verfahren.

Als letztes konnte noch ein Blick in einen großen Arbeitsraum geworfen werden, von dem aus einzelne Experimente in des ISS Raumstation beobachtet und gesteuert werden können.

Fazit: Wieder was gelernt, was in der 'Tagesschau' nur spärlich wahrzunehmen ist. Nur 50 Jahre früher (besser 50 Jahre jünger) war das Thema viel spannender: Da flog Apollo 11 am 16. Juli 1969 zum Mond in die Ferne.

Ganz nah waren dagegen bereits drei Jahre zuvor (vom 23.-26- Juni 1966) die Beatles in ihren einzigen Live-Konzerten in Deutschland. Damals bewegte Weltgeschehen nicht nur die Jugend. Und heute: So richtig wollte keiner der BRH-Besuchergruppe (mehr) die Strapazen auf sich nehmen, nicht nur aus Altersgründen. Aber: Alle Achtung vor der Leistung die hier erbracht wird.

Den Bericht verfasste Peter Goldschmidt.

7. Februar 2019: Eifelfahrt zur Wachsmanufaktur Moll und ins Nostalgikum

Zu den Lebensräumen aus Kindheit und Jugendzeit.

(Eifel) Von Eifelwinter bis Nostalgie, alles war dabei, als Tourleiterin Karin Olschewski mit einer Seniorengruppe des BRH in Richtung Eifel mit Ziel Manderscheid startete. Teilnehmer Peter Goldschmidt berichtete: „Immerhin drei Grad plus zeigte das Außenthermometer im Bus an, als fast vierzig muntere Gesellinnen und Gesellen nach Manderscheid starteten. Es wurde anfangs zunehmend diesig und am Ziel schien alles "verschlafen". Niemand zu sehen auf den Straßen. Kein Café geöffnet. Und dann waren wir fast eine Stunde zu früh vor Ort. Den eingeplanten großzügigen Zeitrahmen nutzte Kerzenziehermeister Michael Moll dann gerne und man spürte, dass er mit Hand und Herz ein nicht nur wachsweiches Handwerk betreibt. Denn wem das Herz voll ist, der kann lebhaft erzählen.“

Bildergalerie Manderscheid 1: Peter und Dagmar GOLDSCHMIDT -
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Es ging dann anschließend zum nächsten Zwischenziel: Schalkenmehren. Und auf der Weiterfahrt immer noch "Eifelwinter" und die bekannten Maare im Trüben. Gut gewählt war dann das Restaurant "Cafe Maarblick" mit inhabergeführter Gemütlichkeit und leckerem Essen. Nachdem sich die Blicke später vom Teller wieder hinaus wagten, wurden dann doch am Himmel blaue Flecken sichtbar und unten erschien das "Schalkenmehrener Maar".

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Schließlich ging es zu „Nostalgie, pur und vielfältig“. Mit einer Überraschung: In Uersfeld begrüßte der Ortsbürgermeister Andreas Daniels die Senioren bereits im Bus. Anschließend führte er mit zwei weiteren "Museumsführerinnen" sachkundig durch die ehemalige Schule. Bis unters Dach erinnern unzählige Gegenstände aus den 50er und 60er Jahren in verschiedenen "Lebensräumen" an Kindheit und Jugendzeit. Das „Nostalgikom“ bietet so einen abwechslungsreichen Blick in die Vergangenheit. Stadtmenschen haben das meiste davon längst verdrängt und entsorgt, während auf dem Lande einiges davon noch in privaten Sammlungen aufgehoben und gesammelt wurde.

Bildergalerie Uersfeld - Nostalgikum -: Peter und Dagmar GOLDSCHMIDT -
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Das Fazit des Tages zog noch einmal unser Berichterstatter Peter Goldschmidt: „Noch vor der Dämmerung ging es bei bis zu sechs Grad plus mit einem gutem Gefühl nachhause. Ein Tag mit vielen positiven Eindrücken!“ Die schönen sehenswerten Fotos brachten uns Dagmar und Peter Goldschmidt, Klemens Waber und Inge Kirsten mit.

Bildergalerie Eifelfahrt: Inge Kirsten -
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Bildergalerie Eifelfahrt: Klemens WABER -
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Januar 2019: Seniorenverband BRH 2019: Da waren’s nur noch drei

Auf der Jahrestagung 2019 des DBB in Köln
Nutzten auf der traditionellen DBB-Jahrestagung in Köln wieder die Chance des Austauschs:
Klaus Reimer, Rita Kiriasi-Kluxen (Sachsen), Ewald Prinz und Hans Burggraf (BRH Euskirchen) (von li)

(Köln/Euskirchen) Wenn es eine eher ernüchternde Feststellung gab, dann war es diese: Beim diesjährigen Besuch der traditionellen der DBB-Jahrestagung in Köln gab es nur noch drei Stützen der ehemaligen DBB Fachgewerkschaft „Seniorenverband BRH“ auf Bundesebene: Die Seniorenverbände aus Sachsen, Baden-Württemberg und NRW, die ihren Ursprung im Seniorenverband BRH haben. Vertreten übrigens durch Rita Kiriasi-Kluxen (Sachsen), Waldemar Futter (Baden Württemberg) sowie Hans Burggraf, Ewald Prinz und Klaus Reimer (NRW).

Der Name BRH war dagegen auf DBB Bundesebene inzwischen völlig ausgelöscht. Ansonsten aber gab es auch erfreuliche Informationen, insbesondere aus dem Mund der Politik.

Die Frage „Kommt er oder kommt er nicht?“ war bald beantwortet. Horst Seehofer, Bundesminister des Innern, musste“ absagen. Dafür zeigten alle offensichtlich ohne zu Knurren Verständnis. Dafür sprach der Staatssekretär im Bundesinnenministerium, Stephan Mayer, der die Leistung der Beschäftigten des öffentlichen Dienstes würdigte und verbesserte Arbeitsbedingungen zumindest im Bundesdienst ankündigte. Es war insgesamt eine einzige Lobhudelei auf den Öffentlichen Dienst, so dass wir wohl – auch für die Älteren – erfreulichen Zeiten zugehen. Zumindest, wenn wir glauben wollen, dass das kein übertriebenes Lob, mit dem man nur bei den Tagungsgästen einen guten Eindruck schinden wollte, war.

Auch Ministerpräsident des Landes Nordrhein-Westfalen, Armin Laschet, fand diese Linie. „Im Wettbewerb um hochqualifizierte Fachkräfte kann der öffentliche Dienst nur mithalten, wenn er auch ein gutes Einkommen bietet.“ Wenn man die besten Köpfe für den öffentlichen Dienst haben will, müsse man bessere Voraussetzungen schaffen! Da scheint doch, dass der Boden für die anstehenden schwierigen Auftakt der Tarifverhandlungen für die Länder (Start 21.01., Abschluss ist für den 01/02. März avisiert) bestens bestellt ist.

Die Versorgungsberechtigten blicken derweil dennoch in die Zukunft mit besorgtem Blick. Die Sorge aber möchte DBB NRW Landesvorsitzender Roland Staude den Älteren - wenn es für sie um eine Übernahme 1:1 und zeitgleich geht - gerne nehmen. „Ich habe selbstverständlich die Versorgungsempfänger im Blick. So konnten wir als einen ersten Schritt für 2019 schon erreichen, dass die 200 Millionen Euro für den Pensionsfond des Landes doch noch in den Haushalt eingestellt wurden“, kommentiert er, der ebenfalls in Köln war, die DBB-Bemühungen.

Gleichwohl teilt Staude die Einschätzung des BRH, dass die Besoldungs- und Versorgungsübertragung kein Selbstläufer werden. „Hier liegen die politischen Absichtserklärungen und politische Absprachen zwischen den Ländern weit auseinander.“ Und schade: Die positiven Bemerkungen im Rahmen der Arbeitstagung von Staatsekretär Mayer hätten sich leider ausschließlich auf die Bundesbeamten bezogen. Derzeit drängen wir in NRW aber auf den unterschiedlichsten Ebenen auf eine Fortführung der Besoldungsgespräche. Laschet möchte diese gerne auf den Finanzminister delegieren. Staude: „Wir bestehen aber auf den Status Quo. Dies bedeutet, dass der MP die Gesprächsführung hat. Dies hat für mich auch etwas mit einer Wertschätzung gegenüber den Beamten und Versorgungsempfängern in NRW zu tun!“

15. Januar 2019: Besuch der Zentralmoschee in Köln und Stippvisite in der 'Motorworld' Butzweilerhof

BRH Auftaktveranstaltung 2019 wurde gleich zum ersten Highlight.

(Köln) Die BRH-Senioren waren mit Tourleiter Gerd Weinand zu Gast bei der kürzlich erst fertig gestellten DİTİB-Moschee in Köln-Ehrenfeld. Eine neue Einrichtung, die der Türkisch-Islamischen Union der Anstalt für Religion als Zentralmoschee dient. Das Ziel war eminent interessant, gab es doch schon über die Baugestaltung und Turmhöhe der Minarette und später auch zur Einweihung etliche öffentliche Kontroversen.

Die Besucher des Seniorenverbands wurden freundlich empfangen, es wurde sehr jovial informiert, alle durften sich auch wirklich willkommen fühlen. Teilnehmerin Annegret Jansen berichtet: „Von dem Besuch der Mosche war ich beeindruckt. Ich hatte das Empfinden, dass Besucher immer willkommen sind und das Ihnen ein Miteinander sehr wichtig erscheint!“ Ausführlicher schließt sich Volker Lohmeyer an: „Der Vortrag und die Führung durch die Religionswissenschaftlerin der DITIB waren sehr aufschlussreich. Sie hat die Architektur bzw die beabsichtigte - und nachvollziehbare - Offenheit der Moschee anschaulich erklärt. Die Gebetsabläufe und die Bedeutung der einzelnen Schritte wurden verständlich gemacht.“

Ähnlich sah es auch Regina Weinand: “Ich bin angenehm überrascht über die Offenheit, dass jeder – auch Frauen - die Moschee besuchen und selbst "andere" Religionsgemeinschaften sich offen darin bewegen dürfen. Und merkte an: „Die Ausstattung des Gebetsraumes war nicht so wie in "unseren" Kirchen.“ Wohl gefühlt habe sie sich darin nicht, sie bleibe ihrer Religion treu.

Für die „Männer“ ging’s neben dem Vergleich „Tradition und Moderne und importanter Bau“ eher um die Frage der Bewertung: Gelungen? Volker Lohmeyer fand: „Die Zentralmoschee ist eine moderne Architektur, die sich auf einem sehr begrenzten Gelände gut in das Ehrenfelder Stadtbild integriert.“ Und hielt fest: „Die Minarette sind ohne Funktion (weder Muezzin noch Lautsprecher zum Gebetsruf) und haben nur 1/3 der Höhe des Kölner Doms!“.

Bildergalerie: Günter GYMNICH -
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Peter Goldschmidt hielt für uns fest: „Sich dem von außen nicht unbekannten Bauwerk soweit zu nähern, dass die äußere Hülle "kurzsichtig" in Augenschein genommen werden konnte, schaffte Verständnis für die Presseorgien über reklamierte Baumängel. Es gibt sie tatsächlich und erkennbar reichlich. Schade, denn die Architektur ist modern und spannend. Die Neugier auf die innere Welt der Moschee konnte dadurch nicht getrübt werden. Hier überzeugte nicht nur die schlichte Modernität, sondern auch der klare und inhaltlich positive Vortrag der Muslima zu den vom Islam geprägten Praktiken und den in dem großzügigen Gebetsraum sich präsentierenden Merkmalen.“ Das Gesamtfazit sah dann so aus: „Eine Welt für sich, die dennoch nicht für sich bleiben will. Offen, aber irgendwie nicht ‚geöffnet’!“

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Und dann – welch ein Gegenpol! Im Anschluss an den Moschee-Besuch war die Gruppe nämlich noch zu Gast auf dem Butzweiler Hof „Motorworld Köln“. Volker Lohmeyer zu diesem Sprung: „Schöner Kontrast zum Vormittag, auch ohne das zum Fahren und Besitzen der ausgestellten Fahrzeuge notwendige Kleingeld. Einfach schön, die toll restaurierten Oldtimer anzuschauen.“ Die ebenfalls in der Motorworld untergebrachte Privatsammlung des Michael Schumacher mit seinen Formel 1 Boliden, seinen Rennfahreroutfits und - pokalen konnte sogar Ehefrau Birgit Monien-Lohmeyer begeistern. So sah es auch Helga Gymnich: „Phantastische, sehr gepflegte Karosserien, an deren Steuer ich gerne einmal eine Spritztour machen würde. Zudem beeindruckende ’Trophäen’ von Michael Schumacher, ebenso die Boliden. Alles sehenswert!"

Bildergalerie BUTZWEILERHOF: Peter GOLDSCHMIDT -
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Hier kommt auch Peter Goldschmidt noch einmal zu Wort: „Genau das durften wir gerne wahr- und aufnehmen: Träume von schönen - auch alten - Automobilen. Und die Geschichte von Michael Schumacher mit einer Vielzahl an Erinnerungen und Erinnerungsstücken. Das hat Spaß gemacht.“

Der Eschweiler wusste noch mehr zu berichten: "Im Butzweilerhof, wo schon 1910 erste waghalsige Flugversuche stattfanden und der in den 30-ern als „Luftkreuz des Westens“ galt, ist seit 16. Juni 2018 die neue MOTORWORLD am Start. Ganzjährig geöffnet und kostenfrei zugängig, ist der „Butz“ auf einer Fläche von rund 50.000 qm ein lebendiger Treffpunkt für Automobilliebhaber. Und als besonderes Highlight für alle Formel-1-Fans beheimatet die MOTORWORLD eine der weltweit bedeutendsten Sammlungen des Motorsports: die offizielle Sammlung an Original-Memorabilia von Formel-1-Legende Michael Schumacher."

Die BRH Auftaktveranstaltung 2019 wurde also gleich zum ersten Highlight im neuen Jahr. Die Fotos dazu brachten uns dankenswerter Weise Günter Gymnich sowie Dagmar und Peter Goldschmidt mit.

2018: Unsere BRH-ler Regina und Gerd Weinand in "ihrem" Italien

Unsere BRH-ler Regina und Gerd Weinand erinnerten daran.
2018: Was hat gut getan? Was darf sich gerne wiederholen?

(NRW) Erstaunlich ist es schon, wo sich unsere Senioren in und außerhalb der deutschen Grenzen hin und wieder aufhalten. So gehen regelmäßig unsere Nachrichten in den hohen Norden Europas, aber auch im Süden haben sie ihr Domizil für das Alter aufgeschlagen. Eben so interessant sind die Urlaubsgrüße, die uns nicht nur von den Niagarafällen aus der Provinz Ontario (Kanada) erreichten, sondern auch in Bali sind unsere Senioren auf der Wanderschaft.

Wir stellten die Frage: Gab es Erlebnisse und Erfahrungen, die man ins neue Jahr mitnehmen kann? Worüber kam Freude auf? Was hat gut getan? Was darf sich gerne wiederholen?

Regina und Gerd Weinand bei einem Gläschen
Regina und Gerd Weinand bei einem Gläschen
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Eine sehr schöne Geschichte – die an manche Jugendzeit erinnert – trug unser BRH-Seniorenpaar Regina und Gerd Weinand bei. Die eigentlich leidenschaftlichen Pilger sattelten diesmal vom Motorrad auf ein gefühlt ’uraltes’ Golf Cabriolet um. Die Begründung. "Da kann man dann bei Regen das Dach schließen und auch die Heizung anschalten. Und der Vorteil für die Frau, im Kofferraum ist auch noch Platz!" Will heißen: Mehr an Raum - nicht für die Frau, sondern für Klamotten.

So ausgerüstet wählte man als Ziel "unser" Italien, begab sich auf den Spuren von Hannibal über die Alpen nach Tirol, stoppte in Apulien, genauer gesagt in San Giovanni Rotondo, in der Wallfahrtskirche und am Glassarg von Pater Pio, um dann auf Goethes Pfaden etappenweise bis tief nach unten in die Fußspitze des Landes vorzustoßen. Nach Adria, Apulien und die Bucht von Neapel und noch tiefer: Das Rentnerehepaar Weinand ließ kaum etwas aus.

Viele Stationen, Ereignisse und Eindrücke begründeten die Italiensehnsucht, die viele der Deutschen immer wieder befällt. Schließlich erfüllte sich hier einst schon Goethe einen Lebenstraum, mit der Postkutsche! Die Vorstellungen von einem Leben im Zeichen von Freiheit, nicht eingezwängt von Pflichten, übten auch auf unsere beiden Mitglieder wieder eine besondere Anziehungskraft aus.

Dabei mag es Zufall sein, dass für sie in der Summe der Sehenswürdigkeiten das mittelalterliche Fiuggi, eine Stadt in der Provinz Frosinone in der italienischen Region Latium, Spitzenreiter war. Die Weinands: „Wir können es nur jedem empfehlen. Arrivederci Fiuggi!“ Dabei würden sich aber auch stets Blicke auf weitere Regionen lohnen, die es wert sind, besucht zu werden. Hin und wieder auch, weil man ein wenig Ruhe und Entspannung sucht.

Noch einmal die Neu-Italiener: "Wir haben wunderschöne Tage in Italien verbracht. Dabei sind wir dem Unwetter Sommer 2018 entkommen. Es war zwar oft in unserer Nähe, aber wir haben nichts davon abbekommen!".

Haben auch Sie solch ein Urlaubsergebnis 2018? Dann berichten Sie uns, über www.brh-euskirchen.de.

7. Januar 2019: Kölner Krippenführung des BRH: Sehenswert

Krippentour Köln 7. Jan 2019
Mit Tourenleiter Gerd Weinand war der BRH in
Köln auf dem Krippenweg unterwegs...
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(Köln) In Köln ist es eine Tradition, nach Weihnachten Krippen ansehen zu gehen. Also war Tourenleiter Gerd Weinand zum Auftakt des neuen Jahres mit einer Führungsgruppe des Seniorenverband BRH unterwegs, nicht nur einige der schönsten und interessantesten Kölner Krippen in den Kirchen zu sehen, sondern auch Wissenswertes und Überraschendes zu den geschichtlichen Hintergründen zu erfahren. Dazu hatte man sich die erfahrene Stadtführerin Ilona Priebe zur Seite geholt, die es verstand - historisch fundiert recherchiert sowie kenntnisreich, interessant und lebendig präsentiert -, bei liebevoll hergerichteten Krippen die Senioren ins Staunen zu versetzen.

Krippentour Köln
...und diskutierte zum Abschuss im „Gaffel am
Dom“ das Gesehene, Gehörte und Gesagte
bei einem Kölsch. Fotos: Gerd Weinand

Für Teilnehmerin Annegret Hilgers gab es bei der Krippenauswahl auch einen Favoriten, das war eine Mischung von verschiedenen wirklich sehenswerten Krippenfiguren der Krippe in St. Kolumba.

„St. Kolumba“, gleich in der Nähe des Hauptbahnhofs war einst eine der größten Pfarrkirchen Kölns. Im Zweiten Weltkrieg wurde die Kirche fast vollständig zerstört. Ab 1947 wurde dann in den Ruinen die Marienkapelle „Madonna in den Trümmern“ errichtet.

Übrigens: Im Anschluss an die Krippenführung wurde dann in einer eher geselligen Runde im nahegelegenen „Gaffel am Dom“ das Gesehene, Gehörte und Gesagte bei einem Kölsch noch einmal diskutiert und aufgearbeitet.